Ein Mikrowellenherd ist in vielen Küchen das Gerät, das am häufigsten am Tag läuft: Er wärmt das Mittagessen vom Vortag auf, taut Tiefkühlgemüse an und erhitzt eine Tasse Milch, ohne dass Du einen Topf spülen musst. Trotzdem unterscheiden sich die Modelle deutlicher, als es auf den ersten Blick scheint. Manche beschränken sich auf die reine Mikrowellenfunktion und werden über zwei Drehregler bedient, andere bringen einen Grill, eine Heißluftfunktion oder Automatikprogramme mit.
In diesem Ratgeber ordnen wir fünf aktuell erhältliche Mikrowellenherde ein. Grundlage sind ausschließlich die Herstellerangaben und Produktbeschreibungen, wie sie in den jeweiligen Produktbezeichnungen stehen. Einen eigenen Praxis- oder Labortest haben wir nicht durchgeführt. Die Reihenfolge der vorgestellten Geräte ist bewusst kein Ranking, sondern folgt grob dem Funktionsumfang – von der einfachen Solo-Mikrowelle bis zum Kombigerät. Welches Modell zu Dir passt, hängt vor allem davon ab, wie Du die Mikrowelle im Alltag nutzen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Mikrowellenherd erwärmt die Speise selbst und nicht die Luft im Garraum – deshalb geht das Aufwärmen in der Regel schneller als im Backofen.
- Solo-Mikrowellen reichen für Aufwärmen und Auftauen. Wer überbacken oder knusprige Oberflächen möchte, braucht einen Grill, für Backwaren eher zusätzlich Heißluft.
- Mechanische Drehregler sind schnell verstanden, digitale Bedienfelder mit Automatikprogrammen erlauben mehr Feinsteuerung.
- Maße, Garraum und Drehteller-Durchmesser entscheiden darüber, ob Dein Geschirr hineinpasst und das Gerät auf Deine Arbeitsfläche passt.
- Metall, Alufolie und Geschirr mit Goldrand gehören nicht in die Mikrowelle.
Wie ein Mikrowellenherd Speisen erwärmt
Im Inneren eines Mikrowellenherds sitzt ein Bauteil namens Magnetron. Es erzeugt elektromagnetische Wellen, die in den Garraum geleitet werden. Dort bringen sie vor allem die Wassermoleküle im Essen in Bewegung, und diese Bewegung wird als Wärme spürbar. Anders als beim klassischen Ofen musst Du also nicht erst einen ganzen Garraum aufheizen, bevor das Essen warm wird. Genau darin liegt der Zeitvorteil, den die meisten Menschen an ihrer Mikrowelle schätzen.
Diese Art der Erwärmung hat allerdings auch Grenzen. Weil die Luft im Garraum kaum heiß wird, bräunt eine Speise in einer reinen Mikrowelle nicht. Brötchen werden eher weich als knusprig, ein Auflauf bekommt keine goldene Kruste. Hier kommen Grillelemente und Heißluftfunktionen ins Spiel, die klassische Strahlungs- oder Umluftwärme ergänzen. Ein Drehteller sorgt bei den meisten Standgeräten dafür, dass das Essen während des Garens an den Wellen vorbeiwandert und sich möglichst gleichmäßig erwärmt.
Solo, Grill oder Heißluft: Welcher Gerätetyp passt zu Deinem Alltag?
Bevor Du Dir einzelne Modelle ansiehst, lohnt sich eine ehrliche Frage an Dich selbst: Wofür benutzt Du die Mikrowelle eigentlich? Die Antwort bestimmt, welcher Gerätetyp sinnvoll ist – und ob Du für Zusatzfunktionen bezahlst, die Du am Ende gar nicht brauchst.
Die Solo-Mikrowelle für Aufwärmen und Auftauen
Eine Solo-Mikrowelle kann genau eine Sache: mit Mikrowellen erwärmen. Das klingt wenig, deckt aber für viele Haushalte schon den Großteil der Nutzung ab. Reste aufwärmen, Tiefkühlkost antauen, Getränke erhitzen, Gemüse dämpfen – dafür reicht diese Bauart. Solo-Geräte sind meist einfach aufgebaut, übersichtlich zu bedienen und eignen sich gut als Zweitgerät im Büro, in der Studentenwohnung oder im Ferienhaus.
Die Grill-Mikrowelle zum Überbacken
Mit einem zusätzlichen Grillelement an der Garraumdecke kannst Du Speisen von oben bräunen. Toast mit Käse, ein kleiner Nudelauflauf oder Gemüse mit Kruste gelingen damit deutlich besser als in der Solo-Variante. Viele Geräte erlauben es, Mikrowelle und Grill zu kombinieren, sodass das Essen innen warm und außen gebräunt wird. Ein Grillrost hebt das Gargut näher an das Heizelement.
Die Kombi-Mikrowelle mit Heißluft
Kommt zu Grill und Mikrowelle noch ein Heißluftgebläse hinzu, spricht man oft von einem 3-in-1- oder Kombigerät. Damit rückt die Mikrowelle in die Nähe eines kleinen Ofens: Aufbackbrötchen, kleine Kuchen oder Gratins sind in der Regel möglich. In Single-Küchen oder Pantry-Küchen ohne eigenen Backofen kann ein solches Gerät eine echte Lücke schließen. Wer ohnehin einen großen Ofen besitzt, sollte abwägen, ob sich die zusätzliche Funktion lohnt – oder ob ein separater Mini-Backofen besser passt.
Fünf Mikrowellenherde im Überblick
Die folgenden fünf Geräte decken die drei beschriebenen Bauarten ab. Alle Angaben stammen aus den Produktbezeichnungen der Hersteller beziehungsweise Händler. Aktuelle Preise und Verfügbarkeiten siehst Du jeweils in der eingebundenen Produktbox – sie können sich jederzeit ändern.
Comfee CMSN 20 bk: schlichte Solo-Mikrowelle in Schwarz
Die Comfee CMSN 20 bk ist laut Produktbezeichnung eine Solo-Mikrowelle mit 20 Litern Garraum und 700 Watt Mikrowellenleistung. Bedient wird sie über zwei Drehregler: einer für die Leistungsstufe, einer für die Zeit. Fünf Leistungsstufen stehen zur Auswahl, dazu kommen eine Innenbeleuchtung, eine vereinfachte Auftaufunktion („easy Defrost“) und ein 360-Grad-Drehteller. Weitere Garfunktionen wie Grill oder Heißluft gibt es nicht – das Gerät konzentriert sich bewusst auf das Wesentliche.
Damit richtet sich das Modell an alle, die vor allem aufwärmen und auftauen möchten und kein Interesse an Displays oder Programmen haben. Durch das schwarze Gehäuse fügt es sich unauffällig in dunkle Küchenfronten ein. Als Zweitgerät im Büro oder im kleinen Haushalt ist diese Bauart in der Regel eine unkomplizierte Lösung.
- Einzelmikrowelle: Ideal für kleine Mengen
Comfee CMSN 20 wh: dieselbe Technik im weißen Gehäuse
Die Comfee CMSN 20 wh ist die weiße Schwestervariante des schwarzen Modells. Laut Produktbezeichnung handelt es sich ebenfalls um eine mechanisch bediente Solo-Mikrowelle mit 20 Litern Garraum, 700 Watt, fünf Leistungsstufen, Innenbeleuchtung, „easy Defrost“ und 360-Grad-Drehteller. Auch hier regeln zwei Drehknöpfe Leistung und Zeit.
Technisch gibt es laut Herstellerangaben also keinen Unterschied, die Entscheidung fällt über die Optik. In hellen Küchen, zu weißen Fronten oder neben anderen weißen Kleingeräten wirkt diese Variante oft ruhiger. Wer ohnehin einen hellen Wasserkocher oder Toaster auf der Arbeitsfläche stehen hat, kann mit der weißen Ausführung ein einheitliches Bild schaffen.
- Comfee mikrowelle 20L Kompakte Größe und modernes Design passen in jede Küche
Clatronic MWG 792: Grill-Mikrowelle mit Timer und Grillrost
Mit der Clatronic MWG 792 kommt ein Grillelement ins Spiel. Laut Produktbezeichnung arbeitet das weiße Gerät mit 800 Watt, bietet fünf Stufen und einen Garraum von 20 Litern. Ein 360-Grad-Drehteller, ein Timer mit Endsignal und ein mitgelieferter Grillrost gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Der Grill erweitert die Einsatzmöglichkeiten spürbar: Überbackener Toast, ein kleines Gratin oder Gemüse mit leichter Bräunung sind mit einer reinen Solo-Mikrowelle kaum möglich. Der Grillrost bringt das Gargut näher an das Heizelement, was für eine gleichmäßigere Bräunung von oben sorgen soll. Das Endsignal meldet, wenn die eingestellte Zeit abgelaufen ist. Damit ist die MWG 792 ein Mittelweg für alle, die hauptsächlich aufwärmen, aber hin und wieder etwas mehr Kruste auf dem Teller haben möchten.
- 700 Watt Mikrowellenleistung - 800 Watt Grillleistung
SEVERIN MW 7773: 3-in-1-Gerät mit Grill und Heißluft
Die SEVERIN MW 7773 wird in der Produktbezeichnung als 3-in-1-Mikrowelle mit Grill und Heißluftfunktion beschrieben, die zugleich als Minibackofen dienen soll. Zehn Leistungsstufen erlauben laut Hersteller eine feinere Abstufung als bei einfachen Geräten. Zur Ausstattung zählen ein Drehteller und ein Grillrost, das Gehäuse ist schwarz.
Durch die Kombination von Mikrowelle, Grill und Heißluft ist dieses Modell das vielseitigste der hier vorgestellten Geräte. Neben dem Aufwärmen sind damit in der Regel auch Aufbackbrötchen, Aufläufe oder kleine Backwaren möglich. Besonders interessant ist das für Küchen ohne eigenen Backofen, etwa in kleinen Apartments, Wohnwagen mit Stromanschluss oder Büroküchen. Wer bereits einen großen Ofen besitzt, profitiert davon, für kleine Portionen nicht den ganzen Ofen aufheizen zu müssen. Etwas Einarbeitung in die verschiedenen Betriebsarten solltest Du allerdings einplanen.
- Knusprige Ergebnisse – Mikrowelle, Grill und Heißluft können getrennt oder kombiniert...
Bosch FEL023MS2 Serie 2: Automatikprogramme und Quarzgrill
Die Bosch FEL023MS2 aus der Serie 2 setzt auf ein digitales Bedienkonzept. Laut Produktbezeichnung verfügt sie über 800 Watt, einen Quarzgrill, einen Timer und ein LED-Touchdisplay. Unter dem Namen „AutoPilot 8“ sind acht Automatikprogramme hinterlegt, außerdem nennt der Hersteller eine Reinigungsunterstützung. Der Drehteller misst laut Angabe 27 Zentimeter, als Maß werden 26 x 44 Zentimeter genannt, die Front ist in Edelstahl gehalten.
Automatikprogramme sind praktisch, wenn Du nicht jedes Mal Leistung und Zeit selbst abschätzen möchtest: Du wählst ein Programm und das Gerät übernimmt die Einstellung. Der Quarzgrill ergänzt die Mikrowelle um eine Bräunungsfunktion von oben. Die Edelstahloptik passt gut zu Küchen mit Einbaugeräten in ähnlichem Look. Für Menschen, die ein digitales Bedienfeld und vorgegebene Programme den Drehreglern vorziehen, ist dieses Modell eine naheliegende Option.
- AutoPilot 8: 8 Programme für perfekte Ergebnisse
Worauf es beim Vergleich der Geräte ankommt
Die fünf vorgestellten Modelle zeigen gut, an welchen Stellen sich Mikrowellenherde unterscheiden. Die folgenden Kriterien helfen Dir, die Produktangaben einzuordnen und das passende Gerät für Deinen Haushalt auszuwählen.
Leistung und Leistungsstufen
Die Wattzahl gibt an, wie viel Mikrowellenleistung maximal zur Verfügung steht. Eine höhere Leistung erwärmt Speisen in der Regel schneller, eine niedrigere arbeitet sanfter. Mindestens ebenso wichtig ist die Zahl der Leistungsstufen: Zum Auftauen oder zum schonenden Erwärmen empfindlicher Speisen wie Butter, Schokolade oder Soßen brauchst Du niedrige Stufen, damit nichts anbrennt oder überkocht. Geräte mit vielen Stufen erlauben eine feinere Steuerung, einfache Modelle kommen mit weniger Stufen aus und sind dafür schnell verstanden.
Garraum, Drehteller und Außenmaße
Das Garraumvolumen bestimmt, wie viel auf einmal hineinpasst. Für einzelne Teller und Schüsseln sind kompakte Geräte in der Regel ausreichend. Achte zusätzlich auf den Durchmesser des Drehtellers: Große flache Teller oder eckige Auflaufformen können sich sonst am Garraum verkanten. Miss vor dem Kauf auch die Stellfläche aus und plane rundherum etwas Luft ein, denn die Lüftungsschlitze dürfen nicht verdeckt werden. Wie viel Abstand nötig ist, steht in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts.
Bedienung: Drehregler oder Display
Mechanische Drehregler haben einen großen Vorteil: Jeder versteht sie sofort. Das ist praktisch in Haushalten mit Kindern, bei älteren Menschen oder in Gemeinschaftsküchen. Digitale Bedienfelder mit Display erlauben dagegen eine sekundengenaue Zeiteinstellung, Automatikprogramme und oft weitere Komfortfunktionen. Welche Variante besser ist, hängt vor allem von Deinen Gewohnheiten ab.
Zusatzfunktionen mit echtem Nutzen
Grill und Heißluft sind die wichtigsten Erweiterungen. Daneben gibt es Auftauprogramme, Automatikprogramme, Timer mit Endsignal oder Reinigungsunterstützungen. Überlege Dir, welche davon Du wirklich nutzen wirst. Eine Funktion, die Du nie einschaltest, macht das Gerät nur teurer und die Bedienung unübersichtlicher.
Optik und Material
Ein Mikrowellenherd steht meist gut sichtbar auf der Arbeitsfläche. Schwarz, Weiß oder Edelstahl sind die gängigsten Varianten. Edelstahlfronten wirken hochwertig, zeigen aber Fingerabdrücke deutlicher. Helle Gehäuse lassen Spritzer schneller erkennen, dunkle verbergen sie länger.
Standgerät, Einbaugerät oder Backofen mit Mikrowelle?
Alle fünf hier vorgestellten Modelle sind freistehende Geräte, die Du einfach auf die Arbeitsfläche stellst und an die Steckdose anschließt. Das ist die flexibelste Lösung: Beim Umzug nimmst Du die Mikrowelle einfach mit, und ein Austausch ist ohne Handwerker möglich.
Einbaumikrowellen werden dagegen fest in einen Hochschrank oder einen Oberschrank integriert. Sie sparen Arbeitsfläche und wirken aufgeräumter, setzen aber eine passende Nische voraus und sind beim Austausch weniger flexibel. Eine dritte Möglichkeit ist ein Backofen mit Mikrowellenfunktion, der beide Geräte in einem vereint. Diese Lösung eignet sich vor allem bei einer Küchenplanung oder -renovierung, weil der Ofen ohnehin neu eingebaut wird.
Wenn Du Dich für bestimmte Hersteller interessierst, findest Du bei uns außerdem einen eigenen Überblick zu Panasonic-Mikrowellen mit Solo-, Grill- und Kombigeräten.
Das richtige Geschirr für die Mikrowelle
Ob ein Gericht gleichmäßig warm wird, hängt nicht nur vom Gerät, sondern auch vom Geschirr ab. Geeignet sind in der Regel Glas, Porzellan und Keramik ohne Metallrand sowie Kunststoffbehälter, die ausdrücklich als mikrowellengeeignet gekennzeichnet sind. Achte auf das entsprechende Symbol auf der Unterseite.
Nicht in die Mikrowelle gehören Metallgeschirr, Alufolie, Besteck und Teller mit Gold- oder Silberrand. Metall kann Funken verursachen und im ungünstigen Fall das Gerät beschädigen. Eine Ausnahme bilden Grillroste, die der Hersteller für den Grillbetrieb mitliefert – sie sind für diesen Zweck vorgesehen. Beachte hier immer die Hinweise in der Bedienungsanleitung, denn nicht jeder Rost darf im reinen Mikrowellenbetrieb genutzt werden.
Ein Mikrowellendeckel oder ein umgedrehter Teller über der Schüssel verhindert Spritzer und hält die Feuchtigkeit im Essen. So trocknet das Gericht weniger aus und der Garraum bleibt sauberer.
Sicher und sinnvoll mit der Mikrowelle arbeiten
Ein Mikrowellenherd ist im Alltag unkompliziert, trotzdem gibt es ein paar Regeln, die Du kennen solltest:
- Eier nicht in der Schale erhitzen: Durch den Dampfdruck im Inneren können sie aufbrechen – auch noch nach dem Herausnehmen.
- Speisen mit Haut anstechen: Würstchen, Kartoffeln oder Tomaten vorher mit einer Gabel einstechen, damit Dampf entweichen kann.
- Zwischendurch umrühren: Bei größeren Portionen verteilt sich die Wärme besser, wenn Du nach der Hälfte der Zeit umrührst.
- Standzeit einplanen: Nach dem Erhitzen gleicht sich die Temperatur im Essen noch etwas aus. Ein kurzes Warten sorgt für gleichmäßigere Ergebnisse.
- Getränke vorsichtig erhitzen: Wasser kann in glatten Gefäßen über den Siedepunkt erhitzt werden und beim Herausnehmen plötzlich aufwallen. Ein mikrowellengeeigneter Löffel im Gefäß kann helfen, beachte dazu aber die Hinweise des Herstellers.
- Nie leer betreiben: Ohne Gargut im Garraum kann das Gerät Schaden nehmen.
Moderne Mikrowellenherde sind so gebaut, dass die Strahlung im Garraum bleibt, solange die Tür geschlossen ist. Beim Öffnen schaltet sich das Magnetron ab. Wichtig ist, dass Tür, Scharniere und Dichtung unbeschädigt sind. Schließt die Tür nicht mehr richtig oder ist sie sichtbar beschädigt, solltest Du das Gerät nicht weiter verwenden und prüfen lassen.
Reinigung und Pflege im Alltag
Eine saubere Mikrowelle arbeitet nicht nur hygienischer, sondern riecht auch besser. Am einfachsten ist es, Spritzer direkt nach dem Benutzen mit einem feuchten Tuch abzuwischen, solange sie noch nicht eingetrocknet sind. Für hartnäckigere Verschmutzungen gibt es einen bewährten Trick: Stelle eine Schüssel mit Wasser und etwas Zitronensaft oder Essig in den Garraum und erhitze sie einige Minuten. Der Dampf weicht angetrocknete Reste auf, die Du danach leicht abwischen kannst.
Den Drehteller kannst Du bei den meisten Geräten herausnehmen und mit Spülmittel reinigen. Vergiss auch den Rollring darunter nicht, denn dort sammeln sich gern Krümel. Bei Geräten mit Grill oder Heißluft solltest Du darauf achten, dass sich an der Garraumdecke kein Fett festsetzt, das beim nächsten Grillen unangenehm riechen kann. Scheuermittel und kratzende Schwämme sind tabu, weil sie die Innenbeschichtung beschädigen können.
Die Mikrowelle sinnvoll in die Küche einplanen
Wo die Mikrowelle steht, entscheidet mit darüber, wie gern Du sie nutzt. Ideal ist ein Standort in Reichweite des Kühlschranks und nahe an der Arbeitsfläche, auf der Du Teller abstellst. Stelle das Gerät nicht direkt neben den Herd, wo Hitze und Fettdampf das Gehäuse belasten können, und halte Abstand zu Spüle und Wasserkocher.
In kleinen Küchen ist Arbeitsfläche oft knapp. Hier kann ein mobiler Küchenwagen eine Lösung sein, auf dem die Mikrowelle einen festen Standort bekommt und darunter Stauraum für Geschirr und Vorräte bleibt. Achte dabei auf eine ausreichend stabile Ablage und darauf, dass die Lüftungsschlitze frei bleiben.
Energie sparen beim Aufwärmen
Für kleine Portionen ist die Mikrowelle in der Regel die sparsamere Wahl gegenüber dem großen Backofen, weil kein Garraum vorgeheizt werden muss. Einige einfache Gewohnheiten helfen zusätzlich: Wähle die Zeit lieber etwas kürzer und verlängere bei Bedarf, statt das Essen zu lange laufen zu lassen. Decke Speisen ab, damit die Feuchtigkeit bleibt und die Wärme schneller ankommt. Bei Geräten mit Grill oder Heißluft ist der Verbrauch höher als im reinen Mikrowellenbetrieb, weil hier zusätzliche Heizelemente arbeiten.
Fazit: Welcher Mikrowellenherd zu Dir passt
Ein Mikrowellenherd muss nicht kompliziert sein. Wenn Du vor allem Reste aufwärmst und Tiefkühlkost auftaust, bieten die beiden Comfee-Modelle CMSN 20 bk und CMSN 20 wh laut Produktbezeichnung genau das: eine Solo-Mikrowelle mit zwei Drehreglern, fünf Leistungsstufen und Auftaufunktion – in Schwarz oder Weiß. Möchtest Du hin und wieder überbacken, erweitert die Clatronic MWG 792 das Spektrum um einen Grill samt Grillrost und Timer mit Endsignal.
Die SEVERIN MW 7773 richtet sich mit Grill und Heißluft an alle, die ein Gerät für möglichst viele Aufgaben suchen oder keinen eigenen Backofen haben. Die Bosch FEL023MS2 wiederum spricht Menschen an, die ein Touchdisplay mit Automatikprogrammen und einen Quarzgrill bevorzugen. Überlege Dir vor dem Kauf, welche Funktionen Du tatsächlich regelmäßig nutzen wirst, miss die Stellfläche aus und prüfe, ob Dein Lieblingsgeschirr auf den Drehteller passt – dann findest Du das Gerät, das zu Deinem Küchenalltag passt.
Häufig gestellte Fragen zum Mikrowellenherd
Für Aufwärmen und Auftauen genügt in der Regel eine mittlere Leistung, wie sie viele Standgeräte mitbringen. Wichtiger als die maximale Wattzahl ist oft, dass es ausreichend niedrige Leistungsstufen gibt, mit denen Du empfindliche Speisen schonend erwärmen kannst.
Geeignet sind in der Regel Glas, Porzellan und Keramik ohne Metallrand sowie Kunststoff mit dem Hinweis „mikrowellengeeignet“. Metall, Alufolie und Geschirr mit Gold- oder Silberrand gehören nicht hinein, weil sie Funken verursachen können.
Eine Solo-Mikrowelle erwärmt ausschließlich mit Mikrowellen und eignet sich vor allem zum Aufwärmen und Auftauen. Kombigeräte bringen zusätzlich einen Grill und oft eine Heißluftfunktion mit, sodass Du auch überbacken oder kleine Backwaren zubereiten kannst.
Das hängt von Deinen Gewohnheiten ab. Wenn Du nur aufwärmst, reicht ein Solo-Gerät. Möchtest Du Toast überbacken oder Aufläufen eine Kruste geben, ist ein Grill sinnvoll, weil eine reine Mikrowelle Speisen nicht bräunt.
Wische Spritzer möglichst direkt nach der Nutzung mit einem feuchten Tuch ab. Bei angetrockneten Resten hilft es, eine Schüssel Wasser mit etwas Zitronensaft oder Essig einige Minuten zu erhitzen und den Garraum danach auszuwischen. Den Drehteller kannst Du meist herausnehmen und spülen.
Moderne Geräte sind so konstruiert, dass die Mikrowellen bei geschlossener Tür im Garraum bleiben und sich das Gerät beim Öffnen abschaltet. Wichtig ist, dass Tür und Dichtung unbeschädigt sind. Bei sichtbaren Schäden solltest Du das Gerät nicht weiter benutzen.
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Letzte Aktualisierung am 23.10.2026 um 11:03 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
