Ein LNB ist das kleine, oft unterschätzte Bauteil vorn an der Satellitenschüssel. Er nimmt die vom Spiegel gebündelten Satellitensignale auf, wandelt sie in einen niedrigeren Frequenzbereich um und schickt sie über das Koaxialkabel zum Receiver. Welcher LNB zu Deiner Anlage passt, hängt vor allem davon ab, wie viele Receiver oder Tuner Du anschließen möchtest und wie die Kabel im Haus verlegt sind.
In diesem Vergleich findest Du fünf LNBs unterschiedlicher Bauart: einen Single-LNB, einen Twin-LNB, zwei Quad-LNBs und einen Unicable-LNB. Die Einordnung beruht ausschließlich auf den Produktbezeichnungen und Herstellerangaben, wie sie im Handel hinterlegt sind. Einen eigenen Praxis- oder Labortest haben wir nicht durchgeführt. Die Reihenfolge der Produkte ist kein Ranking, sondern folgt grob der Bauart.
Was ein LNB in der Sat-Anlage leistet
LNB steht für „Low Noise Block“, auf Deutsch meist rauscharmer Signalumsetzer. Manchmal liest Du auch die Bezeichnung LNC für „Low Noise Converter“. Gemeint ist in der Praxis dasselbe Bauteil: der Empfangskopf, der im Brennpunkt der Parabolantenne sitzt.
Satelliten strahlen ihre Programme in einem hohen Frequenzbereich ab, für den Ku-Band-Empfang in Europa in der Regel zwischen etwa 10,7 und 12,75 GHz. Solche Frequenzen lassen sich über ein normales Koaxialkabel kaum verlustarm übertragen. Der LNB setzt das Signal deshalb auf eine Zwischenfrequenz herunter, die üblicherweise im Bereich von rund 950 bis 2.150 MHz liegt. Diesen Bereich verarbeiten gängige Sat-Receiver, Fernseher mit Sat-Tuner und auch viele Festplattenrecorder.
Polarisation und Frequenzbänder
Satelliten senden auf zwei Polarisationsebenen, horizontal und vertikal. Außerdem wird der Empfangsbereich in ein Low-Band und ein High-Band aufgeteilt. Daraus ergeben sich vier sogenannte Empfangsebenen. Der Receiver teilt dem LNB über die Versorgungsspannung und ein Steuersignal mit, welche Ebene er gerade benötigt. Ein Universal-LNB kann in der Regel alle vier Ebenen bereitstellen.
Das ist der Grund, warum ein einzelner Ausgang nicht ohne Weiteres mehrere Receiver gleichzeitig versorgen kann: Schaut ein Familienmitglied ein Programm auf dem High-Band, während ein anderes einen Sender auf dem Low-Band sehen möchte, braucht jeder Teilnehmer einen eigenen Signalweg. Genau an dieser Stelle unterscheiden sich die verschiedenen LNB-Bauarten.
Feedhorn und Wetterschutz
Der vordere, trichterförmige Teil des LNB wird Feedhorn genannt. Er fängt die vom Spiegel reflektierten Mikrowellen ein. Eine Schutzkappe aus Kunststoff soll das Innere vor Regen, Staub und Insekten schützen. Weil ein LNB das ganze Jahr im Freien hängt, nennen viele Hersteller in ihren Produktbezeichnungen einen Wetterschutz oder eine wetterfeste Ausführung.
LNB-Bauarten: Single, Twin, Quad, Quattro und Unicable
Bevor Du Dir die einzelnen Produkte ansiehst, lohnt ein Blick auf die gängigen Bauarten. Sie bestimmen, wie viele Teilnehmer Du anschließen kannst und ob ein zusätzlicher Multischalter nötig ist.
Single-LNB
Ein Single-LNB hat einen Ausgang und versorgt damit einen Teilnehmer, also einen Receiver oder einen Sat-Tuner. Für eine einzelne Empfangsstelle, etwa einen Fernseher in einer kleinen Wohnung oder eine Zweitanlage, reicht das in vielen Fällen aus.
Twin-LNB
Ein Twin-LNB besitzt in der Regel zwei voneinander unabhängige Ausgänge. Damit lassen sich zwei Receiver oder ein Receiver mit Twin-Tuner betreiben. Ein Twin-Tuner wird zum Beispiel benötigt, wenn Du ein Programm aufnehmen und gleichzeitig ein anderes ansehen möchtest.
Quad-LNB
Ein Quad-LNB bietet üblicherweise vier unabhängige Ausgänge mit integrierter Umschaltung. Jeder Ausgang kann direkt mit einem Receiver verbunden werden, ein externer Multischalter ist dafür nicht nötig. Quad-LNBs sind häufig dann eine Option, wenn bis zu vier Empfangsstellen sternförmig vom LNB aus verkabelt sind.
Quattro-LNB
Ein Quattro-LNB sieht ähnlich aus wie ein Quad-LNB, funktioniert aber anders: Er gibt an jedem seiner vier Ausgänge fest eine der vier Empfangsebenen aus. Ein solcher LNB ist für den Betrieb mit einem Multischalter gedacht, der die Ebenen auf viele Teilnehmer verteilt. Direkt an einen Receiver angeschlossen, liefert ein Quattro-LNB nur einen Teil der Programme. Verwechsle die beiden Begriffe beim Kauf deshalb nicht.
Unicable- und Einkabel-LNB
Bei Unicable, auch Einkabelsystem genannt, teilen sich mehrere Teilnehmer ein einziges Koaxialkabel. Jeder Receiver bekommt eine eigene Frequenz im Kabel zugewiesen, über die er seine Programme erhält. Das kann praktisch sein, wenn im Haus nur ein Kabel zur Verfügung steht und keine neuen Leitungen verlegt werden sollen. Voraussetzung ist, dass die angeschlossenen Receiver Unicable unterstützen. Manche Unicable-LNBs haben zusätzlich klassische Ausgänge, die oft als „Legacy“ bezeichnet werden und wie bei einem herkömmlichen LNB funktionieren.
Monoblock-LNB
Ein Monoblock-LNB vereint zwei Empfangsköpfe in einem Gehäuse, um mit einer Schüssel zwei benachbarte Satellitenpositionen zu empfangen, zum Beispiel Astra und Hotbird. Der Receiver schaltet dann per DiSEqC zwischen beiden Positionen um. In diesem Vergleich ist kein Monoblock-LNB vertreten; die Bauart gehört aber zum Gesamtbild.
Fünf LNBs im Überblick
Die folgenden fünf Produkte unterscheiden sich vor allem in der Bauart und damit in der Zahl der möglichen Teilnehmer. Alle Angaben stammen aus den jeweiligen Produktbezeichnungen. Prüfe vor dem Kauf zusätzlich das Datenblatt auf der Produktseite, besonders den Durchmesser der Feedhorn-Aufnahme und die Kompatibilität mit Deinem Receiver.
RED OPTICUM 04H Single LNB
- ✅ 1 TEILNEHMER – Versorgt 1 Receiver oder Fernseher, ideal für kleine Wohneinheiten...
Der RED OPTICUM 04H ist laut Produktbezeichnung ein Single-LNB, beschrieben als „Digital LNB 1-Fach“ für einen Teilnehmer. Er ist also für eine einzelne Empfangsstelle ausgelegt. Die Bezeichnung nennt einen LTE-Filter, ein Rauschmaß von 0,1 dB und einen Wetterschutz. Zusätzlich werden Full HD und 4K UHD aufgeführt. Das Gerät wird laut Bezeichnung als Sat-LNB für die Satellitenschüssel beschrieben; die hier geführte Ausführung ist in Weiß angegeben.
Ob das genannte Rauschmaß in der Praxis einen Unterschied macht, hängt von Schüsselgröße, Ausrichtung und Standort ab. Rauschmaß-Angaben stammen vom Hersteller und lassen sich zwischen verschiedenen Marken nur eingeschränkt vergleichen.
Inverto Twin Black Ultra LNB IDLT-TWL412-ULTRA-OPN
- Die Hochleistungs-Ultra-LNBs von Inverto wurden speziell entwickelt, um den Bedarf an...
Der Inverto IDLT-TWL412-ULTRA-OPN wird laut Produktbezeichnung als „Twin Black Ultra LNB“ geführt. Die Bauart Twin steht allgemein für einen LNB mit zwei Teilnehmeranschlüssen, an die zwei Receiver oder ein Receiver mit Twin-Tuner angeschlossen werden können. Weitere technische Merkmale wie LTE-Filter, Rauschmaß oder Wetterschutz nennt die Produktbezeichnung nicht. Solche Angaben findest Du gegebenenfalls im Datenblatt auf der Produktseite.
Die vollständige Modellnummer hilft Dir, das Gerät eindeutig zu identifizieren, wenn Du Datenblätter, Anleitungen oder Ersatzinformationen beim Hersteller suchst.
DUR-line +Ultra Quad LNB mit LTE-Filter
- FÜR 4 TEILNEHMER: 4fach LNB zur Versorgung von bis zu 4 Receiver/TV – für ein...
Der DUR-line +Ultra ist laut Produktbezeichnung ein Quad-LNB für vier Teilnehmer, beschrieben als „4-Fach“ und „digital“. Die Bezeichnung nennt einen LTE-Filter sowie einen Wetterschutz. Außerdem werden Full HD und 4K genannt. Die hier geführte Ausführung ist laut Bezeichnung schwarz.
Nach der allgemeinen Funktionsweise der Bauart Quad können an einen solchen LNB in der Regel bis zu vier Receiver oder Tuner direkt angeschlossen werden, ohne separaten Multischalter. Jede Empfangsstelle benötigt dafür ein eigenes Kabel vom LNB.
SCHWAIGER Quad LNB digital Sun Protect
- STARKE SIGNALQUALITÄT – Mit hoher Entkopplung (>25 dB) sorgt unser 4-fach LNB für...
Der SCHWAIGER wird laut Produktbezeichnung als „Quad LNB digital Sun Protect“ beschrieben. Zusätzlich nennt die Bezeichnung den Begriff LNC und beschreibt das Gerät als „extrem wetterfest“. Als Quad-LNB gehört er zur Bauart mit vier Teilnehmeranschlüssen, die in der Regel direkt mit den Receivern verbunden werden.
Einen LTE-Filter oder Angaben zu Auflösungen nennt die Produktbezeichnung nicht. Was sich hinter dem Namensbestandteil „Sun Protect“ technisch verbirgt, geht aus der Bezeichnung selbst nicht hervor. Details dazu findest Du gegebenenfalls in der Herstellerbeschreibung auf der Produktseite.
Premium X Unicable LNB, 4 Unikabel + 3 Legacy
- 📡 HOHE SIGNALQUALITÄT: Unicable LNB mit extrem niedrigem Rauschmaß von nur 0,1 dB...
Der Premium X ist laut Produktbezeichnung ein Unicable-LNB mit „4 Unikabel + 3 Legacy“. Er wird als Einkabelsystem für den digitalen Empfang beschrieben. Die Bezeichnung nennt außerdem 4K und Full HD, einen Wetterschutz sowie die Verwendung an der Satellitenschüssel. Die hier geführte Ausführung ist schwarz.
Nach der allgemeinen Funktionsweise von Unicable können mehrere Teilnehmer an einem gemeinsamen Kabel betrieben werden, sofern die Receiver Unicable unterstützen. Was die Angabe laut Produktbezeichnung „4 Unikabel + 3 Legacy“ konkret für Anschlüsse und Teilnehmerzahl bedeutet, geht aus der Bezeichnung selbst nicht hervor; Details dazu beschreibt die Anleitung des Herstellers.
Worauf Du beim LNB-Kauf achten solltest
Die passende Bauart ergibt sich aus Deiner vorhandenen Verkabelung und der Zahl der Empfangsstellen. Daneben spielen einige technische Details eine Rolle, die Du vor dem Kauf prüfen kannst.
Anzahl der Teilnehmer
Zähle zuerst, wie viele Tuner gleichzeitig ein eigenes Signal brauchen. Ein Receiver mit Twin-Tuner zählt dabei in der Regel als zwei Teilnehmer, wenn beide Tuner unabhängig voneinander genutzt werden sollen. Plane, wenn möglich, etwas Reserve ein. Ein zusätzlicher Anschluss für einen Festplattenrecorder oder einen weiteren Fernseher kommt oft schneller dazu als gedacht.
Vorhandene Verkabelung
Liegen bereits mehrere Koaxialkabel sternförmig vom Dach zu den einzelnen Räumen, kannst Du meist einen LNB mit entsprechend vielen Ausgängen nutzen. Gibt es nur ein Kabel, ist ein Unicable-System eine Möglichkeit, mehrere Teilnehmer zu versorgen. Für größere Anlagen mit vielen Anschlüssen wird häufig ein Quattro-LNB mit Multischalter eingesetzt.
Feedhorn-Durchmesser und Halterung
Viele Universal-LNBs für Haushaltsschüsseln haben eine Feedhorn-Aufnahme von 40 mm. Es gibt jedoch Ausnahmen, etwa bei bestimmten Schüsselmodellen oder Monoblock-Lösungen. Prüfe deshalb den Durchmesser der Halterung an Deinem Spiegelarm und vergleiche ihn mit den Angaben im Datenblatt des neuen LNB.
LTE-Filter
Mobilfunknetze nutzen Frequenzen, die in der Nähe der Zwischenfrequenz von Sat-Anlagen liegen können. In der Nähe von Mobilfunkmasten kann das unter Umständen zu Störungen führen. Ein LTE-Filter soll solche Einstreuungen reduzieren. Bei RED OPTICUM und DUR-line wird ein LTE-Filter in der Produktbezeichnung genannt; bei den übrigen drei Modellen findest Du dazu in der Bezeichnung keine Angabe.
Rauschmaß
Das Rauschmaß wird in Dezibel angegeben und beschreibt, wie viel Eigenrauschen der LNB dem Signal hinzufügt. Kleinere Werte gelten grundsätzlich als günstiger. In der Praxis hängt die Empfangsqualität aber stark von Schüsselgröße, Ausrichtung und Kabelqualität ab. Herstellerangaben zum Rauschmaß sind zudem nicht immer unter gleichen Bedingungen ermittelt worden.
Wetterschutz und Montageort
Ein LNB ist Regen, Frost und Sonne ausgesetzt. Achte darauf, dass die Schutzkappe vollständig sitzt und die F-Stecker gut abgedichtet sind, etwa mit Gummitüllen oder Schrumpfschlauch. Eine sorgfältige Montage kann zur Haltbarkeit der Anlage beitragen.
Kompatibilität mit dem Receiver
Für Single-, Twin- und Quad-LNBs genügt in der Regel ein normaler DVB-S2-Receiver. Für Unicable muss der Receiver diese Technik ausdrücklich unterstützen. Prüfe in der Anleitung Deines Sat-Receivers oder Deines Fernsehers, ob Unicable (EN 50494) oder Unicable II (EN 50607) aufgeführt sind.
LNB austauschen und ausrichten
Ein LNB lässt sich meist ohne Spezialwerkzeug tauschen. Trotzdem lohnt es sich, ein paar Punkte zu beachten, damit der Empfang danach stabil ist.
Vorbereitung
Schalte die angeschlossenen Receiver aus oder trenne sie vom Strom, bevor Du die Kabel löst. Notiere Dir, welches Kabel zu welchem Raum führt. Wenn Du auf dem Dach oder an einer hohen Wand arbeitest, achte auf eine sichere Standfläche und lass Dir im Zweifel helfen.
Einsetzen und Skew einstellen
Setze den neuen LNB in die Halterung am Spiegelarm und ziehe die Klemmschraube zunächst nur leicht an. Viele LNBs haben eine Gradskala, mit der Du den sogenannten Skew einstellst, also die Verdrehung des LNB um die eigene Achse. Der richtige Wert hängt vom Standort und vom Satelliten ab. Nach der Feinjustierung wird die Schraube fest angezogen.
Ausrichten der Schüssel
Wenn die Schüssel bereits korrekt ausgerichtet war, genügt nach dem LNB-Tausch oft eine kurze Kontrolle der Signalwerte im Receiver-Menü. Musst Du die Schüssel neu ausrichten, helfen ein Sat-Finder oder die Signalanzeige des Receivers. Drehe die Schüssel langsam in kleinen Schritten und warte jeweils, bis sich die Anzeige aktualisiert hat.
Typische Fehlerquellen
Kein oder schwaches Signal nach dem Tausch hat häufig einfache Ursachen: ein schlecht montierter F-Stecker, ein Kurzschluss durch abstehende Schirmgeflecht-Drähte, ein falsch eingestellter LNB-Typ im Receiver-Menü oder eine verstellte Schüssel. Prüfe diese Punkte zuerst, bevor Du am neuen LNB zweifelst.
LNB, Multischalter und Unicable im Haus
Je nach Gebäude und Zahl der Anschlüsse bieten sich unterschiedliche Verteilkonzepte an. Die Wahl des LNB hängt eng damit zusammen.
Einfamilienhaus mit wenigen Anschlüssen
Bei bis zu vier Empfangsstellen und sternförmiger Verkabelung genügt in vielen Fällen ein Quad-LNB. Jedes Zimmer bekommt sein eigenes Kabel direkt vom LNB. Ein zusätzlicher Verteiler ist dabei in der Regel nicht erforderlich.
Größere Häuser und Mehrfamilienhäuser
Wenn mehr als vier Teilnehmer versorgt werden sollen, kommt häufig ein Quattro-LNB mit Multischalter zum Einsatz. Der Multischalter verteilt die vier Empfangsebenen auf beliebig viele Ausgänge, je nach Modell zum Beispiel 8, 12 oder 16. Alternativ gibt es Unicable-Multischalter, die beide Konzepte verbinden.
Nachrüstung ohne neue Kabel
Steht nur ein einzelnes Kabel zur Verfügung, etwa in einer Mietwohnung, kann ein Unicable-LNB eine Lösung sein. Wichtig ist, dass alle angeschlossenen Receiver Unicable unterstützen und jeder eine eigene Nutzerkennung zugewiesen bekommt. Ältere Antennendosen müssen in der Regel gegen satellitentaugliche Dosen ausgetauscht werden, damit das Signal durchgereicht wird.
Mobiler Empfang
Auch bei einer mobilen Sat-Anlage für Camping oder Wohnmobil ist ein LNB das zentrale Empfangsbauteil. Hier wird meist nur ein Receiver betrieben, sodass häufig ein Single- oder Twin-LNB genügt. Bei Komplettsets ist der LNB in der Regel bereits enthalten; prüfe dazu die Angaben des jeweiligen Sets.

Bildqualität: HD, 4K und was der LNB damit zu tun hat
Viele Produktbezeichnungen von LNBs nennen Begriffe wie Full HD oder 4K. Ein LNB verarbeitet allerdings kein Bild, sondern setzt die Frequenz des Satellitensignals um. Ob ein Programm in HD oder 4K bei Dir ankommt, hängt davon ab, ob der Sender es so ausstrahlt und ob Receiver und Fernseher das Format unterstützen.
Ein moderner Universal-LNB kann in der Regel alle Programme eines Satelliten weiterleiten, unabhängig von deren Auflösung. Wichtig ist daher vor allem, dass der LNB das High-Band unterstützt, über das viele digitale Programme ausgestrahlt werden. Wer Ultra-HD-Inhalte sehen möchte, braucht zusätzlich einen passenden Receiver und einen 4K-Fernseher.
Aufnehmen und zeitversetztes Fernsehen
Wenn Du Sendungen mit einem Festplattenrecorder aufnehmen und gleichzeitig ein anderes Programm ansehen möchtest, benötigt das Gerät meist zwei unabhängige Signalwege. Das kann über zwei LNB-Ausgänge, zum Beispiel bei einem Twin- oder Quad-LNB, oder über ein Unicable-System gelöst werden. Plane diese Anforderung bei der Wahl des LNB mit ein.

Pflege, Haltbarkeit und Kontrolle
Ein LNB arbeitet in der Regel jahrelang ohne Wartung. Trotzdem schadet ein gelegentlicher Blick nicht, vor allem nach starken Stürmen oder im Frühjahr nach dem Winter.
- Prüfe, ob die Schutzkappe vor dem Feedhorn unbeschädigt ist.
- Kontrolliere die F-Stecker auf Feuchtigkeit oder Korrosion.
- Achte darauf, dass die Kabel zugentlastet verlegt sind und nicht scheuern.
- Vergleiche die Signalwerte im Receiver-Menü mit früheren Werten, wenn Du Empfangsprobleme bemerkst.
Treten Empfangsaussetzer vor allem bei Regen auf, kann eine leicht verstellte Schüssel die Ursache sein. Schnee auf dem Spiegel oder auf dem LNB kann ebenfalls kurzfristig stören. Ein defekter LNB äußert sich dagegen oft dadurch, dass bestimmte Programmgruppen oder Empfangsebenen dauerhaft fehlen.
Fazit: Die Bauart entscheidet
Ein LNB ist in der Regel ein vergleichsweise kleines Bauteil, hat aber großen Einfluss darauf, wie viele Geräte Du in Deinem Haushalt mit Satellitenfernsehen versorgen kannst. In diesem Vergleich sind laut Produktbezeichnungen ein Single-LNB (RED OPTICUM 04H), ein Twin-LNB (Inverto IDLT-TWL412-ULTRA-OPN), zwei Quad-LNBs (DUR-line +Ultra und SCHWAIGER) sowie ein Unicable-LNB, laut Produktbezeichnung „4 Unikabel + 3 Legacy“ (Premium X), vertreten.
Welche Bauart für Dich in Frage kommt, ergibt sich vor allem aus der Zahl der Teilnehmer, der vorhandenen Verkabelung und der Frage, ob Deine Receiver Unicable unterstützen. Prüfe außerdem die Halterung an Deiner Schüssel und die Angaben im Datenblatt, bevor Du Dich entscheidest.
Häufig gestellte Fragen zum LNB
LNB steht für „Low Noise Block“ und wird auf Deutsch meist als rauscharmer Signalumsetzer bezeichnet. Der LNB sitzt im Brennpunkt der Satellitenschüssel, nimmt die gebündelten Satellitensignale auf und setzt sie auf eine niedrigere Zwischenfrequenz um, die über ein Koaxialkabel zum Receiver übertragen werden kann.
Das hängt von der Bauart ab. Ein Single-LNB versorgt in der Regel einen Teilnehmer, ein Twin-LNB zwei und ein Quad-LNB vier. Bei Unicable teilen sich mehrere Teilnehmer ein Kabel, sofern die Receiver diese Technik unterstützen. Für viele Anschlüsse wird häufig ein Quattro-LNB mit Multischalter verwendet.
Ein Quad-LNB hat vier Ausgänge mit integrierter Umschaltung und kann direkt mit bis zu vier Receivern verbunden werden. Ein Quattro-LNB gibt an jedem Ausgang fest eine Empfangsebene aus und ist für den Betrieb mit einem Multischalter gedacht. Direkt an einem Receiver liefert er nur einen Teil der Programme.
Mobilfunknetze nutzen Frequenzen, die in der Nähe der Zwischenfrequenz von Sat-Anlagen liegen können. Vor allem in der Nähe von Mobilfunkmasten kann das unter Umständen zu Störungen führen. Ein LTE-Filter soll solche Einstreuungen reduzieren. Ob ein Modell einen solchen Filter hat, steht meist in der Produktbezeichnung oder im Datenblatt.
Ja, der Receiver oder Fernseher muss Unicable ausdrücklich unterstützen. In der Anleitung findest Du dazu meist Angaben wie EN 50494 für Unicable oder EN 50607 für Unicable II. Jeder angeschlossene Receiver bekommt im Menü eine eigene Nutzerkennung und Frequenz zugewiesen.
In vielen Fällen ja. Wichtig ist, dass der neue LNB in die Halterung am Spiegelarm passt, viele Haushaltsschüsseln nutzen eine 40-mm-Aufnahme. Trenne die Receiver vorher vom Strom, notiere die Kabelzuordnung und kontrolliere nach dem Einbau die Signalwerte im Receiver-Menü. Bei Arbeiten in der Höhe solltest Du auf eine sichere Standfläche achten.
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Letzte Aktualisierung am 24.10.2026 um 03:58 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

