Zum Inhalt springen
Pflegebett Test & Vergleich: Die 5 besten Pflegebetten
Veröffentlicht von: Annalena Betz|In: Gesundheit|25. September 2026
Wir haben diesen Test & Vergleich (09/2026) im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Update am: 28.09.2026

Pflegebett Test & Vergleich: Die 5 besten Pflegebetten

Herzlich willkommen bei ExpertMensch! Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, verändert sich der Alltag oft von einem Tag auf den anderen – und mittendrin steht eine ganz praktische Frage: Welches Pflegebett passt zur Situation? In diesem Ratgeber zeigen wir Dir fünf empfehlenswerte Pflegebetten für unterschiedliche Bedürfnisse, erklären die Unterschiede zwischen Standard-, Niederflur- und Aufstehbetten und beantworten die wichtigsten Fragen rund um Kosten, Kostenübernahme und Zubehör.Wir haben dafür recherchiert, öffentlich zugängliche Herstellerangaben, Produktbeschreibungen und Erfahrungsberichte ausgewertet und die Informationen für Dich übersichtlich zusammengestellt. Eigene Labortests führen wir nicht durch – umso wichtiger war es uns, nur nachvollziehbare, aktuell verfügbare Produkte vorzustellen.Zu den am häufigsten gestellten Fragen geben wir Dir weiter unten im FAQ-Bereich konkrete Antworten. Und keine Sorge: Wir erklären auch, worauf es bei Zubehör wie Matratzenauflagen oder verstellbaren Lattenrosten ankommt.

Kaufberatung: Das Wichtigste zum Pflegebett in Kürze

Pflegebett ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Bettmodelle, die pflegebedürftigen und mobilitätseingeschränkten Menschen mehr Selbstständigkeit im Alltag ermöglichen sollen – von klassischen Bettrahmen bis hin zu abgesenkten Niederflurbetten.
Standard-Pflegebetten tragen in der Regel eine Last von bis zu 190 kg. Für schwerere Personen gibt es Schwerlastbetten, die je nach Modell bis zu 500 kg aushalten.
Je nach Pflegesituation lohnt sich passendes Zubehör: Aufstehhilfen, Seitengitter, Bettverlängerungen und spezielle Beleuchtung machen den Pflegealltag spürbar leichter.

Die 5 besten Pflegebetten im Vergleich: Unsere Empfehlungen für unterschiedliche Pflegesituationen

Die folgenden fünf Pflegebetten decken unterschiedliche Anforderungen ab – vom leichten Einsteigermodell über klassische Standardbetten bis zum abgesenkten Niederflurbett. Den tagesaktuellen Preis siehst Du direkt in der jeweiligen Amazon-Box.

SHOGAZI Pflegebett 100 x 190 cm: Drei Motoren und Buchenholz-Federleisten für die häusliche Pflege

Dieses SHOGAZI-Pflegebett im Format 100 x 190 cm verfügt über gleich drei separate Motoren, mit denen sich Kopf-, Fuß- und Höhenverstellung unabhängig voneinander steuern lassen. Der Lattenrost besteht aus 28 Federleisten aus Buchenholz, was für eine gute Druckverteilung und Langlebigkeit sorgt. Vier Laufrollen erleichtern das Umstellen im Zimmer, und dank kabelgebundener Handsteuerung lässt sich das Bett auch von teilmobilen Personen selbst bedienen. Für Angehörige, die ein modernes, unkompliziertes Elektrobett mit solider Grundausstattung suchen, ist dieses Modell eine gute Wahl.

SHOGAZI Elektrisches Pflegebett: Drei Motoren und Buchenholz-Federleisten im Format 90 x 200 cm

Das SHOGAZI-Pflegebett ist ein moderneres Modell mit gleich drei separaten Motoren, mit denen sich Kopf-, Fuß- und Höhenverstellung unabhängig voneinander steuern lassen. Der Lattenrost besteht aus 28 Federleisten aus Buchenholz, was für eine gute Druckverteilung und Langlebigkeit sorgt. Die Liegefläche im Format 90 x 200 cm eignet sich für die meisten Standardmatratzen, sodass sich vorhandene Matratzen häufig weiterverwenden lassen. Durch die kabelgebundene Handsteuerung lässt sich das Bett auch von bettlägerigen Personen selbst bedienen, was insbesondere bei teilmobilen Pflegebedürftigen ein echtes Plus an Eigenständigkeit bringt. Wer ein zeitgemäßes Elektrobett mit solider Grundausstattung sucht, findet hier ein rundum praktikables Modell.

SHOGAZI Pflegebett 120 x 190 cm: Extra breite Liegefläche mit hoher Arbeitslast

Dieses SHOGAZI-Pflegebett bietet mit 120 x 190 cm eine besonders breite Liegefläche und eignet sich damit gut für Personen, die etwas mehr Platz im Bett benötigen. Wie die übrigen Modelle der Reihe verfügt es über drei Motoren für Kopf-, Fuß- und Höhenverstellung sowie einen Lattenrost aus 28 Buchenholz-Federleisten, sodass sich das Bett sowohl auf die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Person als auch auf die Rückengesundheit der Pflegenden einstellen lässt. Der Rahmen aus Buchenholz wirkt weniger klinisch als reine Metallrahmen und fügt sich dadurch optisch besser in ein normales Schlafzimmer ein. Mit einer sicheren Arbeitslast, die für die meisten Pflegesituationen zuhause ausreichend dimensioniert ist, eignet sich dieses Modell besonders für Angehörige, die ein größeres, stabiles Bett suchen.

Burmeier Dali-Low Entry: Besonders tiefe Liegehöhe für sturzgefährdete Personen

Das Dali-Low Entry von Burmeier ist ein Niederflur-Pflegebett mit vierfach geteilter, elektrisch verstellbarer Liegefläche. Der entscheidende Vorteil dieses Modells liegt in seiner besonders niedrigen Liegehöhe: Es lässt sich deutlich weiter absenken als klassische Pflegebetten und reduziert dadurch die Sturzgefahr bei bettflüchtigen oder unruhigen Patient:innen spürbar. Gerade wenn in der Vorgeschichte bereits Stürze aus dem Bett vorgekommen sind, lohnt sich ein genauer Blick auf dieses Modell aus dem Hause Burmeier, einem der Marktführer im Bereich Pflege- und Krankenbetten.

SHOGAZI Pflegebett 90 x 190 cm: Vergleich.org-Testsieger mit hohem Liegekomfort

Dieses SHOGAZI-Pflegebett im kompakten Format 90 x 190 cm wurde laut Herstellerangabe bei Vergleich.org als Testsieger ausgezeichnet und punktet mit demselben durchdachten Grundkonzept wie die übrigen SHOGAZI-Modelle: drei separate Motoren, ein Lattenrost aus 28 Buchenholz-Federleisten und eine elektrisch verstellbare, vierfach geteilte Liegefläche. Dank kabelgebundener Handsteuerung lässt es sich auch von teilmobilen Personen selbst bedienen, was gerade in der häuslichen Pflege für spürbar mehr Eigenständigkeit sorgt.

Pflegebett-Ratgeber: Was Du vor dem Kauf wissen solltest

Was ist ein Pflegebett und wann ist es sinnvoll?

Bei einem Pflegebett handelt es sich um ein speziell konstruiertes Bett, das Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu mehr Eigenständigkeit verhelfen soll. Gerade wenn eine Person bettlägerig ist und von Angehörigen oder Pflegepersonal versorgt werden muss, kommt man kaum um ein solches Bett herum. Pflegebetten kommen sowohl in der häuslichen Pflege als auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern zum Einsatz und erleichtern die Versorgung – etwa beim Waschen, Anziehen und Umlagern.Die Arbeit an gewöhnlichen Betten ist für Pflegende auf Dauer kaum zumutbar: Normale Betten sind oft nicht einmal 50 Zentimeter hoch, sodass viele Handgriffe in gebückter Haltung erfolgen müssten. Die elektrisch höhenverstellbaren Rahmen von Pflegebetten helfen zusätzlich dabei, dass mobilitätseingeschränkte Personen leichter selbst aufstehen können. Wurde der pflegebedürftige Angehörige in einen Pflegegrad eingestuft, kann das Bett außerdem mit Zubehör wie Aufstehhilfen, Bettverlängerungen oder Seitengittern ausgestattet werden.

Pflegebett oder Krankenbett – wo liegt der Unterschied?

In der Bauweise unterscheiden sich beide kaum: Jedes Krankenbett ist im Kern auch ein Pflegebett und umgekehrt. Der Unterschied im Namen hängt vor allem davon ab, für welchen Zweck das Bett eingesetzt wird und wer die Kosten übernimmt. Kommt die Krankenkasse als technisches Hilfsmittel dafür auf, spricht man meist von einem Krankenbett. Übernimmt hingegen die Pflegekasse die Kosten, wird dasselbe Bett üblicherweise als Pflegebett bezeichnet.

Welche Vorteile bringt ein Pflegebett im Alltag?

Von der Höhenverstellbarkeit profitieren alle Beteiligten. Kann die pflegebedürftige Person noch eigenständig aufstehen, ist aber in ihrer Mobilität eingeschränkt, erleichtert die individuell einstellbare Liegehöhe das Aufstehen erheblich. Bei bettlägerigen Personen profitieren vor allem die pflegenden Angehörigen:
  • Einfacheres Waschen sowie Einnehmen der Mahlzeiten in einer angenehmen Arbeitshöhe
  • Rückenschonenderes Umlagern der bettlägerigen Person
  • Manche Modelle bieten Zusatzfunktionen wie eine sensorbasierte Sturzerkennung oder Feuchtigkeitsmessung
Spreche mit Deiner / Deinem Angehörigen darüber, ob er bzw. sie ein Pflegebett gebrauchen könnte.
Spreche mit Deiner / Deinem Angehörigen darüber, ob er bzw. sie ein Pflegebett gebrauchen könnte.

Bauformen im Überblick: Standard-, Niederflur-, Aufsteh- und Lagerungsbett

Wie bei gewöhnlichen Betten gibt es auch bei Pflegebetten unterschiedliche Bauformen mit jeweils eigenem Zubehör:
  • Die Liegefläche beträgt in der Regel 90 cm x 2 m, es gibt jedoch auch Sondergrößen für besonders große oder breite Personen
  • Je nach Modell lässt sich die Liegefläche in drei bis fünf Segmenten verstellen
  • Standard-Pflegebetten tragen üblicherweise bis zu 190 kg, Schwerlastbetten bis zu 500 kg
  • Bedient werden die meisten Modelle über einen Handschalter mit oder ohne Kabel
  • Viele Modelle verfügen über zusätzliche Seitengitter, die nur durch eine Hilfskraft hochgeklappt oder abgesenkt werden können
  • Auch für Kinder gibt es kleinere Ausführungen, die äußerlich an Kleinkindbetten mit Seitengittern erinnern
  • Manchmal lassen sich normale Betten mit einem Einlegerahmen in ein Pflegebett umfunktionieren, wobei der bestehende Lattenrost ersetzt wird
Die Kranken- und Pflegekassen bezahlen in der Regel nur ein Standardmodell, was oft nicht den individuellen pflegerischen Ansprüchen entspricht. Niederflurbetten haben zudem den Vorteil, dass sie so weit abgesenkt werden können, dass bei bettflüchtigen Personen die Sturzgefahr deutlich reduziert wird.

Sinnvolles Zubehör für Pflegebetten

Je nach Situation der pflegebedürftigen Person kann zusätzliches Zubehör sinnvoll sein:
  • Einstieg- und Aufstehhilfen
  • Spezielle Matratzen und Lattenroste
  • Seitengitter
  • Verschiedene Halterungen, etwa für Infusionsbeutel
  • Spezielle, schwenkbare Beleuchtungen
Nicht erst, wenn eine pflegebedürftige Person bettlägerig wird, können Pflegebetten sinnvoll sein. Für Menschen mit Restmobilität ist vor allem das eigenständige Ein- und Aussteigen wichtig. Viele Betten bieten dafür Seitengitter, die auf mindestens einer Seite selbstständig eingeklappt werden können. Zusätzlich sind viele Modelle elektrisch höhenverstellbar, während die pflegebedürftige Person im Bett liegt. Eine zusätzliche Aufstehhilfe in Form eines Bettgalgens ermöglicht weiterhin selbstständiges Aufsetzen – der Patient kann sich einfach daran hochziehen.Kommt ein niedriger Einstieg der Situation entgegen, ist ein Niederflur- beziehungsweise Niedrig-Einstiegsbett hilfreich. Das gilt besonders dann, wenn die pflegebedürftige Person bettflüchtig ist und in einem hohen Bett einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt wäre.

Die richtige Matratze zum Pflegebett

Auch bei Pflegebetten ist eine gut abgestimmte Matratze entscheidend – möglicherweise sogar wichtiger als bei gewöhnlichen Betten, da Pflegebedürftige hier häufig den Großteil des Tages verbringen. Passende Pflegematratzen zeichnen sich meist durch eine erhöhte Luftdurchlässigkeit und besondere Nachgiebigkeit aus, damit sich der Liegedruck gleichmäßig verteilt. Einen Überblick über geeignete Auflagen findest Du in unserem Beitrag zu Matratzenauflagen.Auch spezielle Lattenroste sind wichtig, da sie sich an unterschiedliche Liege- und Sitzpositionen anpassen lassen sollten. Ideal ist ein Lattenrost mit eingebautem Motor, um auch bei Personen, die das Bett nicht verlassen können, die Liege- und Sitzposition regelmäßig zu verändern und so Druckstellen vorzubeugen.Seitengitter zählen zu den wichtigsten Zusatzfunktionen, weil sie Patient:innen davor bewahren, aus dem Bett zu fallen. Moderne Modelle enthalten Gitter, die auf verschiedene Weise verstellbar sind. Stehen die Seitengitter auf der richtigen Stufe, können sie zusätzlich als Aufstehhilfe genutzt werden.

Halterungen, Beleuchtung und weiteres Zubehör

Viele Pflegebetten lassen sich mit unterschiedlichen Haltern nachrüsten, etwa für Infusionsbeutel. In der häuslichen Pflege kommen dabei meist Modelle zum Einsatz, die mit Feststellzwingen am Bett befestigt werden – im Gegensatz zu fahrbaren Infusionshaltern aus dem Krankenhaus wird so die Stolpergefahr reduziert. Auch Urinflaschenhalter, die per Universalklemme an beliebiger Stelle des Bettrahmens befestigt werden, sowie Drainagesackhalter mit zwei Schlaufen sind gängiges Zubehör. Ergänzend kann bei Hautproblemen durch längeres Liegen der Blick in unseren Beitrag zu Wundschutzcremes hilfreich sein.Als weiteres Zubehör werden schwenkbare Beleuchtungsmittel für Pflegebetten angeboten, die sich mit einem Handschalter leicht ein- und ausschalten lassen. Dadurch kann die pflegebedürftige Person auch vom Bett aus lesen, schreiben oder anderen sitzenden Tätigkeiten nachgehen.
Ein Pflegebett wirkt sehr unterstützend für schwächere Menschen.
Ein Pflegebett wirkt sehr unterstützend für schwächere Menschen.

Bekannte Hersteller von Pflegebetten im Überblick

Pflege- und Krankenbetten gibt es von unterschiedlichen Herstellern, die sich teils deutlich bei Preis und Ausstattung unterscheiden. Zu den bekannteren Herstellern zählen unter anderem:
  • Burmeier / Burgmeier
  • Shogazi
  • Bock
  • Invacare
  • Schlichter Möbel / Elbur

Burmeier

Burmeier gehört zur Stiegelmeyer-Gruppe, die nicht nur für Pflegebetten, sondern auch für viele weitere Hilfsmittel rund um Krankheit und Pflege bekannt ist. Der Hersteller zählt zu den Marktführern im Bereich Pflege- und Krankenbetten und bietet vielseitige Modelle inklusive Zubehör für unterschiedliche Lebenslagen an – von Einsteigermodellen bis zu Sonderausführungen wie dem Dali-Low Entry mit besonders niedriger Liegehöhe.

Shogazi

Shogazi hat sich auf elektrisch verstellbare Pflegebetten mit mehreren separaten Motoren und Lattenrosten aus Buchenholz-Federleisten spezialisiert. Die Modelle sind in verschiedenen Liegeflächengrößen erhältlich und richten sich vor allem an Angehörige, die ein modernes, funktionales Elektrobett für die häusliche Pflege suchen.

Bock

Das Unternehmen Bock aus Verl wurde bereits 1919 gegründet, hält mehrere Patente im Bereich Pflegebetten und stellt neben Produkten für die häusliche Pflege auch ganzheitliche Systeme für Pflege- und Krankenhäuser her.

Invacare

Der amerikanische Hersteller Invacare ist vor allem für Elektromobile bekannt, führt aber ebenfalls qualitativ hochwertige Pflegebetten im Sortiment.

Schlichter Möbel / Elbur

Unter der Marke Schlichter Möbel vertreibt der Hersteller Elbur unter anderem die Frontenheber-Baureihe PB 3xx. Der Schwerpunkt liegt hier auf technisch ausgereiften Hebersystemen und besonders niedrigen Einstiegshöhen.Zwischen Einsteigermodellen und Sonderausführungen mit Zusatzfunktionen liegt preislich eine deutliche Spanne. Wer nur eine zeitlich begrenzte Lösung benötigt, kann außerdem prüfen, ob sich ein Pflegebett mieten lässt – immer mehr Sanitätshäuser bieten diese Option an. Am besten lässt Du Dich dazu von der zuständigen Pflegekasse oder im Sanitätshaus Deiner Wahl beraten.

Wie wird ein Pflegebett in der Regel geliefert?

In der Regel bekommst Du Pflegebetten entweder über das ortsansässige Sanitätshaus oder über einen Onlineanbieter. Bei der Onlinebestellung hast Du häufig die Wahl zwischen einer Lieferung „frei Bordsteinkante“ und einer Lieferung inklusive Aufbauservice. Bei der ersten Variante wird das Produkt bis zur Haustür geliefert, Transport ins Zimmer und Aufbau übernimmst Du selbst. In der Regel bestehen die Betten aus mehreren vormontierten Einzelteilen samt Gebrauchsanweisung, für die meisten Ausführungen wird dabei nicht einmal Werkzeug benötigt.Ist Dir das zu aufwendig, kannst Du einen zusätzlichen Aufbauservice beauftragen. Dadurch verzögert sich die Lieferung häufig um ein bis zwei Wochen, dafür wird das Bett gegen Aufpreis im gewünschten Zimmer fachgerecht montiert und Du erhältst eine Einweisung in die Funktionen.

Kaufkriterien im Vergleich: So findest Du das passende Pflegebett

Letztlich kommt es vor allem auf die individuelle Pflegesituation an. Ein Angehöriger, der nicht mehr allein aufstehen kann, benötigt ein anderes Modell als jemand, der nur wenig Unterstützung braucht. Die folgenden Kriterien helfen bei der Einordnung:
  • Ausstattung (Verstellbarkeit, Seitengitter, Aufstehhilfe)
  • Zustand und Mobilität des Angehörigen
  • Verfügbares Zubehör
  • Preis und Kostenübernahme
Ein Pflegebett ist ähnlich wie ein Krankenhausbett. Auch Preislich spielen Pflegebetten weit oben mit.
Ein Pflegebett ist vom Aufbau ähnlich wie ein Krankenhausbett. Auch preislich spielen Pflegebetten weit oben mit.

Ausstattung und Anpassbarkeit durch Zubehör

Standardmäßige Pflegebetten lassen sich durch verschiedenes Zubehör gut auf die jeweilige Pflegesituation anpassen. Einstieg- und Aufstehhilfen erleichtern es, aus dem Bett zu kommen. Spezielle, nachgiebige Matratzen und Lattenroste beugen Druckstellen vor, wenn eine bettlägerige Person kaum noch aufsteht. Verstellbare Lattenroste, die sich in einzelnen Abschnitten in der Höhe verändern lassen, bieten zusätzlichen Komfort. Seitengitter, verschiedene Halter sowie spezielle Beleuchtungen runden das sinnvolle Zubehörangebot ab.

Niederflur-, Aufsteh- und Lagerungsbetten für besondere Bedürfnisse

Neben Standardmodellen gibt es spezialisierte Bauformen für besondere Pflegesituationen:
  • Niederflurbetten lassen sich inklusive Matratze auf bis zu rund 20 Zentimeter absenken und eignen sich für sturz- oder bettfluchtgefährdete Personen. Der Transfer von einem Roll- oder Toilettenstuhl aus wird dadurch ebenfalls erleichtert.
  • Aufstehbetten bringen die pflegebedürftige Person über eine elektrisch drehbare Liegefläche zunächst in eine Sitz- und anschließend in eine Aufstehposition, ähnlich einem Sessel.
  • Lagerungsbetten sind für Personen gedacht, die ihr Bett nicht mehr verlassen können. Sie ermöglichen eine weitgehend vollmotorische Umlagerung und beugen so Druckstellen vor, ohne Rücken und Gelenke der Pflegenden zu belasten.
  • Schwerlastbetten sind speziell für adipöse Menschen konstruiert. Die stärksten Modelle halten dabei bis zu 500 Kilogramm aus.

Preis-Leistungs-Einordnung

Wie bei anderen Betten auch beträgt die Liegefläche eines Pflegebetts in der Regel 90 cm x 2 m, für besonders große oder breite Personen gibt es entsprechende Verlängerungen. Die meisten Standardmodelle halten eine Last von bis zu 190 kg aus, Schwerlastbetten deutlich mehr. Die Höhe des gesamten Betts oder einzelner Segmente lässt sich üblicherweise über einen Handschalter regulieren. Den aktuellen, tagesaktuellen Preis der oben vorgestellten Modelle siehst Du jeweils direkt in der zugehörigen Amazon-Box.

Kostenübernahme, Pflegegrad und rechtliche Grundlagen

Wer übernimmt die Kosten für ein Pflegebett?

Wie bereits erwähnt, unterscheiden sich Kranken- und Pflegebetten in ihrer Bauweise kaum. Der Unterschied liegt vor allem darin, wer für die Kosten aufkommt. Krankenbetten werden als technisches Hilfsmittel von der Krankenkasse bezahlt – das ist jedoch nur unter bestimmten Umständen möglich und hat nichts mit einem vorhandenen Pflegegrad zu tun.Lehnt die Krankenkasse die Übernahme ab, kann die Pflegekasse kontaktiert werden. Damit diese einspringt, muss die pflegebedürftige Person zuvor in einen Pflegegrad eingestuft worden sein. Je nach Höhe des Pflegegrads (1 bis 5) kann die Zusage zur Kostenübernahme unterschiedlich ausfallen.
Wer ein Pflegebett über die Kasse beantragen möchte, sollte dies zunächst mit dem behandelnden Arzt besprechen. Dieser stellt bei Bedarf eine Verordnung aus, auf der vermerkt sein muss, dass ein „behindertengerechtes Bett“ benötigt wird. Die konkrete Antragstellung läuft anschließend über die zuständige Kranken- beziehungsweise Pflegekasse.

Kann ich ein Pflegebett auch selbst kaufen?

Übernehmen weder Kranken- noch Pflegekasse die Kosten, lässt sich ein Pflegebett auch selbst kaufen. Es gibt dafür einige nachvollziehbare Gründe:
  • Kranken- und Pflegekassen bezahlen in der Regel nur Standardmodelle, die nicht immer den individuellen pflegerischen Ansprüchen entsprechen. Sonderausstattungen wie Niederflurbetten werden nur selten vollständig bezuschusst.
  • Kassenmodelle legen selten Wert auf Optik. Wer die finanziellen Mittel hat, kann sich stattdessen für ein Modell entscheiden, das optisch besser in die häusliche Umgebung passt.
  • Es besteht kein automatischer Anspruch auf ein neues Bett – bei Bedarf kann auch ein generalüberholtes Kassenbett zum Einsatz kommen. Wer das vermeiden möchte, entscheidet sich mitunter lieber für eine Eigenanschaffung.

Häufig gestellte Fragen zum Pflegebett

Was ist der Unterschied zwischen einem Pflegebett und einem normalen Bett?

Ein Pflegebett verfügt über eine elektrisch oder mechanisch höhenverstellbare, meist mehrfach geteilte Liegefläche sowie oft über Seitengitter und Zubehör wie Aufstehhilfen. Normale Betten bieten diese Verstellmöglichkeiten nicht und sind für die Pflege bettlägeriger Personen deutlich weniger geeignet.

Übernimmt die Pflegekasse die Kosten für ein Pflegebett?

Ist die pflegebedürftige Person in einen Pflegegrad eingestuft, kann die Pflegekasse die Kosten für ein Standard-Pflegebett ganz oder teilweise übernehmen. Für Sonderausstattungen wie Niederflur- oder Schwerlastbetten reicht die Kostenübernahme häufig nicht aus, sodass ein Eigenanteil oder eine Eigenanschaffung nötig werden kann.

Wie viel Last kann ein Pflegebett tragen?

Die meisten Standard-Pflegebetten sind für eine Arbeitslast von bis zu rund 190 Kilogramm ausgelegt. Für schwerere Personen gibt es spezielle Schwerlastbetten, die je nach Modell bis zu 500 Kilogramm tragen können.

Was ist ein Niederflurbett und für wen eignet es sich?

Ein Niederflurbett lässt sich inklusive Matratze deutlich weiter absenken als ein Standard-Pflegebett, teilweise bis auf etwa 20 Zentimeter Höhe. Es eignet sich besonders für Personen, die zur Bettflucht neigen oder ein erhöhtes Sturzrisiko haben.

Kann ich ein Pflegebett auch mieten statt kaufen?

Ja, viele Sanitätshäuser bieten Pflegebetten auch zur Miete an. Das kann sich besonders dann lohnen, wenn nur eine zeitlich begrenzte Pflegesituation zu Hause überbrückt werden muss.

Welches Zubehör ist für ein Pflegebett sinnvoll?

Je nach Pflegesituation können Seitengitter, eine Aufstehhilfe (Bettgalgen), spezielle druckentlastende Matratzen, Halterungen für Infusionsbeutel sowie eine schwenkbare Beleuchtung sinnvolles Zubehör sein.

Ergänzend zum Pflegebett selbst lohnt sich häufig auch ein Blick auf weiteres Pflegehilfsmittel-Zubehör, etwa eine Bettpfanne für bettlägerige Personen oder geeignete Wundschutzcremes zur Vorbeugung von Druckstellen.Bildnachweis:
  • https://pixabay.com/de/photos/hospiz-pflege-%C3%A4ltere-menschen-4135835/
  • https://www.pexels.com/de-de/foto/action-aktion-alt-alte-person-339620/
  • https://pixabay.com/de/photos/frau-alt-bett-liegen-441413/
  • https://pixabay.com/de/photos/pflege-krankenhaus-zimmer-bett-neu-928653/
4.5/5 - (2 votes)





Letzte Aktualisierung am 29.09.2026 um 00:08 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API