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Nähmaschinen im Vergleich: Bauart, Stichprogramme und Komfortfunktionen
Veröffentlicht von: Redaktion ExpertMensch|In: Elektronik, Freizeit | Indoor & Outdoor|4. Oktober 2026
Wir haben diesen Test & Vergleich (10/2026) im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Update am: 04.10.2026

Nähmaschinen im Vergleich: Bauart, Stichprogramme und Komfortfunktionen

Eine Nähmaschine ist für viele Haushalte ein Werkzeug, das jahrelang im Einsatz bleibt: zum Kürzen von Hosen, zum Flicken von Lieblingsstücken, für Vorhänge, Kissenbezüge oder eigene Kleidungsstücke. Die Auswahl ist groß und reicht von einfachen Modellen mit wenigen Stichen bis zu Computer-Nähmaschinen mit Hunderten Programmen, Display und Speicherfunktion. Damit Du die Angaben in Produktbeschreibungen besser einordnen kannst, erklären wir in diesem Ratgeber die wichtigsten Bauarten, Ausstattungsmerkmale und Kaufkriterien.

Wir stellen Dir drei Nähmaschinen vor. Die Einordnung beruht auf den Herstellerangaben und Produktbezeichnungen. Einen eigenen Praxis- oder Labortest haben wir nicht durchgeführt, und die Reihenfolge der Produkte ist kein Ranking. Wenn Du Dich bereits für eine bestimmte Bauart interessierst, findest Du weitere Informationen in unseren Beiträgen zu Computer-Nähmaschinen und zu Overlock-Nähmaschinen. Hier geht es um die Nähmaschine als Haushaltsgerät insgesamt.

Wofür Du eine Nähmaschine im Haushalt nutzen kannst

Bevor Du Dich mit Stichanzahl, Display oder Zubehör beschäftigst, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf Deine Vorhaben. Die Anforderungen an eine Maschine unterscheiden sich deutlich, je nachdem, ob Du nur gelegentlich einen Saum nähst oder regelmäßig eigene Projekte umsetzen möchtest.

Reparieren, Ändern und Kürzen

Der häufigste Einsatz im Haushalt sind kleine Arbeiten: eine aufgegangene Naht schließen, eine Hose kürzen, einen Riss stabilisieren oder einen Knopf annähen. Für solche Aufgaben brauchst Du in der Regel vor allem einen sauberen Geradstich, einen Zickzackstich zum Versäubern von Kanten und gegebenenfalls einen Blindstich für unauffällige Säume. Viele Maschinen bieten diese Grundstiche, auch wenn sie sonst eher einfach ausgestattet sind.

Eigene Kleidung und Wohntextilien

Wer eigene Kleidungsstücke, Taschen oder Wohntextilien nähen möchte, profitiert häufig von zusätzlichen Funktionen. Dazu gehören dehnbare Stiche für Jersey und andere elastische Stoffe, eine Knopflochautomatik, eine verstellbare Stichlänge und Stichbreite sowie eine regelbare Nähgeschwindigkeit. Auch die Frage, wie gut sich dickere Stofflagen verarbeiten lassen, spielt hier eine größere Rolle. Welche Materialstärken eine Maschine bewältigt, solltest Du in den Herstellerangaben nachlesen, denn das lässt sich aus der Stichanzahl allein nicht ableiten.

Dekorative Arbeiten und Patchwork

Für Quilts, Patchwork und dekorative Nähte sind Zierstiche, eine gute Sicht auf den Nähbereich und eine gleichmäßige Stoffführung hilfreich. Manche Modelle bieten außerdem Buchstaben und Zahlen, mit denen Du Namen oder kurze Schriftzüge aufnähen kannst. Für reine Stickarbeiten gibt es spezielle Stickmaschinen oder Kombigeräte mit Stickeinheit. Diese Geräte bilden eine eigene Kategorie und sind nicht Thema dieses Beitrags.

Die wichtigsten Bauarten von Nähmaschinen

Haushaltsnähmaschinen lassen sich grob nach der Art ihrer Steuerung einteilen. Die Grenzen sind nicht immer scharf, und Hersteller verwenden die Begriffe teilweise unterschiedlich. Als Orientierung hilft die folgende Einteilung trotzdem.

Mechanische und elektromechanische Nähmaschinen

Bei elektromechanischen Nähmaschinen treibt ein Elektromotor die Mechanik an, die Einstellungen nimmst Du aber über Drehräder und Hebel vor. Du wählst den Stich über ein Wahlrad und stellst Stichlänge und Stichbreite je nach Modell manuell ein. Diese Bauart gilt als vergleichsweise übersichtlich. Für Reparaturen und einfache Projekte ist sie häufig ausreichend. Der Funktionsumfang ist in der Regel kleiner als bei elektronischen Modellen, und Komfortfunktionen wie ein automatischer Fadenabschneider sind seltener.

Elektronische Nähmaschinen

Elektronische Modelle nutzen zusätzlich eine Steuerelektronik. Sie können zum Beispiel die Motorkraft auch bei niedriger Geschwindigkeit regeln oder die Nadelposition elektronisch steuern. Die Stichauswahl erfolgt teils noch über Wahlräder, teils bereits über Tasten. Elektronische Maschinen stehen damit zwischen den einfachen elektromechanischen Geräten und den Computer-Nähmaschinen.

Computer-Nähmaschinen

Computer-Nähmaschinen speichern ihre Stichprogramme digital. Die Auswahl erfolgt über Tasten, ein Display oder einen Touchscreen. Typisch sind eine größere Zahl an Nutz- und Zierstichen, automatische Knopflöcher in mehreren Varianten und Komfortfunktionen wie Fadenabschneider, Nadelstopp oben oder unten und Speicherplätze für eigene Einstellungen. Wie umfangreich die Ausstattung tatsächlich ist, unterscheidet sich von Modell zu Modell. Eine ausführliche Einordnung findest Du in unserem Beitrag zu Computer-Nähmaschinen.

Abgrenzung zur Overlock-Maschine

Eine Overlock-Maschine ist keine klassische Nähmaschine im engeren Sinn. Sie arbeitet mit mehreren Fäden, schneidet die Stoffkante während des Nähens ab und versäubert sie gleichzeitig. Das ist vor allem bei Jersey und anderen elastischen Stoffen praktisch. Für Säume, Reißverschlüsse, Knopflöcher oder Ziernähte brauchst Du aber in der Regel weiterhin eine normale Nähmaschine. Overlock-Maschine und Nähmaschine ergänzen sich deshalb eher, als dass die eine die andere ersetzt. Mehr dazu erfährst Du in unserem Ratgeber zu Overlock-Nähmaschinen.

Nähmaschinen im Vergleich: Bauart, Stichprogramme und Komfortfunktionen
Eine Nähmaschine verbindet Stofflagen mit einer maschinell erzeugten Naht.

Drei Nähmaschinen im Überblick

Die folgenden drei Modelle unterscheiden sich in Hersteller, Programmzahl und Umfang der Angaben in ihren Produktbezeichnungen. Zwei davon werden in der Bezeichnung als Computer-Nähmaschine geführt, bei der dritten nennt die Bezeichnung lediglich Hersteller, Modell und Farbe. Wir beschreiben jedes Modell nur mit den Eigenschaften, die aus der jeweiligen Produktbezeichnung hervorgehen. Alle weiteren Details wie Gewicht, Durchlasshöhe, Lieferumfang oder Garantiebedingungen solltest Du vor dem Kauf auf der Produktseite prüfen.

Brother FS40s Computernähmaschine

Die Brother FS40s wird laut Produktbezeichnung als Computernähmaschine angeboten. Der Hersteller nennt in der Bezeichnung 40 Nähprogramme und ein LCD-Display. Außerdem richtet sich das Modell laut Produktbezeichnung an Nähanfänger und Fortgeschrittene.

Mit 40 Programmen steht Dir laut Bezeichnung eine Auswahl an Stichen zur Verfügung, die über die reinen Grundstiche hinausgeht. Welche Nutz-, Stretch- und Zierstiche im Einzelnen enthalten sind und wie viele Knopflochvarianten das Modell bietet, geht aus der Produktbezeichnung nicht hervor. Was das LCD-Display im Einzelnen anzeigt, etwa das gewählte Programm, die Stichlänge oder die Stichbreite, steht in der Bedienungsanleitung.

Angaben zu Freiarm, Nähfußdruck, Einfädelhilfe oder Zubehör enthält die Produktbezeichnung nicht. Wenn Dir einzelne dieser Punkte wichtig sind, schau vor dem Kauf in die ausführliche Produktbeschreibung des Herstellers.

VERITAS Marion Computer-Nähmaschine

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Die VERITAS Marion ist laut Produktbezeichnung eine Computer-Nähmaschine mit 310 Programmen inklusive Speicherfunktion. Die Bezeichnung nennt außerdem die Möglichkeit, Stiche zu spiegeln, eine automatische Fadenspannung („Auto-Fadenspannung“) und eine Einfädelhilfe. Hinzu kommen laut Produktbezeichnung ein Fadenabschneider, ein LCD-Display und ein LED-Nählicht. Als Farbe ist Weiß angegeben.

Die Speicherfunktion ist laut Produktbezeichnung Teil der Programmauswahl. Was genau sich speichern lässt, etwa eigene Stichkombinationen oder angepasste Einstellungen, beschreibt die Bezeichnung nicht näher. Eine Spiegelfunktion kann bei Zierstichen nützlich sein, weil sich damit spiegelbildliche Muster nähen lassen. Wie diese Funktionen im Einzelnen bedient werden, erklärt die Bedienungsanleitung.

Fadenabschneider und Einfädelhilfe sind Komfortfunktionen, die im Alltag Zeit sparen können. Ein Nählicht dient in der Regel dazu, den Bereich um die Nadel auszuleuchten. Angaben zu Freiarm, Durchlasshöhe oder mitgeliefertem Zubehör enthält die Produktbezeichnung nicht, diese Details findest Du gegebenenfalls in der Produktbeschreibung.

Singer M3305 Nähmaschine

Singer M3305 Nähmaschine, white,green
  • Singer M3305 Nähmaschine, white,green

Die Singer M3305 wird laut Produktbezeichnung als Nähmaschine in der Farbkombination Weiß und Grün angeboten. Weitere technische Angaben wie Anzahl der Stiche, Art der Steuerung, Knopflochfunktion oder Zubehör enthält die Produktbezeichnung nicht.

Da die Bezeichnung so knapp ist, solltest Du die Ausstattung vor dem Kauf besonders sorgfältig in der Produktbeschreibung prüfen. Achte dabei vor allem auf die Punkte, die für Deine Vorhaben wichtig sind: Welche Grundstiche sind vorhanden, wie wird ein Knopfloch genäht, lässt sich die Stichlänge einstellen, und welches Zubehör liegt bei? Die Kaufkriterien weiter unten helfen Dir, die Herstellerangaben einzuordnen.

Ob die Singer M3305 für Deine Projekte passt, hängt also stark davon ab, welche Funktionen Du tatsächlich brauchst. Für einen Vergleich mit den beiden anderen Modellen fehlen in der Produktbezeichnung die entsprechenden Angaben, deshalb stellen wir hier keine Gegenüberstellung von Programmen oder Funktionen an.

Kaufkriterien: Worauf Du bei einer Nähmaschine achten solltest

Ob eine Nähmaschine zu Dir passt, entscheidet sich weniger an einer einzelnen Zahl als an der Kombination mehrerer Merkmale. Die folgenden Punkte helfen Dir, Produktbeschreibungen strukturiert zu lesen und Modelle miteinander zu vergleichen.

Stichprogramme: Qualität vor Quantität

Die Zahl der Stichprogramme ist eine der auffälligsten Angaben in Produktbeschreibungen. Für viele Haushaltsarbeiten reichen jedoch wenige Grundstiche: Geradstich, Zickzackstich, Blindstich und ein dehnbarer Stich für elastische Stoffe. Eine große Programmauswahl kann sinnvoll sein, wenn Du gern dekorativ arbeitest oder unterschiedliche Stoffarten verarbeitest. Sie sagt aber nichts darüber aus, wie gleichmäßig die Maschine näht oder wie gut sie mit dicken Stofflagen zurechtkommt. Prüfe daher, ob die Stiche enthalten sind, die Du tatsächlich nutzen wirst.

Knopflochfunktion

Knopflöcher lassen sich je nach Modell auf unterschiedliche Weise nähen. Bei einfachen Maschinen geschieht das häufig in mehreren Schritten, bei denen Du die Richtung manuell wechselst. Andere Modelle nähen ein Knopfloch in einem Arbeitsgang, oft mit Hilfe eines speziellen Knopflochfußes, der die Größe am Knopf abnimmt. Wenn Du häufig Kleidung mit Knöpfen nähst, lohnt sich ein Blick darauf, wie die Knopflochfunktion umgesetzt ist und wie viele Varianten zur Verfügung stehen.

Geschwindigkeit und Fußanlasser

Die Nähgeschwindigkeit steuerst Du bei den meisten Haushaltsmaschinen über den Fußanlasser. Manche Modelle bieten zusätzlich einen Geschwindigkeitsregler, mit dem Du die Höchstgeschwindigkeit begrenzen kannst. Das kann gerade am Anfang hilfreich sein, wenn Du Dich an die Maschine gewöhnst oder an schwierigen Stellen langsam und genau arbeiten möchtest. Ob eine solche Begrenzung vorhanden ist, steht in den Herstellerangaben.

Freiarm für runde Teile

Ein Freiarm entsteht, wenn sich ein Teil der Anschiebefläche abnehmen lässt. Der Arbeitsbereich wird dadurch schmaler, sodass Du Ärmel, Hosenbeine oder Bündchen rundherum nähen kannst. Viele Haushaltsnähmaschinen sind so gebaut, es ist aber nicht bei jedem Modell der Fall. Wenn Du häufig Kleidung änderst, solltest Du diesen Punkt in der Produktbeschreibung prüfen.

Greifersystem und Spule

Unter der Stichplatte sitzt der Greifer, der den Unterfaden mit dem Oberfaden verschlingt. Bei Haushaltsmaschinen findest Du vor allem zwei Varianten: den Umlaufgreifer mit horizontal eingelegter Spule, die Du meist von oben durch eine Klarsichtabdeckung siehst, und das Frontlader-System mit vertikal eingesetzter Spulenkapsel. Beide Systeme sind verbreitet. Ein horizontaler Greifer wird oft als einfach zu bestücken beschrieben, weil Du die Spule nur einlegst. Beim Frontlader lässt sich die Unterfadenspannung je nach Modell über eine kleine Schraube an der Spulenkapsel anpassen. Welche Variante Dir besser liegt, ist auch eine Frage der Gewohnheit.

Nähmaschine
Stichart, Stichlänge und Fadenspannung sollten zum verwendeten Stoff passen.

Nähfußdruck und Stofftransport

Der Nähfuß drückt den Stoff auf den Transporteur, der ihn Stich für Stich weiterschiebt. Bei manchen Maschinen kannst Du den Druck des Nähfußes einstellen. Das kann bei sehr dünnen oder sehr dicken Stoffen helfen, weil der Stoff dann gleichmäßiger transportiert wird. Fehlt eine solche Einstellung, arbeiten Maschinen mit einem festen Druck, der für viele Alltagsstoffe ausreichend ist. Für schwierige Materialien gibt es außerdem spezielle Nähfüße, etwa einen Obertransportfuß, der von oben mitschiebt.

Einfädelhilfe, Fadenabschneider und Nadelstopp

Komfortfunktionen machen das Nähen nicht grundsätzlich besser, können aber den Alltag erleichtern. Eine Einfädelhilfe unterstützt Dich beim Einführen des Oberfadens in das Nadelöhr, was gerade bei schlechter Sicht angenehm sein kann. Ein Fadenabschneider kürzt Ober- und Unterfaden am Ende einer Naht, je nach Modell automatisch oder per Knopfdruck. Ein Nadelstopp lässt die Nadel nach dem Anhalten oben oder unten stehen. Unten ist praktisch, wenn Du an Ecken den Stoff drehen möchtest.

Zubehör und Nähfüße

Zum Lieferumfang gehören je nach Modell verschiedene Nähfüße, Spulen, Nadeln, ein kleiner Schraubendreher, ein Pinsel zum Reinigen und eine Schutzhaube oder ein Koffer. Typische Nähfüße sind der Universalfuß, ein Reißverschlussfuß, ein Knopflochfuß und ein Blindstichfuß. Prüfe vor dem Kauf, welche Füße enthalten sind und ob sich weitere Füße für Dein Modell nachkaufen lassen. Der Lieferumfang unterscheidet sich teilweise auch zwischen Händlern und Ausführungen.

Platz, Gewicht und Aufstellort

Eine Nähmaschine braucht eine stabile, ebene Unterlage, damit sie beim Nähen nicht wandert oder vibriert. Plane außerdem Platz links und hinter der Maschine ein, damit größere Stoffstücke aufliegen können. Wenn Du die Maschine nicht dauerhaft aufbauen kannst, spielt das Gewicht eine Rolle, weil Du sie dann regelmäßig aus dem Schrank holen wirst. Gewichtsangaben findest Du in den technischen Daten.

Praktische Hinweise für den Einstieg ins Nähen

Auch eine gut ausgestattete Nähmaschine liefert nur dann saubere Ergebnisse, wenn Nadel, Garn und Einstellungen zum Material passen. Die folgenden Hinweise sind allgemeine Grundlagen. Was für Dein Modell gilt, steht in der Bedienungsanleitung.

Die richtige Nadel wählen

Nähmaschinennadeln gibt es in verschiedenen Stärken und Spitzenformen. Feine Nadeln eignen sich für dünne Stoffe, stärkere für Jeans oder Polsterstoffe. Für Jersey und andere Maschenware werden häufig Nadeln mit abgerundeter Spitze verwendet, damit die Maschen nicht beschädigt werden. Eine stumpfe oder verbogene Nadel kann zu Fehlstichen und Fadenrissen führen. Deshalb ist es sinnvoll, die Nadel regelmäßig zu tauschen.

Garn und Fadenspannung

Ober- und Unterfaden sollten in der Regel aus demselben Garn bestehen. Wenn die Naht auf einer Seite Schlaufen bildet oder sich der Stoff kräuselt, stimmt häufig die Fadenspannung nicht. Viele Probleme lassen sich lösen, indem Du die Maschine noch einmal neu einfädelst, und zwar bei angehobenem Nähfuß, damit der Faden richtig zwischen den Spannungsscheiben liegt. Erst danach lohnt es sich, die Spannung schrittweise zu verändern.

Probenähen auf einem Reststück

Bevor Du an Deinem eigentlichen Projekt arbeitest, nähe ein paar Zentimeter auf einem Reststück desselben Stoffes. So siehst Du, ob Stichlänge, Stichbreite und Spannung passen, ohne das Werkstück zu riskieren. Das gilt besonders bei neuen Stoffen oder wenn Du einen Stich zum ersten Mal verwendest.

Ergänzendes Werkzeug

Neben der Maschine brauchst Du einige Hilfsmittel: eine scharfe Stoffschere, Stecknadeln oder Stoffklammern, ein Maßband, Schneiderkreide und einen Nahttrenner. Für saubere Kanten an Stoffen, die leicht ausfransen, kann eine Zackenschere hilfreich sein. Für kleine Reparaturen unterwegs gibt es außerdem Nähsets mit Nadeln und Garn. Und auch das Bügeleisen gehört zum Nähen dazu: Wer Nähte zwischendurch ausbügelt, erhält in der Regel ein ordentlicheres Ergebnis.

Pflege und Wartung der Nähmaschine

Regelmäßige Pflege kann dazu beitragen, dass Deine Nähmaschine lange zuverlässig arbeitet. Welche Schritte für Dein Modell vorgesehen sind, legt der Hersteller fest. Halte Dich deshalb immer an die Bedienungsanleitung.

Reinigung von Spulenbereich und Transporteur

Beim Nähen entstehen Fusseln und Fadenreste, die sich vor allem im Bereich von Spule, Greifer und Transporteur sammeln. Trenne die Maschine vor der Reinigung vom Stromnetz. Entferne dann Nadel und Nähfuß sowie, soweit vorgesehen, die Stichplatte. Mit einem kleinen Pinsel lassen sich Fusseln vorsichtig herausbürsten. Wie oft eine Reinigung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie viel Du nähst und welche Stoffe Du verarbeitest. Stark fusselnde Materialien wie Fleece oder Frottee erfordern meist häufigeres Säubern.

Ölen nur nach Herstellerangabe

Ob und wo eine Nähmaschine geölt werden muss, ist von Modell zu Modell verschieden. Manche Maschinen sind so konstruiert, dass Du sie selbst nicht ölen sollst, bei anderen gibt der Hersteller bestimmte Stellen und Intervalle vor. Verwende in diesem Fall ausschließlich Nähmaschinenöl und nur die angegebene Menge. Ungeeignete Öle oder zu viel Öl können die Mechanik verkleben oder den Stoff verschmutzen. Nähe nach dem Ölen am besten zunächst auf einem Reststück, um überschüssiges Öl aufzunehmen.

Nadelwechsel und Wartung

Die Nadel ist ein Verschleißteil. Es ist sinnvoll, sie spätestens dann auszutauschen, wenn Fehlstiche auftreten, der Faden reißt oder die Maschine beim Einstechen ungewöhnliche Geräusche macht. Treten trotz neuer Nadel, korrekter Einfädelung und passender Spannung weiterhin Probleme auf, kann eine Wartung durch einen Fachbetrieb sinnvoll sein. Öffne das Gehäuse nicht selbst, wenn die Anleitung das nicht vorsieht.

Nähmaschine
Regelmäßige Reinigung und ein rechtzeitiger Nadelwechsel gehören zur Pflege einer Nähmaschine.

Fazit: Erst die Vorhaben klären, dann die Ausstattung vergleichen

Bei der Wahl einer Nähmaschine lohnt es sich, zuerst zu überlegen, was Du nähen möchtest. Für Reparaturen und einfache Projekte genügen oft wenige Grundstiche. Für eigene Kleidung, elastische Stoffe oder dekorative Arbeiten können zusätzliche Stiche, eine Knopflochautomatik und Komfortfunktionen wie Fadenabschneider oder Einfädelhilfe hilfreich sein. Die reine Zahl der Programme ist dabei nur ein Kriterium unter mehreren.

Die drei vorgestellten Modelle unterscheiden sich deutlich darin, wie viele Angaben ihre Produktbezeichnungen enthalten. Die Brother FS40s nennt 40 Nähprogramme und ein LCD-Display. Die VERITAS Marion führt 310 Programme mit Speicherfunktion, Spiegelfunktion, Auto-Fadenspannung, Einfädelhilfe, Fadenabschneider, LCD-Display und LED-Nählicht auf. Bei der Singer M3305 nennt die Bezeichnung nur Modell und Farbe. Gleiche deshalb vor dem Kauf die vollständigen Herstellerangaben mit Deinen Anforderungen ab, insbesondere zu Freiarm, Knopfloch, Zubehör und Lieferumfang.

Häufig gestellte Fragen zur Nähmaschine

Welche Nähmaschine eignet sich für den Einstieg?

Das hängt von Deinen Vorhaben ab. Für Reparaturen und einfache Projekte genügen oft wenige Grundstiche wie Geradstich, Zickzackstich und Blindstich. Wichtiger als eine große Programmzahl sind eine verständliche Bedienung, eine einstellbare Stichlänge und eine Knopflochfunktion, die zu Deinen Projekten passt.

Wie viele Stichprogramme brauche ich wirklich?

Für viele Haushaltsarbeiten reichen wenige Nutzstiche. Zusätzliche Stretch- und Zierstiche können sinnvoll sein, wenn Du elastische Stoffe verarbeitest oder dekorativ nähen möchtest. Die Zahl der Programme allein sagt nichts darüber aus, wie gleichmäßig eine Maschine näht.

Was ist der Unterschied zwischen einer Nähmaschine und einer Overlock?

Eine Nähmaschine näht mit Ober- und Unterfaden und eignet sich für Säume, Reißverschlüsse, Knopflöcher und Ziernähte. Eine Overlock arbeitet mit mehreren Fäden, schneidet die Stoffkante beim Nähen ab und versäubert sie gleichzeitig. Die beiden Geräte ergänzen sich eher, als dass sie sich ersetzen.

Was bedeutet Freiarm bei einer Nähmaschine?

Bei einem Freiarm lässt sich ein Teil der Anschiebefläche abnehmen. Der Arbeitsbereich wird dadurch schmaler, sodass Du Ärmel, Hosenbeine oder Bündchen rundherum nähen kannst. Ob ein Modell einen Freiarm hat, steht in der Produktbeschreibung.

Wie oft sollte ich die Nadel wechseln?

Eine feste Regel gibt es nicht. Spätestens wenn Fehlstiche auftreten, der Faden reißt oder die Nadel verbogen oder stumpf ist, solltest Du sie tauschen. Achte außerdem darauf, dass Stärke und Spitzenform der Nadel zum Stoff passen.

Muss ich meine Nähmaschine ölen?

Das hängt vom Modell ab. Manche Maschinen sollen nicht selbst geölt werden, bei anderen nennt der Hersteller bestimmte Stellen und Intervalle. Verwende in diesem Fall nur Nähmaschinenöl in der angegebenen Menge und halte Dich an die Bedienungsanleitung.

Bildnachweis:

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