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Induktionskochfelder im Vergleich: Einbaumaß, Kochzonen und Funktionen
Veröffentlicht von: Redaktion ExpertMensch|In: Haushalt, Küche, Küchengeräte|5. Oktober 2026
Wir haben diesen Test & Vergleich (10/2026) im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Update am: 05.10.2026

Induktionskochfelder im Vergleich: Einbaumaß, Kochzonen und Funktionen

Ein Induktionskochfeld erzeugt die Wärme nicht in einer Heizplatte unter dem Glas, sondern direkt im Boden des Kochgeschirrs. Unter der Glaskeramikoberfläche liegen Spulen, die ein magnetisches Wechselfeld aufbauen. Steht ein geeigneter Topf darauf, entsteht in seinem Boden Wärme. Das Glas selbst wird vor allem durch den heißen Topf warm. Induktionskochfelder werden in der Regel fest in die Arbeitsplatte eingebaut und ersetzen dort ein Ceranfeld oder einen älteren Elektroherd.

Auf dieser Seite stellen wir Dir vier Induktionskochfelder vor. Alle vier werden laut Produktbezeichnung als Induktionskochfeld mit 60 Zentimetern Breite angeboten. Die Auswahl ist ein Ausschnitt aus dem Angebot und nicht der gesamte Markt. Eingeordnet haben wir die Modelle anhand ihrer Produktbezeichnungen beim Händler und allgemeiner Herstellerangaben. Einen eigenen Praxistest haben wir nicht durchgeführt, und die Reihenfolge der Vorstellung ist kein Ranking. Aktuelle Preise, Kundenbewertungen und weitere Details findest Du direkt in den Produktboxen.

Bevor es um die einzelnen Modelle geht, erfährst Du, wie Induktion funktioniert, worin sie sich von Glaskeramik unterscheidet und welche Bauformen es gibt. Danach geht es um Kriterien, mit denen Du Produktseiten gezielt vergleichen kannst, etwa Breite und Einbaumaß, Kochzonen, Bedienung, Anschluss und Zusatzfunktionen. Zum Schluss findest Du Hinweise zum passenden Kochgeschirr, zu Einbau und Anschluss, zur Reinigung und Antworten auf häufige Fragen.

So funktioniert ein Induktionskochfeld

Das Prinzip beruht auf der elektromagnetischen Induktion. Fließt Wechselstrom durch eine Kupferspule unter der Kochzone, entsteht ein magnetisches Wechselfeld. Ein Topf mit einem magnetisierbaren Boden reagiert auf dieses Feld: Im Boden entstehen Wirbelströme, die den Topf erwärmen. Die Wärme entsteht also dort, wo sie gebraucht wird, nämlich im Kochgeschirr selbst.

Daraus ergeben sich einige typische Eigenschaften. Die Hitze lässt sich in der Regel schnell regeln, weil keine Heizplatte erst aufheizen oder abkühlen muss. Viele Kochfelder erkennen, ob ein geeigneter Topf auf der Kochzone steht, und geben ohne Topf keine Leistung ab. Wie das bei einem bestimmten Gerät umgesetzt ist, beschreibt der Hersteller in der Bedienungsanleitung.

Ganz kalt bleibt die Glasfläche allerdings nicht. Der heiße Topf gibt Wärme an das Glas ab, und nach dem Kochen kann die Fläche noch eine Weile warm sein. Viele Kochfelder zeigen das über eine Restwärmeanzeige an. Es ist deshalb sinnvoll, die Kochzone nach dem Kochen nicht sofort zu berühren.

Induktion und Glaskeramik im Vergleich

Von außen sehen ein Induktionskochfeld und ein klassisches Glaskeramikkochfeld oft ähnlich aus. Beide haben eine glatte, dunkle Glasfläche mit markierten Kochzonen. Der Unterschied liegt in der Technik darunter.

Glaskeramik mit Strahlungsheizkörpern

Bei einem herkömmlichen Glaskeramikkochfeld liegen unter dem Glas Heizkörper, die zunächst sich selbst und das Glas erhitzen. Von dort geht die Wärme auf den Topf über. Dadurch reagiert das Kochfeld beim Herunterregeln träger, und die Kochzone bleibt nach dem Ausschalten länger heiß. Dafür funktioniert nahezu jedes Kochgeschirr mit flachem Boden.

Induktion

Beim Induktionskochfeld wird der Topfboden direkt erwärmt. Wärmeverluste über die Glasplatte fallen dadurch in der Regel geringer aus, und Leistungsänderungen kommen schneller im Topf an. Voraussetzung ist ein Topf oder eine Pfanne mit induktionsgeeignetem Boden. Wer von einem Ceranfeld auf Induktion umsteigt, sollte daher zuerst prüfen, ob das vorhandene Kochgeschirr geeignet ist.

Mobile Induktionsplatten

Neben Einbaukochfeldern gibt es mobile Induktionsplatten mit einer oder zwei Kochzonen, die einfach in die Steckdose gesteckt werden. Sie eignen sich zum Beispiel als Ergänzung oder für kleine Wohnungen ohne festen Herd. Diese Geräte sind eine eigene Produktgruppe. Einen Überblick über solche Geräte findest Du in unserem Beitrag zu Einzelkochplatten. Auf dieser Seite geht es um Einbau-Induktionskochfelder.

Symbolbild Kochen auf einem Kochfeld
Symbolbild: Kochen auf einem Kochfeld.

Kriterien für den Vergleich

Induktionskochfelder in der 60-Zentimeter-Klasse wirken auf den ersten Blick ähnlich. Die Unterschiede liegen in Ausstattung, Bedienung und Einbau. Die folgenden Punkte helfen Dir dabei, Produktseiten gezielt durchzugehen.

Breite und Einbaumaß

Die Breite ist das bekannteste Maß eines Kochfelds. 60 Zentimeter gelten als verbreitetes Standardmaß, daneben gibt es schmalere Domino-Kochfelder sowie breitere Geräte mit 70, 80 oder 90 Zentimetern. Für den Einbau entscheidend ist aber nicht die Außenbreite allein, sondern der Ausschnitt in der Arbeitsplatte. Dieses Einbaumaß gibt der Hersteller in der Montageanleitung an.

Wenn Du ein altes Kochfeld ersetzt, solltest Du den vorhandenen Ausschnitt genau ausmessen und mit den Angaben des neuen Geräts vergleichen. Passt der Ausschnitt nicht, muss die Arbeitsplatte angepasst werden. Achte außerdem auf die Einbautiefe unter der Arbeitsplatte, vor allem wenn darunter eine Schublade oder ein Backofen sitzt.

Aufliegend, flächenbündig und mit oder ohne Rahmen

Ein aufliegendes Kochfeld wird von oben in den Ausschnitt eingesetzt und liegt mit seinem Rand auf der Arbeitsplatte auf. Ein flächenbündiges Kochfeld sitzt dagegen auf gleicher Höhe wie die Arbeitsplatte, was eine passende Fräsung voraussetzt. Manche Kochfelder haben einen Rahmen aus Edelstahl, andere eine rahmenlose oder facettierte Glaskante. Welche Variante zu Deiner Küche passt, hängt vom Material der Arbeitsplatte und von Deinen Vorlieben ab.

Kochzonen und Flexzonen

Viele 60-Zentimeter-Kochfelder haben vier Kochzonen. Unterschiede gibt es bei der Größe und Anordnung der Zonen. Einige Modelle bieten Flexzonen oder Brückenfunktionen, bei denen sich zwei Zonen zu einer größeren Fläche verbinden lassen. Das kann praktisch sein, wenn Du einen länglichen Bräter oder eine Grillplatte nutzt. Wie groß die verbundene Fläche ist und wie die Funktion bedient wird, steht in den Herstellerangaben.

Autark oder herdgebunden

Ein autarkes Kochfeld hat seine eigene Bedienung und kann unabhängig von einem Backofen eingebaut werden. Ein herdgebundenes Kochfeld wird dagegen über die Bedienelemente eines passenden Einbauherds gesteuert und lässt sich nur in Kombination mit diesem betreiben. Wenn Du nur das Kochfeld austauschen möchtest, ist diese Unterscheidung wichtig. Die meisten Induktionskochfelder mit Touch-Bedienung sind autark, die Angabe solltest Du trotzdem auf der Produktseite prüfen.

Bedienung

Induktionskochfelder werden meist über Sensortasten im Glas bedient. Manche Geräte haben für jede Kochzone eigene Tasten, andere arbeiten mit einem Schieberegler, über den Du die Leistungsstufe direkt wählst. Wie viele Leistungsstufen zur Verfügung stehen und ob es Zusatztasten für Timer oder Warmhalten gibt, unterscheidet sich von Modell zu Modell. Die Bedienung ist eine Frage der Gewohnheit, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Abbildungen des Bedienfelds.

Zusatzfunktionen

Viele Induktionskochfelder bieten Funktionen, die über das reine Kochen hinausgehen. Häufig genannt werden zum Beispiel:

  • Power- oder Boost-Funktion: Eine Kochzone erhält für kurze Zeit mehr Leistung, etwa zum Ankochen von Wasser.
  • Timer: Eine Kochzone schaltet sich nach einer eingestellten Zeit ab, oder ein Kurzzeitwecker erinnert Dich.
  • Kindersicherung: Das Bedienfeld lässt sich sperren, damit das Kochfeld nicht versehentlich eingeschaltet wird.
  • Warmhaltestufe: Eine niedrige Stufe, um fertige Speisen warm zu halten.
  • Brat- oder Kochsensoren: Einige Modelle bieten Funktionen, die die Temperatur in der Pfanne oder das Aufkochen überwachen sollen.
  • Verbindung mit der Dunstabzugshaube: Manche Kochfelder können eine passende Haube automatisch steuern.

Welche dieser Funktionen ein bestimmtes Gerät hat, steht in der Produktbeschreibung. Überlege Dir vorher, was Du im Alltag tatsächlich nutzen würdest.

Elektrischer Anschluss

Einbau-Induktionskochfelder benötigen in der Regel einen Starkstromanschluss. Die Gesamtanschlussleistung und die möglichen Anschlussvarianten gibt der Hersteller an. Einige Geräte lassen sich in der Leistung begrenzen, wenn der vorhandene Anschluss nicht für die volle Leistung ausgelegt ist. Der Anschluss sollte von einer Elektrofachkraft vorgenommen werden. Das ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, oft hängen auch Garantiebedingungen davon ab.

Vier Induktionskochfelder im Überblick

Die folgenden Modelle stellen wir Dir mit den Angaben vor, die ihre Produktbezeichnungen beim Händler enthalten. Eigenschaften, die nicht im Titel stehen, haben wir bewusst nicht ergänzt. Details wie Einbaumaß, Anschlussleistung, Anzahl der Leistungsstufen und den genauen Funktionsumfang solltest Du vor dem Kauf auf der jeweiligen Produktseite prüfen.

Bosch Serie 8 PXX675DC1E

Angebot
Bosch PXX675DC1E Serie 8 Induktionskochfeld (autark), 60 cm breit, FlexInduction Kochzonen...
  • Elegante Glaskeramik mit GlassProtect: Das schwarze Induktionskochfeld mit...

Das PXX675DC1E aus der Serie 8 von Bosch wird laut Produktbezeichnung als autarkes Induktionskochfeld mit 60 Zentimetern Breite angeboten. Als Farbe nennt der Titel Schwarz.

Laut Produktbezeichnung verfügt das Kochfeld über FlexInduction. Der Titel beschreibt das als Möglichkeit, Kochzonen zu verbinden. Außerdem nennt er einen MoveMode mit voreingestellten Leistungsstufen. Wie diese Funktion im Alltag bedient wird, erklärt die Bedienungsanleitung.

Zur weiteren Ausstattung gehören laut Titel ein Bratsensor und eine PowerBoost-Funktion, die der Titel mit schnellerem Kochen beschreibt. Angaben zur Rahmenausführung, zum Einbaumaß, zur Anschlussleistung und zur Zahl der Kochzonen enthält die Produktbezeichnung nicht. Diese Punkte solltest Du auf der Produktseite nachlesen.

AEG TI64IB1FXB mit SenseBoil und Bridge

AEG Induktionskochfeld 60cm, Made in Germany, SenseBoil, Bridge, TI64IB1FXB
  • SENSEBOIL - Erkennt aufsteigende Bläschen und reduziert die Kochstufe automatisch auf ein...

Das TI64IB1FXB von AEG wird laut Produktbezeichnung als Induktionskochfeld mit 60 Zentimetern Breite angeboten. Der Titel enthält zusätzlich die Angabe „Made in Germany“.

Als Funktionen nennt die Produktbezeichnung SenseBoil und Bridge. Was der Hersteller unter diesen Funktionsnamen genau versteht und wie sie bedient werden, erklärt der Titel nicht. Diese Angaben solltest Du in der Produktbeschreibung oder in der Bedienungsanleitung nachlesen, bevor Du das Gerät mit den anderen Modellen vergleichst.

Ob das Gerät autark ist, wie viele Kochzonen es hat und welche Rahmenausführung vorliegt, nennt der Titel nicht. Auch zu Einbaumaß und Anschlussleistung enthält die Produktbezeichnung keine Angaben.

Cooksir Einbau-Induktionskochfeld mit Flexzone

Cooksir Einbau 60 cm Induktionskochfeld 4 Platten mit Flexzone 3500W
  • Einbau Induktionskochfeld mit Stecker: Das Induktionskochfeld ist einfach zu installieren...

Das Kochfeld von Cooksir wird laut Produktbezeichnung als Einbau-Induktionskochfeld mit 60 Zentimetern Breite angeboten. Der Titel nennt vier Platten, also vier Kochzonen.

Laut Produktbezeichnung gehört eine Flexzone zur Ausstattung. Als Leistungsangabe nennt der Titel 3500 Watt. Ob sich diese Zahl auf die gesamte Anschlussleistung, auf eine einzelne Zone oder auf eine Boost-Stufe bezieht, geht aus dem Titel nicht hervor. Das solltest Du vor dem Kauf auf der Produktseite klären, denn es ist für den elektrischen Anschluss wichtig.

Zur Bedienung, zur Rahmenausführung, zum Einbaumaß und zu weiteren Funktionen enthält die Produktbezeichnung keine Angaben. Ein Blick auf die Abbildungen und die technischen Daten hilft hier weiter.

Siemens iQ100 EU611BEB6E

Siemens iQ100 Induktionskochfeld 60 cm Rahmenlos aufliegend EU611BEB6E
  • TouchControl: Für die besonders komfortable Steuerung des Kochfelds mit nur einer...

Das EU611BEB6E aus der iQ100-Reihe von Siemens wird laut Produktbezeichnung als Induktionskochfeld mit 60 Zentimetern Breite angeboten.

Laut Titel ist das Kochfeld rahmenlos und aufliegend. Es wird also von oben in den Ausschnitt der Arbeitsplatte eingesetzt und liegt mit seiner Glaskante auf. Für den Austausch eines älteren aufliegenden Kochfelds kann das relevant sein. Ob der vorhandene Ausschnitt passt, solltest Du anhand der Einbaumaße auf der Produktseite prüfen.

Weitere Ausstattungsmerkmale wie Flexzonen, Power-Funktion, Timer oder die Zahl der Kochzonen nennt die Produktbezeichnung nicht. Auch zur Anschlussleistung enthält der Titel keine Angaben.

Die vier Modelle im Vergleich der Produktbezeichnungen

Alle vier Geräte werden laut Produktbezeichnung als Induktionskochfeld mit 60 Zentimetern Breite angeboten. Darüber hinaus enthalten die Titel unterschiedlich viele Angaben:

  • Bosch PXX675DC1E: autark, FlexInduction, MoveMode, Bratsensor, PowerBoost, Schwarz.
  • AEG TI64IB1FXB: SenseBoil, Bridge, Made in Germany.
  • Cooksir: Einbau, vier Platten, Flexzone, Angabe 3500 Watt.
  • Siemens EU611BEB6E: iQ100, rahmenlos, aufliegend.

Für einen fairen Vergleich solltest Du die Angaben auf den Produktseiten heranziehen, insbesondere zu Einbaumaß, Anschlussleistung, Anzahl und Größe der Kochzonen sowie zur Frage, ob das Gerät autark ist.

Welches Kochgeschirr auf Induktion funktioniert

Damit ein Induktionskochfeld arbeiten kann, braucht das Kochgeschirr einen Boden, der auf das Magnetfeld reagiert. Das sind in der Regel Böden aus magnetisierbaren Materialien wie Gusseisen, emailliertem Stahl oder bestimmten Edelstahlsorten. Viele Töpfe und Pfannen aus Aluminium oder Edelstahl haben einen eingearbeiteten magnetischen Boden und sind deshalb ebenfalls geeignet.

Ob Dein vorhandenes Kochgeschirr passt, kannst Du mit einer einfachen Magnetprobe prüfen: Hält ein Magnet gut am Topfboden, ist der Topf in der Regel für Induktion geeignet. Viele Hersteller kennzeichnen geeignetes Kochgeschirr außerdem mit einem Induktionssymbol. Ein flacher, ebener Boden verbessert in der Regel den Kontakt zur Kochzone.

Auch die Größe spielt eine Rolle. Viele Kochzonen benötigen einen Mindestdurchmesser des Topfbodens, damit sie den Topf erkennen. Diesen Wert gibt der Hersteller an. Sehr kleine Töpfe, etwa Espressokocher, funktionieren deshalb nicht auf jeder Zone. Für solche Fälle gibt es Induktions-Adapterplatten, die allerdings anders arbeiten als ein direkt geeigneter Topf.

Wenn Du neues Kochgeschirr anschaffen möchtest, findest Du Anregungen in unseren Beiträgen zu Induktions-Topfsets und Induktionspfannen.

Symbolbild Kochgeschirr auf einem Kochfeld
Symbolbild: Kochgeschirr auf einem Kochfeld.

Einbau und Anschluss

Ein Einbau-Induktionskochfeld wird in einen Ausschnitt der Arbeitsplatte eingesetzt und elektrisch angeschlossen. Einige Punkte solltest Du schon vor dem Kauf klären.

Ausschnitt und Unterbau

Miss den vorhandenen Ausschnitt genau aus und vergleiche ihn mit dem Einbaumaß des neuen Geräts. Prüfe außerdem, wie viel Platz unter der Arbeitsplatte zur Verfügung steht. Induktionskochfelder haben eine Elektronik mit Lüfter, die ausreichend Luftzufuhr benötigt. Die Hersteller geben in der Montageanleitung Mindestabstände an, etwa zu einer darunterliegenden Schublade oder einem Einbaubackofen.

Elektrischer Anschluss

Der Anschluss an das Stromnetz gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Sie kann prüfen, ob der vorhandene Anschluss zur Leistung des Kochfelds passt, und das Gerät entsprechend anschließen. Wenn Du einen alten Herd ersetzt, kann der Anschluss oft weitergenutzt werden. Das sollte aber im Einzelfall geprüft werden.

Dunstabzug

Beim Kochen entstehen Dampf und Gerüche, unabhängig von der Art des Kochfelds. Eine Dunstabzugshaube über dem Kochfeld oder ein Kochfeldabzug hilft, diese abzuführen. Manche Kochfelder können mit einer passenden Haube kommunizieren und sie automatisch einschalten. Mehr zu Bauformen und Betriebsarten liest Du in unserem Beitrag zu Dunstabzugshauben.

Hinweise für den Alltag

Im Alltag unterscheidet sich das Kochen auf Induktion in einigen Punkten vom Kochen auf einem Ceranfeld.

  • Schnelle Reaktion: Leistungsänderungen kommen in der Regel schneller im Topf an. Anfangs kann es helfen, beim Anbraten etwas niedriger zu starten.
  • Geräusche: Während des Betriebs kann ein leises Summen oder Surren auftreten, je nach Kochgeschirr und Leistungsstufe. Auch der Lüfter der Elektronik kann hörbar sein.
  • Restwärme: Die Glasfläche wird durch den heißen Topf warm. Achte auf die Restwärmeanzeige, bevor Du die Fläche berührst.
  • Gegenstände auf dem Kochfeld: Lege keine Gegenstände aus Metall oder Karten mit Magnetstreifen auf das Kochfeld.
  • Medizinische Implantate: Wer ein aktives Implantat wie einen Herzschrittmacher trägt, sollte die Hinweise des Kochfeldherstellers beachten und sich im Zweifel ärztlich beraten lassen.

Reinigung und Pflege

Die glatte Glasfläche eines Induktionskochfelds lässt sich in der Regel gut reinigen. Weil die Fläche meist weniger heiß wird als bei einem Ceranfeld, brennen übergekochte Speisen oft weniger stark ein. Ganz ausgeschlossen ist das aber nicht.

Für die tägliche Reinigung reichen meist ein feuchtes Tuch und etwas Spülmittel. Wische die Fläche danach trocken, damit keine Kalkflecken entstehen. Für festere Verschmutzungen bieten Hersteller spezielle Glaskeramikreiniger an. Eingebrannte Reste lassen sich häufig mit einem Glasschaber lösen, wenn Du ihn flach ansetzt.

Verzichte auf Scheuermittel, Stahlwolle und kratzende Schwämme, denn sie können die Oberfläche beschädigen. Achte beim Kochen darauf, Töpfe nicht über die Fläche zu ziehen, sondern anzuheben. Sand oder Krümel unter dem Topfboden können sonst Kratzer verursachen. Weitere Pflegehinweise findest Du in der Bedienungsanleitung Deines Geräts.

Fazit: Einbaumaß, Kochzonen und Funktionen vergleichen

Ein Induktionskochfeld erwärmt den Topfboden direkt und lässt sich in der Regel schnell regeln. Vor dem Kauf solltest Du vor allem das Einbaumaß, die Anordnung der Kochzonen, die Bedienung und den elektrischen Anschluss prüfen. Zusatzfunktionen wie Flexzonen, Boost oder Sensoren können den Alltag erleichtern, sind aber nicht für jeden gleich wichtig. Außerdem brauchst Du induktionsgeeignetes Kochgeschirr.

Die vier hier vorgestellten Modelle von Bosch, AEG, Cooksir und Siemens werden laut Produktbezeichnung als Induktionskochfeld mit 60 Zentimetern Breite angeboten. Ihre Titel enthalten unterschiedlich viele Angaben zur Ausstattung. Für Einbaumaß, Anschlussleistung und den genauen Funktionsumfang lohnt deshalb der Blick auf die Produktseiten und in die Montageanleitungen.

Häufig gestellte Fragen zum Induktionskochfeld

Wie funktioniert ein Induktionskochfeld?

Unter der Glasfläche liegen Spulen, die ein magnetisches Wechselfeld erzeugen. Steht ein Topf mit induktionsgeeignetem Boden darauf, entstehen im Boden Wirbelströme, die den Topf erwärmen. Die Wärme entsteht also direkt im Kochgeschirr. Die Glasfläche wird vor allem durch den heißen Topf warm.

Welche Töpfe kann ich auf einem Induktionskochfeld verwenden?

Geeignet ist Kochgeschirr mit einem magnetisierbaren Boden, etwa aus Gusseisen, emailliertem Stahl oder Edelstahl mit Induktionsboden. Hält ein Magnet gut am Topfboden, ist der Topf in der Regel geeignet. Viele Hersteller kennzeichnen passendes Kochgeschirr mit einem Induktionssymbol. Achte außerdem auf den Mindestdurchmesser, den der Kochfeldhersteller angibt.

Was bedeutet autark bei einem Induktionskochfeld?

Ein autarkes Kochfeld hat eine eigene Bedienung und kann unabhängig von einem Backofen eingebaut werden. Ein herdgebundenes Kochfeld wird dagegen über die Bedienelemente eines passenden Einbauherds gesteuert. Wenn Du nur das Kochfeld austauschen möchtest, ist ein autarkes Modell meist die einfachere Lösung. Prüfe die Angabe auf der Produktseite.

Kann ich ein Induktionskochfeld selbst anschließen?

Einbau-Induktionskochfelder benötigen in der Regel einen Starkstromanschluss. Der elektrische Anschluss sollte von einer Elektrofachkraft vorgenommen werden. Sie prüft, ob der vorhandene Anschluss zur Leistung des Geräts passt. Häufig verlangen auch die Garantiebedingungen des Herstellers einen fachgerechten Anschluss.

Warum summt mein Induktionskochfeld?

Ein leises Summen oder Surren kann bei Induktionskochfeldern auftreten, besonders auf hohen Leistungsstufen. Es hängt unter anderem vom Kochgeschirr ab, zum Beispiel von dessen Boden und Material. Zusätzlich kann der Lüfter der Elektronik hörbar sein, auch noch kurz nach dem Ausschalten. Hinweise dazu stehen meist in der Bedienungsanleitung.

Wie reinige ich ein Induktionskochfeld?

Für die tägliche Reinigung reichen meist ein feuchtes Tuch und etwas Spülmittel, danach wischst Du die Fläche trocken. Festere Verschmutzungen lassen sich mit einem Glaskeramikreiniger oder einem flach angesetzten Glasschaber lösen. Scheuermittel, Stahlwolle und kratzende Schwämme solltest Du nicht verwenden.

Bildnachweis:

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