Ein Waschtrockner vereint Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät. Du wäschst die Wäsche wie gewohnt und kannst sie anschließend in derselben Trommel trocknen, ohne sie in ein zweites Gerät umzuladen. Das ist vor allem dann interessant, wenn in Bad, Küche oder Hauswirtschaftsraum nur Platz für ein einziges Großgerät ist oder wenn Du keinen Trockenboden und keinen Balkon zum Aufhängen hast.
Auf dieser Seite stellen wir Dir vier Waschtrockner vor: zwei Modelle von Samsung und zwei Modelle von Haier. Alle vier werden laut Produktbezeichnung ausdrücklich als Waschtrockner angeboten. Die Auswahl ist ein Ausschnitt aus dem Angebot und kein vollständiger Marktüberblick. Eingeordnet haben wir die Geräte anhand ihrer Produktbezeichnungen beim Händler. Einen eigenen Praxistest haben wir nicht durchgeführt, und die Reihenfolge der Vorstellung ist kein Ranking. Aktuelle Preise und Kundenbewertungen findest Du direkt in den Produktboxen.
Neben den Geräten erklären wir Dir, wie ein Waschtrockner grundsätzlich arbeitet, was die zwei Kilogrammangaben bedeuten, wie Du das Energielabel liest und worauf Du bei Aufstellung, Bedienung und Pflege achten kannst. Wenn Du Dich nur für ein bestimmtes Fabrikat interessierst, findest Du auf ExpertMensch auch eigene Seiten zum LG Waschtrockner und zum AEG Waschtrockner.
Was ein Waschtrockner ist und wie er arbeitet
Von außen sieht ein Waschtrockner meist aus wie ein gewöhnlicher Frontlader. Er hat eine Trommel, ein Bullauge, eine Waschmittelschublade und ein Bedienfeld. Im Inneren steckt jedoch zusätzliche Technik für das Trocknen: ein Heizsystem, ein Gebläse, Luftkanäle und eine Einrichtung, die der feuchten Luft das Wasser entzieht. Viele Geräte arbeiten nach dem Kondensationsprinzip. Warme Luft strömt durch die nasse Wäsche, nimmt Feuchtigkeit auf und wird anschließend wieder abgekühlt, sodass das Wasser kondensiert und über den Abwasserschlauch abläuft.
Je nach Modell wird zum Abkühlen der Luft Wasser verwendet. Das ist einer der Gründe, warum ein Waschtrockner beim Trocknen in der Regel Wasser verbraucht, während ein separater Wärmepumpentrockner das meist nicht tut. Welche Technik ein bestimmtes Gerät nutzt, steht in den technischen Daten oder in der Bedienungsanleitung des Herstellers.
Gesteuert wird das Trocknen je nach Gerät über eine Zeitvorgabe oder über Sensoren, die die Restfeuchte der Wäsche erfassen. Sensorgesteuerte Programme beenden den Trockengang, wenn die gewählte Trockenstufe erreicht ist, etwa „schranktrocken“ oder „bügelfeucht“. Bei vielen Geräten kannst Du Waschen und Trocknen in einem durchgehenden Programm kombinieren oder beide Schritte einzeln starten.

Waschtrockner, Waschmaschine oder zwei Einzelgeräte?
Ein Waschtrockner ist ein Kompromiss, der für manche Haushalte gut passt und für andere weniger. Bevor Du Dich für ein Kombigerät entscheidest, lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, wie viel Wäsche bei Dir anfällt und wie Du sie bisher trocknest.
Wann ein Waschtrockner sinnvoll sein kann
- Du hast nur einen Stellplatz für ein Großgerät und kannst keine zwei Maschinen nebeneinander oder übereinander aufstellen.
- Du möchtest nicht jede Ladung auf dem Wäscheständer trocknen, zum Beispiel weil der Platz in der Wohnung knapp ist.
- Die Wäschemengen sind überschaubar, sodass Du nicht mehrere Ladungen direkt hintereinander waschen und trocknen musst.
- Du möchtest Wäsche bei Bedarf in einem Durchgang waschen und trocknen, etwa am Abend oder vor einer Reise.
Wann zwei Einzelgeräte besser passen können
- Es fällt regelmäßig viel Wäsche an. Mit zwei Geräten kannst Du die nächste Ladung bereits waschen, während die vorherige trocknet.
- Du trocknest fast jede Ladung maschinell. Separate Wärmepumpentrockner arbeiten in der Regel ohne Wasser und sind beim Trocknen häufig sparsamer.
- Du möchtest bei einem Defekt nicht auf beide Funktionen gleichzeitig verzichten.
Wenn Du Dich für Einzelgeräte interessierst, findest Du auf ExpertMensch einen eigenen Ratgeber zum Wäschetrockner. Ein Waschtrockner ersetzt also nicht in jedem Haushalt das Gerätepaar aus Waschmaschine und Trockner, kann aber eine platzsparende Lösung sein.
Die zwei Kilogrammangaben richtig lesen
Bei Waschtrocknern findest Du fast immer zwei Werte, zum Beispiel „9+6 kg“ oder „8/5 kg“. Der erste Wert beschreibt die maximale Beladung beim Waschen, der zweite die maximale Beladung beim Trocknen. Das ist einer der wichtigsten Punkte beim Vergleich, denn er beeinflusst, wie Du das Gerät im Alltag nutzt.
Die Trockenmenge ist bei Waschtrocknern in der Regel kleiner als die Waschmenge. Der Grund: Zum Trocknen braucht die Wäsche Platz in der Trommel, damit warme Luft hindurchströmen kann und die Textilien locker umgewälzt werden. Ist die Trommel zu voll, trocknet die Wäsche ungleichmäßig, bleibt teilweise feucht oder knittert stärker.
Für die Praxis heißt das: Wenn Du die Trommel beim Waschen voll belädst, kann es sein, dass Du einen Teil der Wäsche vor dem Trocknen herausnehmen und in einem zweiten Trockengang trocknen musst. Manche Hersteller bieten Programme an, die Waschen und Trocknen für eine bestimmte Menge in einem Zug erledigen. Welche Menge dabei vorgesehen ist, steht in der Bedienungsanleitung.
Bei den vier Geräten auf dieser Seite nennen die Produktbezeichnungen folgende Werte: 9 kg Waschen und 6 kg Trocknen beim Samsung WD90DG5B15BEEG, 9 kg und 5 kg beim Samsung WD90DG5G34BEEG, 8 kg und 5 kg beim Haier HWD80-B14939 sowie 10 kg und 6 kg beim Haier HWD100-BD14979U1.
Worauf Du beim Vergleich achten kannst
Waschtrockner unterscheiden sich in vielen Details. Die folgenden Punkte helfen Dir, Produktseiten und Datenblätter gezielt durchzugehen und Geräte miteinander zu vergleichen.
Energielabel und Verbrauch
Für Waschtrockner gibt es ein eigenes EU-Energielabel. Es weist in der Regel zwei Effizienzklassen aus: eine für den kompletten Zyklus aus Waschen und Trocknen und eine für das reine Waschen. Deshalb findest Du in Produktbezeichnungen Angaben wie „D/A“. Der erste Buchstabe bezieht sich dabei auf den kompletten Wasch- und Trockenzyklus, der zweite auf das Waschen allein. Zusätze wie „-10 %“ geben an, dass ein Gerät den Grenzwert seiner Klasse um den genannten Wert unterschreiten soll.
Auf dem Label stehen außerdem Verbrauchswerte für Strom und Wasser, jeweils für den Wasch- und Trockenzyklus und für das Waschen allein. Wenn Du die Kombifunktion häufig nutzt, ist vor allem der Wert für den kompletten Zyklus interessant. Trocknest Du nur gelegentlich, spielen die Werte für das reine Waschen eine größere Rolle. Die vollständigen Angaben findest Du auf dem Energielabel und im Produktdatenblatt.
Abmessungen und Tiefe
Viele Waschtrockner sind etwa 60 Zentimeter breit und rund 85 Zentimeter hoch. Unterschiede gibt es vor allem bei der Tiefe. Neben Standardgeräten gibt es schmale Modelle, die für Nischen oder kleine Bäder gedacht sind. Miss vor dem Kauf nicht nur die Stellfläche aus, sondern auch die Türöffnung, den Weg zum Aufstellort und den Platz, den die geöffnete Gerätetür braucht. Denke auch an die Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom, die hinter dem Gerät Platz benötigen.
Schleuderdrehzahl
Die maximale Schleuderdrehzahl wird in Umdrehungen pro Minute angegeben. Je trockener die Wäsche nach dem Schleudern ist, desto weniger Feuchtigkeit muss beim Trocknen noch entfernt werden. Gleichzeitig ist nicht jedes Textil für hohe Drehzahlen geeignet. Viele Programme regeln die Drehzahl deshalb automatisch. Die genaue Angabe zur Drehzahl findest Du in den technischen Daten.
Programme und Trockenstufen
Achte darauf, welche Programme Du wirklich nutzt. Häufig gibt es Programme für Baumwolle, Pflegeleicht, Feinwäsche und Wolle, dazu Kurzprogramme und kombinierte Wasch- und Trockenprogramme. Beim Trocknen sind Trockenstufen und eine sensorgesteuerte Trocknung hilfreich, weil sie das Übertrocknen vermeiden sollen. Dampfprogramme werden von einigen Herstellern zum Auffrischen von Kleidung oder für bestimmte Waschgänge angeboten. Was ein Programm im Einzelnen macht, beschreibt der Hersteller.
Vier Waschtrockner im Überblick
Die folgenden Abschnitte fassen zusammen, was die Produktbezeichnungen der vier Geräte angeben. Weitere Daten wie Schleuderdrehzahl, Programmanzahl oder Verbrauchswerte findest Du, sofern sie im Titel fehlen, auf der jeweiligen Produktseite und im Produktdatenblatt.
Samsung WD90DG5B15BEEG
- Samsung Waschtrockner für besonders sparsames Waschen : 10% mehr Energieersparnis als...
Der WD90DG5B15BEEG von Samsung wird laut Produktbezeichnung als Waschtrockner angeboten, im Titel beschrieben als Waschmaschine und Trockner in einem. Die Produktbezeichnung nennt eine Beladung von 9 kg beim Waschen und 6 kg beim Trocknen.
Als Energieeffizienzangabe führt der Titel „D/A (-10%)“ auf. Nach der Systematik des Energielabels steht der erste Buchstabe für den kompletten Wasch- und Trockenzyklus, der zweite für das reine Waschen. Außerdem nennt die Produktbezeichnung die Funktion „AI Ecobubble“, einen „SmartThings AI Energy Mode“ und ein Dampfprogramm, das im Titel „Hygiene-Dampfprogramm“ heißt. SmartThings ist die App-Plattform von Samsung. Wie die einzelnen Funktionen arbeiten, beschreibt der Hersteller in der Bedienungsanleitung.
Die Farbe gibt der Titel mit Weiß an. Schleuderdrehzahl, Abmessungen und Verbrauchswerte enthält die Produktbezeichnung nicht. Diese Angaben findest Du im Datenblatt.
Samsung WD6100D SLIM (WD90DG5G34BEEG)
- Samsung SLIM Waschtrockner für besonders sparsames Waschen und Trocknen auf kleinem Raum...
Der WD90DG5G34BEEG von Samsung wird laut Produktbezeichnung als Waschtrockner der Reihe WD6100D SLIM angeboten und ebenfalls als Waschmaschine und Trockner in einem beschrieben. Die Produktbezeichnung nennt 9 kg beim Waschen und 5 kg beim Trocknen.
Als Besonderheit führt der Titel eine Gerätetiefe von nur 48 cm auf. Das kann für Nischen interessant sein, in denen ein Standardgerät nicht passt. Miss trotzdem nach, ob neben der Tiefe des Gehäuses auch Anschlüsse, Türgriff und Bullauge in Deine Nische passen. Als Energieeffizienzangabe nennt die Produktbezeichnung „E/A (-10%)“.
Weitere im Titel genannte Merkmale sind „AI Ecobubble“, WLAN, die App-Plattform SmartThings und die Funktion „SuperSpeed“. Was sich im Detail hinter diesen Bezeichnungen verbirgt, steht in der Herstellerdokumentation. Die Farbe ist laut Titel Weiß.
Haier HWD80-B14939 (I-PRO Serie 3)
- Aktuelle Technologie: Der Waschtrockner (8 kg Waschen, 5 kg Trocknen) mit Energie...
Der HWD80-B14939 von Haier wird laut Produktbezeichnung als Waschtrockner der Reihe I-PRO Serie 3 angeboten. Der Titel nennt eine Beladung von 8 kg beim Waschen und 5 kg beim Trocknen.
Weitere Angaben enthält die Produktbezeichnung nicht. Energieeffizienzklassen, Schleuderdrehzahl, Abmessungen, Programme und Vernetzungsfunktionen musst Du deshalb auf der Produktseite oder im Datenblatt des Herstellers nachlesen, wenn Du das Gerät mit den anderen Modellen vergleichen möchtest.
Mit 8 kg Waschbeladung hat dieses Modell laut Produktbezeichnung die kleinste Waschmenge der vier Geräte auf dieser Seite. Die Trockenmenge von 5 kg entspricht der des Samsung WD90DG5G34BEEG.
Haier HWD100-BD14979U1 (I-PRO Serie 7 Plus)
- Direct Motion Motor: Absolut leiser, effizienter Direktantrieb
Der HWD100-BD14979U1 von Haier wird laut Produktbezeichnung als Waschtrockner der Reihe I-PRO Serie 7 Plus angeboten. Die Produktbezeichnung nennt 10 kg beim Waschen und 6 kg beim Trocknen.
Damit hat dieses Gerät laut Titel die größte Waschbeladung der vier vorgestellten Modelle. Die Trockenmenge von 6 kg entspricht der des Samsung WD90DG5B15BEEG. Eine größere Trommel kann praktisch sein, wenn häufig Bettwäsche oder Handtücher anfallen. Bedenke aber, dass auch hier nur ein Teil der Waschmenge in einem Durchgang getrocknet werden kann.
Zu Energieeffizienz, Schleuderdrehzahl, Abmessungen und Ausstattung enthält die Produktbezeichnung keine Angaben. Diese Punkte findest Du gegebenenfalls in den technischen Daten auf der Produktseite.
Die vier Modelle im Vergleich der Produktbezeichnungen
Alle vier Geräte werden laut Produktbezeichnung als Waschtrockner angeboten, und alle vier Titel nennen eine Wasch- und eine Trockenmenge. Darüber hinaus enthalten die Titel unterschiedlich viele Angaben:
- Beladung Waschen/Trocknen: 9/6 kg (Samsung WD90DG5B15BEEG), 9/5 kg (Samsung WD90DG5G34BEEG), 8/5 kg (Haier HWD80-B14939) und 10/6 kg (Haier HWD100-BD14979U1).
- Energieeffizienz: „D/A (-10%)“ beim Samsung WD90DG5B15BEEG und „E/A (-10%)“ beim Samsung WD90DG5G34BEEG. Bei den beiden Haier-Geräten nennt der Titel keine Klasse.
- Tiefe: 48 cm beim Samsung WD90DG5G34BEEG. Bei den anderen drei Geräten enthält der Titel keine Maßangabe.
- Vernetzung: Beide Samsung-Titel nennen SmartThings, der Titel des WD90DG5G34BEEG zusätzlich WLAN. Bei den Haier-Geräten enthält der Titel dazu keine Angabe.
- Dampf: Ein Dampfprogramm nennt nur der Titel des Samsung WD90DG5B15BEEG.
Fehlende Angaben im Titel bedeuten nicht, dass ein Merkmal fehlt. Sie bedeuten nur, dass Du die Information an anderer Stelle nachlesen musst, etwa auf dem Energielabel oder im Produktdatenblatt.
Aufstellung und Anschluss
Ein Waschtrockner wird wie eine Waschmaschine an Kaltwasser, Abwasser und Strom angeschlossen. Die meisten Geräte benötigen eine eigene Steckdose. Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel sind für Großgeräte in der Regel nicht vorgesehen. Was der Hersteller zum elektrischen Anschluss vorgibt, steht in der Installationsanleitung.
Wichtig ist ein fester, ebener Untergrund. Richte das Gerät über die Stellfüße so aus, dass es waagerecht steht. Bevor Du den ersten Waschgang startest, müssen die Transportsicherungen an der Rückseite entfernt werden. Bleiben sie im Gerät, kann es beim Schleudern zu starken Vibrationen und Schäden kommen. Wenn Du Vibrationen auf glatten Böden zusätzlich dämpfen möchtest, findest Du Hinweise in unserem Ratgeber zur Waschmaschinenmatte. Prüfe aber vorher, ob der Hersteller Deines Geräts solche Unterlagen zulässt.
Weil ein Waschtrockner beim Trocknen warme, feuchte Luft im Inneren verarbeitet, sollte der Aufstellraum nicht zu kalt sein und ausreichend belüftet werden können. Einen Abluftschlauch wie bei einem Ablufttrockner brauchen Kondensations-Waschtrockner in der Regel nicht, weil das Kondenswasser über den Abwasserschlauch abgeleitet wird.

So nutzt Du einen Waschtrockner im Alltag
Wäsche sortieren und nicht überladen
Sortiere die Wäsche wie gewohnt nach Farbe, Material und Temperatur. Wenn Du direkt im Anschluss trocknen möchtest, halte Dich an die Trockenmenge, die der Hersteller angibt. Lege Textilien, die nicht in den Trockner dürfen, vor dem Trockengang beiseite. Das Pflegesymbol mit dem Quadrat und dem Kreis im Etikett zeigt Dir, ob ein Kleidungsstück maschinell getrocknet werden darf und welche Temperatur dafür vorgesehen ist.
Kombiprogramm oder getrennte Schritte
Bei vielen Waschtrocknern kannst Du ein Programm wählen, das Waschen und Trocknen nacheinander erledigt. Das ist bequem, funktioniert aber nur, wenn die Wäschemenge zur Trockenmenge passt. Hast Du mehr gewaschen, als in einem Trockengang Platz hat, starte das Trocknen lieber getrennt und in zwei Portionen. Das dauert länger, sorgt aber in der Regel für ein gleichmäßigeres Ergebnis.
Trocknerbälle und Weichspüler
Manche Nutzer geben beim Trocknen Trocknerbälle in die Trommel, damit sich die Wäsche besser auflockert. Ob das bei Deinem Gerät vorgesehen ist, steht in der Bedienungsanleitung. Beim Weichspüler gilt: Dosiere nach Herstellerangabe und lass ihn bei Handtüchern und Funktionstextilien eher weg, wenn die Pflegehinweise davon abraten.
Pflege und Reinigung
Damit ein Waschtrockner zuverlässig arbeitet, braucht er etwas regelmäßige Pflege. Die folgenden Punkte sind allgemeine Hinweise. Welche Schritte für Dein Gerät vorgesehen sind und in welchen Abständen, beschreibt der Hersteller in der Bedienungsanleitung.
Flusen entfernen
Beim Trocknen lösen sich Fasern aus der Wäsche. Je nach Bauart werden sie mit dem Wasser abgeleitet, in einem Filter gesammelt oder lagern sich an der Türmanschette und im Bullauge ab. Wische Manschette und Bullauge nach dem Trocknen mit einem Tuch aus und entferne sichtbare Flusen. Einige Geräte haben ein eigenes Flusensieb, das regelmäßig gereinigt werden muss.
Laugenpumpenfilter und Schublade
Wie bei einer Waschmaschine sammeln sich im Laugenpumpenfilter mit der Zeit Fremdkörper wie Münzen, Haarnadeln oder Flusen. Der Filter sitzt meist hinter einer Klappe unten an der Gerätefront. Lege vor dem Öffnen ein Tuch und ein flaches Gefäß bereit, weil Restwasser austreten kann. Auch die Waschmittelschublade solltest Du ab und zu herausnehmen und ausspülen.
Wäsche aufbewahren
Ein passender Wäschekorb neben dem Gerät hilft, schmutzige und frisch getrocknete Wäsche getrennt zu halten. So kannst Du die Trommel direkt nach dem Trockengang leeren und die Wäsche in Ruhe zusammenlegen.
Kosten über die Nutzungsdauer
Beim Kauf eines Waschtrockners lohnt sich ein Blick über den Anschaffungspreis hinaus. Wie viel Strom und Wasser ein Gerät verbraucht, hängt stark davon ab, wie oft Du die Trocknungsfunktion nutzt. Auf dem Energielabel findest Du dafür getrennte Werte. Wenn Du sie mit Deinem eigenen Strom- und Wasserpreis und Deiner üblichen Zahl an Durchgängen pro Woche multiplizierst, erhältst Du eine grobe Abschätzung der laufenden Kosten.
Fazit: Beladung, Energielabel und Stellplatz vergleichen
Ein Waschtrockner kann eine praktische Lösung sein, wenn Du nur Platz für ein Gerät hast und Deine Wäsche bei Bedarf maschinell trocknen möchtest. Entscheidend für den Alltag ist vor allem die Trockenmenge, denn sie bestimmt, wie viel Wäsche Du in einem Durchgang waschen und anschließend trocknen kannst.
Die vier hier vorgestellten Geräte von Samsung und Haier decken laut Produktbezeichnung Waschmengen von 8 bis 10 kg und Trockenmengen von 5 bis 6 kg ab. Für die Samsung-Modelle nennen die Titel Energieeffizienzangaben und Vernetzungsfunktionen, eines davon mit einer Tiefe von 48 cm. Bei den Haier-Modellen beschränken sich die Titel auf Beladung und Baureihe. Vergleiche deshalb vor dem Kauf die vollständigen Datenblätter, prüfe die Maße Deines Stellplatzes und überlege Dir, wie oft Du die Trocknungsfunktion tatsächlich nutzen wirst.
Häufig gestellte Fragen zum Waschtrockner
Ein Waschtrockner wäscht wie eine Waschmaschine, hat aber zusätzlich eine Trocknungsfunktion mit Heizsystem, Gebläse und einer Einrichtung, die der feuchten Luft das Wasser entzieht. Du kannst die Wäsche dadurch in derselben Trommel waschen und anschließend trocknen. Eine reine Waschmaschine kann nur waschen und schleudern.
Beim Trocknen braucht die Wäsche Platz in der Trommel, damit warme Luft hindurchströmen kann und die Textilien locker umgewälzt werden. Deshalb geben Hersteller für das Trocknen eine kleinere Beladung an als für das Waschen. Hast Du die Trommel beim Waschen voll beladen, kann es nötig sein, in zwei Portionen zu trocknen.
Das EU-Energielabel für Waschtrockner weist in der Regel zwei Klassen aus. Der erste Buchstabe bezieht sich auf den kompletten Zyklus aus Waschen und Trocknen, der zweite auf das reine Waschen. Die zugehörigen Verbrauchswerte für Strom und Wasser stehen ebenfalls auf dem Label und im Produktdatenblatt.
Waschtrockner mit Kondensationstechnik brauchen in der Regel keinen Abluftschlauch, weil das Kondenswasser über den Abwasserschlauch abgeleitet wird. Angeschlossen werden sie wie eine Waschmaschine an Kaltwasser, Abwasser und Strom. Welche Anforderungen an Aufstellung und Belüftung gelten, steht in der Installationsanleitung des Herstellers.
Viele Waschtrockner nutzen beim Trocknen Wasser, um die feuchte Luft abzukühlen und die Feuchtigkeit zu kondensieren. Wie viel Wasser ein Gerät für den kompletten Wasch- und Trockenzyklus benötigt, steht auf dem Energielabel. Separate Wärmepumpentrockner arbeiten dagegen in der Regel ohne Wasser.
Ein Waschtrockner kann sinnvoll sein, wenn nur Platz für ein Großgerät vorhanden ist und Du Wäsche bei Bedarf maschinell trocknen möchtest. Fällt regelmäßig viel Wäsche an und trocknest Du fast jede Ladung im Gerät, können eine Waschmaschine und ein separater Trockner praktischer sein, weil beide gleichzeitig arbeiten können.
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Letzte Aktualisierung am 7.10.2026 um 12:28 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
