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Standlautsprecher im Vergleich: Bauweise, Belastbarkeit und Aufstellung
Veröffentlicht von: Redaktion ExpertMensch|In: Lautsprecher|4. Oktober 2026
Wir haben diesen Test & Vergleich (10/2026) im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Update am: 04.10.2026

Standlautsprecher im Vergleich: Bauweise, Belastbarkeit und Aufstellung

Standlautsprecher stehen direkt auf dem Boden und sind meist deutlich höher als Lautsprecher, die für ein Regal oder einen Ständer gedacht sind. Durch das größere Gehäuse bieten sie Platz für mehrere Treiber und ein größeres Luftvolumen. Viele Menschen nutzen sie als Herzstück einer Stereoanlage, andere setzen sie als Frontlautsprecher in einem Heimkino ein. Wie ein Standlautsprecher am Ende klingt, hängt allerdings nicht nur von der Bauform ab, sondern auch vom Verstärker, vom Raum und von der Aufstellung.

Wir stellen Dir auf dieser Seite drei Standlautsprecher von mohr, Canton und Magnat vor. Die Auswahl ist ein Ausschnitt aus einem sehr großen Angebot und nicht der gesamte Markt. Eingeordnet haben wir die Modelle anhand ihrer Produktbezeichnungen beim Händler und allgemeiner Herstellerangaben. Einen eigenen Hörtest, Praxis- oder Labortest haben wir nicht durchgeführt, und die Reihenfolge der Vorstellung ist kein Ranking. Aktuelle Preise, Kundenbewertungen und weitere Details findest Du direkt in den Produktboxen.

Zunächst erfährst Du, was einen Standlautsprecher ausmacht und welche Bauweisen es gibt. Danach folgen die drei Modelle mit den Angaben aus ihren Produktbezeichnungen. Im Anschluss geht es um Kriterien, die beim Vergleich eine Rolle spielen können, um die Wahl des Verstärkers, um die Aufstellung im Raum und um das Anschließen. Zum Schluss findest Du Antworten auf häufige Fragen.

Ein Hinweis vorab: Klang ist zu einem guten Teil Geschmackssache. Technische Daten helfen Dir bei der Einordnung, sie ersetzen aber nicht das eigene Hören. Wenn Du die Möglichkeit hast, Lautsprecher vor dem Kauf anzuhören, kann das bei der Entscheidung helfen.

Was einen Standlautsprecher ausmacht

Der Begriff Standlautsprecher beschreibt vor allem die Bauform: Das Gehäuse steht auf dem Boden, oft auf kleinen Füßen oder Spikes, und ist so hoch, dass die Hochtöner ungefähr auf Ohrhöhe einer sitzenden Person liegen können. Im Handel findest Du dafür auch die Bezeichnungen Standbox oder Standlautsprecherbox. Gemeint ist in der Regel dasselbe.

Das größere Gehäuse ist der wichtigste Unterschied zu kleineren Lautsprechern. Ein größeres Volumen kann es Herstellern erleichtern, tiefe Frequenzen wiederzugeben, ohne einen separaten Subwoofer einzusetzen. Wie tief ein bestimmtes Modell tatsächlich hinabreicht, hängt aber von der Konstruktion ab und lässt sich nur den Herstellerangaben entnehmen. Größe allein ist also kein Qualitätsmerkmal.

Standlautsprecher, Regallautsprecher und Säulenlautsprecher

Regal- oder Kompaktlautsprecher sind kleiner und werden auf ein Möbelstück oder einen eigenen Ständer gestellt. Sie brauchen weniger Platz, bieten aber auch weniger Gehäusevolumen. Manche Anlagen kombinieren sie deshalb mit einem Subwoofer. Wenn Du Dich für diese Bauform interessierst, findest Du in unserem Vergleich der Regallautsprecher weitere Informationen.

Säulenlautsprecher sind schlanke, hohe Lautsprecher, die oft zu Heimkino-Sets gehören. Äußerlich ähneln sie Standlautsprechern, sind aber häufig schmaler gebaut. Die Grenze zwischen beiden Bauformen ist im Handel nicht immer eindeutig. Achte deshalb weniger auf den Namen als auf die technischen Angaben, die der Hersteller nennt.

Passive und aktive Standlautsprecher

Passive Standlautsprecher haben keinen eigenen Verstärker. Sie werden über Lautsprecherkabel an einen Vollverstärker, Stereo-Receiver oder AV-Receiver angeschlossen, der das Signal verstärkt und die Lautsprecher antreibt. Diese Bauweise ist im klassischen HiFi-Bereich weit verbreitet, weil Du Verstärker und Lautsprecher getrennt auswählen und später auch einzeln austauschen kannst.

Aktive Standlautsprecher haben eine eingebaute Verstärkerelektronik und benötigen deshalb einen Stromanschluss. Manche Modelle bieten zusätzlich Funkverbindungen wie Bluetooth oder WLAN. Das kann die Einrichtung vereinfachen, weil kein separater Verstärker nötig ist. Dafür bist Du an die eingebaute Technik gebunden. Ob ein Modell aktiv oder passiv arbeitet, erkennst Du an den Herstellerangaben. Bei den drei Modellen auf dieser Seite nennt die Produktbezeichnung das nicht ausdrücklich, deshalb solltest Du es vor dem Kauf auf der Produktseite nachlesen.

Bauweisen: Wege, Treiber und Gehäuse

Standlautsprecher unterscheiden sich im Inneren teils erheblich. Zwei Begriffe begegnen Dir dabei besonders häufig: die Anzahl der Wege und die Art des Gehäuses. Beide sagen etwas über die Konstruktion aus, aber nichts darüber, ob Dir der Klang gefällt.

Zwei-Wege- und Drei-Wege-Systeme

Ein einzelner Lautsprechertreiber kann nicht alle Frequenzen gleich gut wiedergeben. Deshalb teilen viele Lautsprecher das Signal mit einer sogenannten Frequenzweiche auf mehrere Treiber auf. Bei einem Zwei-Wege-System übernimmt ein Hochtöner die hohen Töne, ein zweiter Treiber die mittleren und tiefen Töne. Bei einem Drei-Wege-System gibt es einen eigenen Zweig für den Hochton, den Mittelton und den Tiefton.

Daneben findest Du die Bezeichnung 2,5-Wege. Hier arbeiten zwei ähnliche Tieftöner zusammen, von denen einer nur im untersten Frequenzbereich mitspielt. Mehr Wege bedeuten nicht automatisch besseren Klang. Entscheidend ist, wie gut Treiber, Weiche und Gehäuse aufeinander abgestimmt sind. Die Anzahl der Wege ist deshalb eher eine Beschreibung der Bauweise als ein Bewertungsmaßstab.

Bassreflex, geschlossen oder Transmissionline

Bei einem Bassreflexgehäuse hat die Box eine Öffnung, oft mit einem Rohr dahinter. Die Luft im Rohr schwingt bei bestimmten tiefen Frequenzen mit und kann so den Bassbereich unterstützen. Die Öffnung kann vorne, hinten oder unten sitzen. Wo sie liegt, ist für die Aufstellung wichtig, denn eine rückseitige Öffnung reagiert in der Regel empfindlicher auf den Abstand zur Wand.

Ein geschlossenes Gehäuse hat keine solche Öffnung. Diese Bauweise gilt als vergleichsweise einfach in der Konstruktion und wird oft mit einem kontrollierten Bassverhalten in Verbindung gebracht. Transmissionline-Gehäuse nutzen einen langen, gefalteten Kanal im Inneren. Sie sind seltener und aufwendiger abzustimmen. Welche Bauweise ein Lautsprecher hat, steht meist in den technischen Daten.

Symbolgrafik zu Lautsprechern und Musik
Symbolgrafik: Ein Lautsprecher wandelt elektrische Signale in Schall um.

Drei Standlautsprecher im Überblick

Die folgenden drei Modelle sind laut Produktbezeichnung Standlautsprecher. Ein Punkt verdient dabei besondere Aufmerksamkeit: Die Angebote beziehen sich nicht alle auf dieselbe Menge. Beim mohr-Modell nennt die Produktbezeichnung ein Paar, bei Canton und Magnat jeweils ein Stück. Für eine Stereoanlage brauchst Du in der Regel zwei Lautsprecher. Wenn Du Preise vergleichst, solltest Du deshalb immer prüfen, ob sich das Angebot auf ein einzelnes Gerät oder auf ein Paar bezieht.

mohr SL10 Standlautsprecher

mohr Standlautsprecher SL10 schwarz, Lautsprecherboxen, HiFi Klang zum günstigen Preis, 1 Paar...
  • Beeindruckender Stereo Klang: 2-Wege Standlautsprecher-Paar mit kraftvoller Leistung für...

Der mohr SL10 ist laut Produktbezeichnung ein Standlautsprecher in Schwarz. Die Bezeichnung spricht außerdem von Lautsprecherboxen und gibt an, dass es sich um 1 Paar Lautsprecher handelt. Damit ist dieses Angebot das einzige auf dieser Seite, bei dem die Produktbezeichnung ausdrücklich zwei Lautsprecher nennt.

Zur inneren Bauweise, also zur Anzahl der Wege oder zur Gehäuseart, macht die Produktbezeichnung keine Angaben. Gleiches gilt für Impedanz, Belastbarkeit und Abmessungen. Diese Werte sind für die Wahl des passenden Verstärkers und für die Planung im Raum wichtig. Sieh sie Dir deshalb in den technischen Daten auf der Produktseite an, bevor Du Dich entscheidest. Auch ob die Lautsprecher passiv oder aktiv arbeiten, solltest Du dort nachlesen.

Canton Ergo 690 DC Standlautsprecher

Der Canton Ergo 690 DC ist laut Produktbezeichnung ein Standlautsprecher in der Farbe Wenge-Braun. Die Produktbezeichnung enthält die Leistungsangabe 170/320 Watt und weist darauf hin, dass es sich um 1 Stück handelt. Für ein Stereopaar bräuchtest Du also zwei dieser Lautsprecher.

Was genau die beiden Watt-Werte bezeichnen, erklärt die Produktbezeichnung nicht. Bei Lautsprechern werden häufig zwei Belastbarkeitswerte angegeben, etwa für Dauer- und Spitzenbelastung. Wie Canton die Werte bei diesem Modell definiert, kannst Du den technischen Daten des Herstellers entnehmen. Angaben zur Anzahl der Wege, zur Gehäuseart und zur Impedanz enthält die Produktbezeichnung nicht. Diese Daten findest Du auf der Produktseite.

Magnat Monitor S70 Standlautsprecher

Angebot
Magnat Monitor S70, 3-Wege Bassreflex-Standlautsprecher, 1 Stück, Schwarz
  • Premium 3‑way driver system: Includes two 6.5″ woofers, a 6.5″ midrange and a newly...

Der Magnat Monitor S70 ist laut Produktbezeichnung ein 3-Wege-Bassreflex-Standlautsprecher in Schwarz. Auch hier nennt die Produktbezeichnung 1 Stück, für ein Stereopaar wären also zwei Exemplare nötig. Unter den drei Modellen auf dieser Seite ist es das einzige, bei dem die Produktbezeichnung die Bauweise angibt.

3-Wege bedeutet, dass das Signal auf drei Frequenzzweige für Hoch-, Mittel- und Tiefton aufgeteilt wird. Bassreflex beschreibt ein Gehäuse mit einer Öffnung, die den Bassbereich unterstützen soll. Wo diese Öffnung bei diesem Modell sitzt, nennt die Produktbezeichnung nicht. Das ist für die Aufstellung relevant, deshalb lohnt sich ein Blick in die Herstellerangaben. Impedanz, Belastbarkeit und Abmessungen findest Du ebenfalls auf der Produktseite.

Worauf Du beim Vergleich achten kannst

Technische Daten von Lautsprechern wirken auf den ersten Blick oft verwirrend. Viele Werte werden von Herstellern unterschiedlich gemessen oder angegeben. Die folgenden Punkte helfen Dir, die Angaben einzuordnen. Sie sind allgemeine Hinweise und beziehen sich nicht auf ein bestimmtes Modell.

Paar oder Einzelstück

Standlautsprecher werden sowohl einzeln als auch paarweise angeboten. Das ist beim Preisvergleich der häufigste Stolperstein. Ein vermeintlich günstiger Preis kann sich auf ein einzelnes Gerät beziehen, ein höherer Preis auf ein Paar. Lies deshalb in der Produktbezeichnung oder Beschreibung nach, welche Menge gemeint ist. Wenn Du einzelne Lautsprecher kaufst, solltest Du beide aus derselben Modellreihe wählen, damit Klang und Optik zusammenpassen.

Belastbarkeit und Watt-Angaben

Die Watt-Angabe bei passiven Lautsprechern beschreibt in der Regel nicht, wie laut ein Lautsprecher spielt, sondern wie viel elektrische Leistung er verkraften soll. Häufig findest Du eine Nennbelastbarkeit, die sich auf den Dauerbetrieb bezieht, und eine Musik- oder Spitzenbelastbarkeit für kurze Impulse. Diese Werte werden nicht von allen Herstellern nach demselben Verfahren ermittelt, deshalb lassen sie sich zwischen verschiedenen Marken nur eingeschränkt vergleichen.

Bei der Kombination mit einem Verstärker wird oft empfohlen, auf ein sinnvolles Verhältnis zu achten. Ein deutlich zu schwacher Verstärker kann bei hoher Lautstärke an seine Grenzen kommen und das Signal verzerren, ein sogenanntes Clipping. Ein deutlich zu starker Verstärker kann die Lautsprecher überlasten, wenn er voll aufgedreht wird. Halte Dich im Zweifel an die Empfehlungen des Herstellers.

Impedanz und Verstärker

Die Impedanz ist der Wechselstromwiderstand eines Lautsprechers und wird in Ohm angegeben. Im Heimbereich sind Werte von 4 bis 8 Ohm verbreitet. Wichtig ist, dass Dein Verstärker für die Impedanz der Lautsprecher ausgelegt ist. Viele Verstärker nennen in ihren Daten, ab welcher Impedanz sie betrieben werden dürfen. Lautsprecher mit niedriger Impedanz fordern vom Verstärker in der Regel mehr Strom. Prüfe deshalb vor dem Kauf, ob Verstärker und Lautsprecher laut Herstellerangaben zueinander passen.

Wirkungsgrad und Kennschalldruck

Der Wirkungsgrad gibt an, wie effizient ein Lautsprecher elektrische Leistung in Schall umwandelt. Hersteller nennen dafür meist den Kennschalldruck in Dezibel, gemessen bei einer bestimmten Leistung und in einem bestimmten Abstand. Ein höherer Wert bedeutet, dass der Lautsprecher bei gleicher Verstärkerleistung lauter spielt. Das kann besonders dann wichtig sein, wenn Du einen Verstärker mit eher geringer Leistung nutzen möchtest.

Frequenzbereich

Der Frequenzbereich zeigt, von welcher tiefsten bis zu welcher höchsten Frequenz ein Lautsprecher Töne wiedergibt. Das menschliche Gehör nimmt ungefähr den Bereich von 20 bis 20.000 Hertz wahr, im Alter meist etwas weniger. Die Angaben der Hersteller sind allerdings nicht immer vergleichbar, weil oft nicht dazu gesagt wird, bei welcher Abweichung gemessen wurde. Ein sehr tiefer Wert in den Daten sagt deshalb wenig darüber aus, wie kräftig der Bass in Deinem Raum tatsächlich ankommt.

Abmessungen, Gewicht und Raum

Standlautsprecher brauchen Platz, und zwar nicht nur für das Gehäuse selbst, sondern auch für den Abstand zu Wänden und Möbeln. Miss vor dem Kauf nach, wo die Lautsprecher stehen sollen, und vergleiche das mit den Abmessungen auf der Produktseite. Auch das Gewicht kann eine Rolle spielen, etwa beim Transport in eine obere Etage oder wenn Du die Position später verändern möchtest.

Die Raumgröße beeinflusst den Klang stark. In kleinen Räumen kann ein großer Lautsprecher den Bass überbetonen, vor allem wenn er nah an der Wand steht. In großen Räumen kann ein kleinerer Lautsprecher dagegen dünn wirken. Eine feste Regel gibt es nicht, weil auch Möblierung, Teppiche und Vorhänge mitspielen.

Oberfläche und Farbe

Ein Standlautsprecher fällt im Raum auf. Viele Modelle gibt es in Schwarz, daneben in Weiß oder in Holzoptik. Die Oberfläche kann foliert, lackiert oder furniert sein. Welche Ausführung ein Modell hat, steht in der Produktbezeichnung oder Beschreibung. Bei den drei Modellen auf dieser Seite nennen die Produktbezeichnungen für mohr und Magnat Schwarz und für Canton Wenge-Braun. Das Material der Oberfläche geben sie nicht an.

Den passenden Verstärker finden

Passive Standlautsprecher brauchen einen Verstärker. Für reine Stereo-Wiedergabe kommt meist ein Vollverstärker oder Stereo-Receiver infrage. Wenn die Lautsprecher Teil eines Heimkinos werden sollen, wird oft ein AV-Receiver genutzt, der mehrere Kanäle versorgen kann. Achte bei jedem Verstärker auf die Ausgangsleistung pro Kanal, die unterstützte Impedanz und die vorhandenen Anschlüsse.

Überlege Dir außerdem, welche Quellen Du anschließen möchtest. Ein CD-Player oder ein Streaming-Gerät wird meist über einen Analog- oder Digitaleingang verbunden. Für die Verbindung mit analogen Geräten kommen häufig Cinch-Kabel zum Einsatz. Wenn Du einen Plattenspieler nutzen möchtest, brauchst Du einen Phono-Eingang am Verstärker oder einen separaten Phono-Vorverstärker.

Standlautsprecher richtig aufstellen

Die Aufstellung hat großen Einfluss darauf, wie ein Lautsprecher im Raum klingt. Schon kleine Veränderungen können hörbare Unterschiede bewirken.

Abstand zur Wand

Steht ein Lautsprecher sehr nah an einer Wand oder in einer Ecke, wird der Bass in der Regel verstärkt. Das kann gewollt sein, kann aber auch dröhnend wirken. Viele Hersteller geben in der Anleitung einen empfohlenen Mindestabstand zur Rück- und Seitenwand an. Bei Bassreflexlautsprechern mit Öffnung auf der Rückseite ist dieser Abstand besonders wichtig. Fang mit dem empfohlenen Wert an und verändere die Position dann schrittweise, bis Dir das Ergebnis gefällt.

Das Stereodreieck

Für eine gute räumliche Abbildung wird häufig empfohlen, die beiden Lautsprecher und Deinen Hörplatz in einem ungefähr gleichseitigen Dreieck anzuordnen. Der Abstand zwischen den Lautsprechern entspricht dann etwa dem Abstand von jedem Lautsprecher zu Deinem Sitzplatz. Viele Menschen drehen die Lautsprecher zusätzlich leicht zum Hörplatz hin. Ob und wie stark das sinnvoll ist, hängt vom Lautsprecher und vom Raum ab.

Untergrund, Spikes und Füße

Standlautsprecher sollten sicher und stabil stehen. Manche Modelle werden mit Spikes oder Gummifüßen geliefert, andere nicht. Spikes sollen die Kopplung zum Boden verändern, auf empfindlichen Böden wie Parkett werden oft Unterlegscheiben genutzt, um Kratzer zu vermeiden. Was im Lieferumfang enthalten ist, steht auf der Produktseite. Achte außerdem darauf, dass hohe Lautsprecher nicht leicht umkippen können, etwa wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben. Herstellerangaben zur sicheren Aufstellung solltest Du beachten.

Anschließen und Verkabeln

Passive Lautsprecher werden über Lautsprecherkabel mit dem Verstärker verbunden. Dabei ist die richtige Polung wichtig: Der Pluspol am Verstärker gehört an den Pluspol am Lautsprecher, der Minuspol an den Minuspol. Werden die Pole bei einem Lautsprecher vertauscht, kann das die Wiedergabe beeinträchtigen, vor allem im Bassbereich. Schalte den Verstärker vor dem Anschließen aus.

Viele Lautsprecher haben Schraubklemmen, an die Du blanke Kabelenden, Kabelschuhe oder Bananenstecker anschließen kannst. Manche Modelle bieten doppelte Anschlussklemmen für Bi-Wiring oder Bi-Amping. Dabei werden Hoch- und Tieftonbereich getrennt angeschlossen. Ob ein Lautsprecher das unterstützt, steht in den Herstellerangaben. Wenn Du es nicht nutzen möchtest, bleiben die Brücken zwischen den Klemmen einfach eingesetzt.

Standlautsprecher im Heimkino

Standlautsprecher lassen sich auch in ein Heimkino einbinden. Dort übernehmen sie meist die Rolle der Frontlautsprecher links und rechts. Ergänzt werden sie durch einen Center-Lautsprecher, Rücklautsprecher und oft einen Subwoofer. Ein AV-Receiver verteilt die Kanäle und erlaubt in der Regel eine Einmessung auf den Raum.

Wenn Du ein komplettes System suchst, das bereits aufeinander abgestimmt ist, kann ein Set eine Alternative sein. Einen Überblick über solche Systeme findest Du in unserem Ratgeber zum 5.1-Soundsystem. Wenn Du einzelne Lautsprecher kombinierst, empfiehlt es sich, auf eine passende Abstimmung zu achten. Viele Hersteller bieten Center- und Rücklautsprecher aus derselben Serie an.

Häufig gestellte Fragen zu Standlautsprechern

Brauchen Standlautsprecher einen Verstärker?

Passive Standlautsprecher haben keinen eigenen Verstärker und werden an einen Vollverstärker, Stereo-Receiver oder AV-Receiver angeschlossen. Aktive Standlautsprecher haben eine eingebaute Verstärkerelektronik und benötigen einen Stromanschluss. Ob ein Modell aktiv oder passiv arbeitet, steht in den Herstellerangaben. Bei den drei Modellen auf dieser Seite nennt die Produktbezeichnung das nicht ausdrücklich.

Werden Standlautsprecher einzeln oder als Paar verkauft?

Beides kommt vor. Auf dieser Seite nennt die Produktbezeichnung beim mohr SL10 ein Paar, beim Canton Ergo 690 DC und beim Magnat Monitor S70 jeweils ein Stück. Für eine Stereoanlage brauchst Du in der Regel zwei Lautsprecher. Prüfe beim Preisvergleich deshalb immer, welche Menge gemeint ist.

Was bedeutet 3-Wege bei einem Lautsprecher?

Bei einem 3-Wege-System teilt eine Frequenzweiche das Signal auf drei Zweige auf: einen für den Hochton, einen für den Mittelton und einen für den Tiefton. Jeder Zweig wird von einem oder mehreren eigenen Treibern wiedergegeben. Mehr Wege bedeuten nicht automatisch besseren Klang, entscheidend ist die Abstimmung der Komponenten.

Was sagt die Watt-Angabe bei passiven Lautsprechern aus?

Bei passiven Lautsprechern beschreibt die Watt-Angabe meist die Belastbarkeit, also wie viel elektrische Leistung der Lautsprecher verkraften soll. Häufig werden zwei Werte genannt, etwa für Dauer- und Spitzenbelastung. Wie laut ein Lautsprecher spielt, hängt eher vom Kennschalldruck und vom Verstärker ab. Wie ein Hersteller die Werte definiert, steht in den technischen Daten.

Wie viel Abstand sollte ein Standlautsprecher zur Wand haben?

Eine feste Regel gibt es nicht. Ein geringer Abstand verstärkt in der Regel den Bass, was dröhnend wirken kann. Viele Hersteller nennen in der Anleitung einen empfohlenen Mindestabstand. Bei Bassreflexlautsprechern mit rückseitiger Öffnung ist der Abstand zur Rückwand besonders wichtig. Probiere verschiedene Positionen aus und höre, was Dir in Deinem Raum gefällt.

Kann ich Standlautsprecher im Heimkino verwenden?

Ja, Standlautsprecher werden im Heimkino häufig als Frontlautsprecher links und rechts eingesetzt. Ergänzt werden sie meist durch einen Center, Rücklautsprecher und einen Subwoofer, die über einen AV-Receiver angesteuert werden. Für eine stimmige Wiedergabe bieten viele Hersteller passende Lautsprecher aus derselben Serie an.

Fazit: Standlautsprecher sorgfältig auswählen

Standlautsprecher bieten durch ihr größeres Gehäuse Raum für mehrere Treiber und ein größeres Luftvolumen. Ob sie zu Dir passen, hängt von Deinem Raum, Deinem Verstärker und Deinen Hörgewohnheiten ab. Wichtig sind vor allem die Angaben zu Impedanz, Belastbarkeit, Kennschalldruck und Abmessungen sowie die Frage, ob sich ein Angebot auf ein einzelnes Gerät oder auf ein Paar bezieht.

Die drei Modelle auf dieser Seite sind laut Produktbezeichnung Standlautsprecher. Beim mohr SL10 nennt die Produktbezeichnung ein Paar, beim Canton Ergo 690 DC und beim Magnat Monitor S70 jeweils ein Stück. Für den Magnat Monitor S70 gibt die Produktbezeichnung eine 3-Wege-Bassreflex-Bauweise an, für den Canton Ergo 690 DC die Angabe 170/320 Watt. Weitere technische Daten findest Du auf den jeweiligen Produktseiten. Plane außerdem etwas Zeit für die Aufstellung ein, denn sie kann den Klang deutlich beeinflussen.

Bildnachweis:

  • https://pixabay.com/de/vectors/musik-boxen-audio-ger%C3%A4te-2923447/
  • https://pixabay.com/de/illustrations/elektronik-lautsprecher-soundsystem-1597389/
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Letzte Aktualisierung am 13.10.2026 um 18:36 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API