Kaufberatung: Das Wichtigste in Kürze
Fünf empfehlenswerte Nachtsichtgeräte im Überblick
Die folgenden fünf Geräte stammen aus unterschiedlichen Preisklassen und zeigen die Bandbreite dessen, was am Markt erhältlich ist. Wir stellen sie Dir in neutraler Reihenfolge vor, ohne Ranking – welches Modell für Dich am besten passt, hängt von Deinem Einsatzzweck ab.BRESSER Explorer 130 Binokulares Nachtsichtgerät
- Bei Dunkelheit und Tageslicht behalten Sie mit dem digitalen Infrarot-Nachtsichtgerät mit...
BRESSER Nightlux 200 Pro Digitales Nachtsichtgerät
- Durch das Nachtsichtgerät mit 3-facher Vergrößerung, 2-fach-Zoom und Fotosowie...
BRESSER Nachtsichtgerät mit Infrarotbeleuchtung und Kopfhalterung
- Das digitale Nachsichtgerät mit binokularem Einblick und praktischer Kopfhalterung...
BRESSER Digitales Nachtsichtgerät mit Aufnahmefunktion
- Vergrößerung: 3x (2x digitaler Zoom) / 120 m Reichweite
BRESSER Mono Digital Nachtsichtgerät mit IR-Beleuchtung und Kamera
- Ergonomisches Design mit beleuchteten Silikontasten für intuitive Bedienung auch bei...
Wo kannst Du ein Nachtsichtgerät kaufen?
Vor Ort und online bekommst Du ein großes Angebot an Nachtsichtgeräten.Möchtest Du ein Nachtsichtgerät vor dem Kauf persönlich in die Hand nehmen, sind Fachgeschäfte vor Ort die bessere Wahl. Nachtsichtgeräte findest Du in Fotofachgeschäften, im Jagdladen, beim Optiker und auf Jagdmessen. Alternative Anbieter sind Elektronik-Fachmärkte wie Media Markt oder Saturn.In Onlineshops findest Du häufig eine größere Auswahl und kannst Dich zunächst anhand von Produktbeschreibungen und Kundenrezensionen informieren. Bekannte Anlaufstellen sind unter anderem:- Amazon
- Ebay
- Ebay Kleinanzeigen
- ASMC
- VDB (Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e. V.)
Wie funktioniert ein Nachtsichtgerät?
Ein Nachtsichtgerät besteht im Kern aus drei Komponenten: Objektiv, Bildverstärkerröhre und Okular.Das Objektiv sammelt vorhandenes Restlicht und ist zugleich für Infrarot-Strahlung durchlässig. Außerdem ist es für die Fokussierung zuständig. Die Bildverstärkerröhre wandelt einfallendes Licht in Elektronen um, verstärkt dieses Signal und wandelt es anschließend wieder in sichtbares Licht zurück. Das Okular vergrößert das entstandene Abbild.
Infrarot-Strahler oder Restlichtverstärker: Welche Bauart passt zu Dir?
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Nachtsichtgeräten: solche mit eingebauten Infrarot-Strahlern und reine Restlichtverstärker. Beide nutzen unterschiedliche physikalische Prinzipien, um in der Dunkelheit ein Bild zu erzeugen.Nachtsichtgeräte mit Infrarot-Strahlern (Aktivgeräte)
Bei Geräten mit eingebauten Infrarot-Strahlern spricht man auch von Aktivgeräten. Sobald kaum noch Restlicht vorhanden ist, kann mithilfe eines Infrarot-Aufhellers die Sichtbarkeit erweitert werden. Die IR-Strahler sind im Gehäuse des Nachtsichtgeräts verbaut und leuchten in der Regel nur einen Teil des Blickfelds gezielt aus.Ein Vorteil der Infrarot-Strahlung: Sie ist für andere Lebewesen nicht sichtbar. Tierbeobachtungen in der Nacht sind dadurch möglich, ohne das natürliche Verhalten der Tiere zu stören. Nachtsichtgeräte mit Infrarot-Strahlern ermöglichen zudem auch bei widrigen Witterungsverhältnissen wie leichtem Nebel eine vergleichsweise klare Sicht.Vorteile
- Funktioniert auch bei völliger Dunkelheit
- Gleichmäßige Ausleuchtung möglich
Nachteile
- Höheres Gewicht durch zusätzliche Technik
- Höherer Stromverbrauch
- Begrenzter Aktionsradius der Strahler
Restlichtverstärker (Passivgeräte)
Der Restlichtverstärker ist ein Passivgerät. Er ist in der Regel klein, leicht und handlich, was viel Bewegungsfreiheit erlaubt – ein Grund, warum diese Bauart bei Aktivitäten wie der Naturbeobachtung beliebt ist.Ein Restlichtverstärker verstärkt vorhandenes Licht, etwa von Straßenbeleuchtung, Mond oder Sternen, und ermöglicht dadurch ein helleres Bild. Technisch funktioniert das so: Das vorhandene Licht wird von einer lichtempfindlichen Objektivlinse auf die Fotokathode eines Bildverstärkers gerichtet. Die Lichtenergie setzt dort Elektronen frei, die durch ein elektrisches Feld beschleunigt werden und in eine Mikrokanalplatte eindringen, wo weitere Elektronen entstehen. Diese Elektronen-Wolke – eine verstärkte Version des Originalbilds – trifft am Ende auf einen Leuchtstoffschirm, der durch die hohe Energie zum Glühen gebracht wird und so das sichtbare Bild erzeugt.Häufig kommt dabei ein grüner Leuchtstoff zum Einsatz, weil das menschliche Auge mehr Grünschattierungen unterscheiden kann als bei anderen Farben, wodurch sich Objekte im Bild besser voneinander abheben.Vorteile
- Großer Aktionsradius
- Geringes Gewicht
- Einfache Handhabung
- Guter Kontrast bei ausreichendem Restlicht
Nachteile
- Funktioniert nur mit vorhandenem Restlicht
- Bei völliger Dunkelheit ohne Restlicht kaum nutzbar
Kaufkriterien: Woran Du Nachtsichtgeräte vergleichen kannst
Anhand der folgenden Kriterien kannst Du verschiedene Nachtsichtgeräte vergleichen und einschätzen, welches Modell zu Deinen Ansprüchen passt:- Reichweite
- Vergrößerung
- Objektivdurchmesser
- Dioptrienausgleich
- Stromversorgung
- Gewicht
Reichweite
Der Hersteller gibt üblicherweise die Reichweite seiner Modelle in Metern an. So lässt sich abschätzen, aus welcher Entfernung noch ein brauchbares Bild mit dem Nachtsichtgerät möglich ist. Die Herstellerangabe bezieht sich in der Regel auf optimale Bedingungen und kann in der Praxis je nach Umgebungslicht und Witterung abweichen.Vergrößerung
Der angegebene Vergrößerungsfaktor zeigt an, um wie viel größer Du Dinge durch das Nachtsichtgerät im Vergleich zum bloßen Auge siehst. Je höher die Vergrößerung, desto kleiner wird in der Regel das Sichtfeld – ein Aspekt, den Du bei der Auswahl bedenken solltest.Objektivdurchmesser
Die Vergrößerung allein sagt wenig über die Bildqualität aus. Entscheidend ist die Kombination aus Vergrößerung und Objektivöffnung: Der Objektivdurchmesser bestimmt, wie viel Licht das Gerät aufnehmen kann, und beeinflusst damit maßgeblich die Bildhelligkeit. Ein hoher Vergrößerungsfaktor bei kleinem Objektivdurchmesser führt oft zu einem zu dunklen, kaum brauchbaren Bild.Dioptrienausgleich
Für Brillenträger ist der Dioptrienausgleich ein wichtiges Kaufkriterium. Er gleicht eine Fehlsichtigkeit des Auges durch eine mechanische Anpassung der Bildschärfe am Okular aus, ähnlich wie man es von Ferngläsern kennt. Die Korrekturstärke wird in Dioptrien angegeben und liegt bei den meisten Geräten zwischen -3 und +3 Dioptrien. Bei einem Ausgleich von Null sieht ein Auge mit normaler Brechkraft ein scharfes Bild; positive Werte helfen Weitsichtigen, negative Werte Kurzsichtigen.Stromversorgung
Zur Stromversorgung setzen Hersteller in der Regel entweder auf Batterien oder wiederaufladbare Akkus. Akkus müssen seltener ausgetauscht werden, was bei längeren Beobachtungen praktisch ist. Batteriebetriebene Geräte sind dafür meist unabhängiger von einer Lademöglichkeit unterwegs, erfordern jedoch, dass Du stets Ersatzbatterien dabei hast.Gewicht
Ein leichtes Nachtsichtgerät ist bei längeren nächtlichen Ausflügen angenehmer zu tragen und einfacher einhändig zu bedienen. Modelle mit Kopfhalterung bieten zudem den Vorteil, dass Du beide Hände frei hast.Was kostet ein Nachtsichtgerät?
Die Preise von Nachtsichtgeräten schwanken stark, da sich die Geräte je nach Bedürfnissen und Einsatzbereich deutlich unterscheiden.Ab etwa 90 bis 150 Euro bekommst Du bereits ein einfaches Einsteigergerät, solltest dabei aber keine Spitzenqualität erwarten – Zoomfunktion und Reichweite sind in dieser Preisklasse begrenzt. Als Einsteigergerät für Amateurzwecke sind günstige Modelle dennoch eine gute Möglichkeit, sich mit der Technik vertraut zu machen.Für anspruchsvollere Einsatzzwecke mit besserer Zoomfunktion, größerer Reichweite und höherer Bildqualität solltest Du mit einem Preis ab etwa 300 Euro aufwärts rechnen. Wie viel Investition sinnvoll ist, hängt letztlich davon ab, wie regelmäßig und professionell Du das Gerät nutzen möchtest.Wer ohnehin gern nachts oder in der Dämmerung unterwegs ist, findet ergänzend in unserem Ratgeber zu Stirnlampen und unserem Vergleich von LED-Taschenlampen passende Beleuchtungslösungen für den Weg zum und vom Beobachtungsort.Häufig gestellte Fragen zu Nachtsichtgeräten
Grundsätzlich lässt sich ein Nachtsichtgerät auch bei Tageslicht als optisches Gerät nutzen, es ersetzt dabei aber kein klassisches Fernglas. Bei Restlichtverstärkern solltest Du starke Sonneneinstrahlung sogar vermeiden, da die empfindliche Bildverstärkerröhre dadurch beschädigt werden kann.
Infrarot-Geräte senden aktiv unsichtbares Infrarotlicht aus und funktionieren dadurch auch in völliger Dunkelheit. Restlichtverstärker sind passive Geräte, die vorhandenes schwaches Licht wie Mond- oder Sternenlicht verstärken und dafür immer etwas Umgebungslicht benötigen.
Der Dioptrienausgleich passt die Bildschärfe individuell an Deine Sehstärke an, sodass Du das Gerät auch ohne Brille scharf sehen kannst. Die meisten Modelle bieten einen Ausgleich zwischen -3 und +3 Dioptrien.
Einfache Einsteigergeräte sind bereits ab etwa 90 bis 150 Euro erhältlich. Für eine höhere Reichweite, bessere Bildqualität und stabilere Verarbeitung solltest Du mit Preisen ab rund 300 Euro rechnen.
Bei sachgemäßer Verwendung sind moderne Nachtsichtgeräte für die Augen unbedenklich. Wichtig ist, das Gerät nicht direkt bei starker Sonneneinstrahlung zu benutzen, da dies die empfindliche Elektronik beziehungsweise Bildröhre beschädigen kann – nicht die Augen selbst.
Bildnachweis
- https://pixabay.com/de/ferngläser-blick-fokus-optische-1209892/
- https://pixabay.com/de/ferngläser-spiegel-vergrößerung-933246/
Letzte Aktualisierung am 29.09.2026 um 02:14 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

