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Metallophone im Vergleich: Klangplatten, Tonumfang und Einsatz
Veröffentlicht von: Redaktion ExpertMensch|In: Musik, Musikinstrumente, Schlaginstrumente|8. November 2019
Wir haben diesen Test & Vergleich (10/2026) im laufenden Monat überprüft und die Beschreibungen einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor auf dem neuesten Stand. Letztes Update am: 07.10.2026

Metallophone im Vergleich: Klangplatten, Tonumfang und Einsatz

Ein Metallophon ist ein Stabspiel mit gestimmten Klangplatten aus Metall. Angeschlagen mit Schlägeln, erzeugen die Platten einen hellen, klaren Ton mit deutlich längerem Nachhall als die Holzstäbe eines Xylophons. Unter dem Begriff findest Du sehr unterschiedliche Instrumente: bunte Kinder-Metallophone mit wenigen Tönen, Orff-Instrumente für Schule und Musikgruppe und chromatische Modelle mit 25 Platten im Koffer. Auch das Glockenspiel gehört als kleine, hoch klingende Bauform zu den Metallophonen.

Auf dieser Seite stellen wir Dir vier Instrumente mit Metallklangplatten von Alysée, GEWA, Sonor und HABA vor und erklären, worin sie sich unterscheiden. Die Einordnung basiert auf aktuellen Produkt- und Herstellerinformationen sowie redaktioneller Recherche. Die Reihenfolge ist kein Ranking, und die Auswahl ist kein vollständiger Marktüberblick. Aktuelle Preise und Verfügbarkeit findest Du direkt in den Produktboxen. Suchst Du ein Instrument mit Klangstäben aus Holz, ist unser Xylophon-Vergleich die passende Anlaufstelle.

Das Wichtigste in Kürze

  • Metall statt Holz: Metallophone haben Klangplatten aus Metall, meist Aluminium oder Stahl. Xylophone besitzen Holzstäbe. Viele Kinder-Metallophone werden im Handel trotzdem „Xylophon“ genannt.
  • Glockenspiel als Sonderform: Das Glockenspiel ist ein kleines Metallophon mit schmalen Platten und hoher Lage. Für Kinderlieder und Schulunterricht ist es eine der verbreitetsten Bauformen.
  • Tonvorrat nach Lernziel wählen: Pentatonische Instrumente eignen sich für freies Spiel, diatonische Reihen für einfache Lieder, chromatische Modelle mit 25 Platten für Notenspiel mit Vorzeichen.
  • Langer Nachhall, hohe Durchsetzungskraft: Metall klingt lange nach. Weiche Schlägel und ein lockerer Anschlag machen das Spielen in der Wohnung angenehmer.
  • Altersangabe beachten: Herausnehmbare Platten, Haltestifte und Schlägel sind für Kleinkinder nicht unbedenklich. Maßgeblich sind die Hinweise des Herstellers.

Was ist ein Metallophon?

Metallophone gehören zu den Idiophonen, also zu den Instrumenten, bei denen der Klangkörper selbst schwingt. Die Platten liegen auf weichen Auflagen über einem Rahmen oder Resonanzkasten und werden meist über Stifte in Position gehalten. Je länger und dicker eine Platte ist, desto tiefer klingt sie. Beim Anschlag schwingt die Platte frei; ein Resonanzkasten aus Holz verstärkt den Ton und verlängert ihn.

Der Begriff Metallophon wird in zwei Bedeutungen verwendet. Im weiten Sinn ist er der Oberbegriff für alle Stabspiele mit Metallplatten, also auch für Glockenspiel und Vibraphon. Im engeren Sinn, vor allem im Orff-Instrumentarium, bezeichnet er Instrumente mit breiten, dicken Aluminiumplatten in Sopran-, Alt- oder Basslage, die weicher und tiefer klingen als ein Glockenspiel. Im Handel für Kinder und Familien verschwimmen diese Grenzen: Dort heißen Instrumente mit farbigen Metallplatten mal Metallophon, mal Glockenspiel und oft auch Xylophon.

Metallophon, Glockenspiel und Xylophon im Vergleich

Das Glockenspiel besitzt schmale, vergleichsweise dünne Platten, häufig aus Stahl. Es klingt hoch, hell und glockenartig. Im Orff-Instrumentarium gibt es Sopran- und Alt-Glockenspiele; in Schulen sind chromatische Glockenspiele mit 25 Platten im Etui verbreitet. Das Metallophon im engeren Sinn hat breitere Platten und eine tiefere, wärmere Lage. Das Xylophon dagegen besitzt Klangstäbe aus Holz und klingt kurz, trocken und perkussiv.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Wer einen lang nachklingenden, hellen Ton sucht, ist bei Metallophon und Glockenspiel richtig. Wer einen warmen, kurzen Holzklang möchte, sollte zu einem echten Xylophon greifen. Instrumente mit Holzklangstäben vom Kinderinstrument bis zum Xylophon mit Ständer vergleichen wir separat im Xylophon-Ratgeber.

Pentatonisch, diatonisch oder chromatisch?

Pentatonische Instrumente haben nur fünf Töne pro Oktave, bei denen keine Halbtonschritte vorkommen. Jede Tonfolge klingt dadurch harmonisch. Das macht sie für sehr junge Kinder und freies Improvisieren attraktiv. Diatonische Metallophone folgen einer Dur-Tonleiter, meist C-Dur. Sie reichen für viele Kinder- und Volkslieder. Orff-Instrumente ergänzen diese Reihe oft um einzelne Zusatzplatten wie fis und b, damit auch G-Dur und F-Dur spielbar werden.

Chromatische Instrumente enthalten alle Halbtöne. Sie sind wie eine Klaviatur in zwei Reihen angeordnet: vorne die Stammtöne, hinten die Halbtöne. Damit lassen sich Stücke in allen Tonarten spielen. Für Einsteiger ist die größere Zahl an Platten anfangs unübersichtlicher, für Unterricht nach Noten aber oft Voraussetzung.

Symbolbild Stabspiel mit farbigen Klangplatten
Symbolbild: Stabspiel mit farbigen Klangplatten.

Vier Metallophone im Vergleich

Die Auswahl zeigt vier unterschiedliche Bauformen: ein chromatisches Metallophon mit 25 Platten im Koffer, ein chromatisches Schul-Glockenspiel im Kunststoffetui, ein diatonisches Orff-Sopran-Glockenspiel mit Resonanzkasten und ein pentatonisches Kinder-Metallophon, das mit einer Trommel kombiniert ist. Alle vier Instrumente haben Klangplatten aus Metall.

Alysée MT25-C-RD: chromatisches Metallophon mit 25 Platten im Koffer

Alysée – MT25-C-RD Metallophon mit 25 chromatischen Platten, Koffer mit Griff und Schlägeln im...
  • HERVORRAGENDE KLANGQUALITÄT: Die 25 Chromplatten des Alysée-Metallophons garantieren...

Das Alysée MT25-C-RD ist laut Produktbezeichnung ein Metallophon mit 25 chromatischen Platten. Ein Koffer mit Griff und Schlägel gehören zum Lieferumfang. Die chromatische Plattenreihe enthält alle Halbtöne und ermöglicht damit das Spielen nach Noten mit Vorzeichen. Bei vielen Instrumenten dieser Bauart dient der Koffer zugleich als Unterbau für die Platten; wie das beim Alysée-Modell gelöst ist, zeigen die Produktfotos im Angebot.

Weitere technische Details wie Plattenmaterial, Tonumfang oder Abmessungen nennt die Produktbezeichnung nicht. Wer das Instrument im Unterricht nach Vorgabe einsetzen möchte, sollte den Tonumfang daher im Angebot oder beim Händler prüfen. Für kleinere Kinder ist die Zahl der Platten zunächst unübersichtlich. Erwachsene können den Einstieg erleichtern, indem sie anfangs nur die vordere Reihe verwenden.

Einsatzprofil: Schülerinnen und Schüler, Musikgruppen und Erwachsene, die ein kompaktes chromatisches Metallophon zum Mitnehmen suchen.

  • Vorteile: 25 chromatische Platten, Koffer mit Griff, Schlägel im Lieferumfang.
  • Nachteile: wenige technische Angaben in der Produktbezeichnung; für Kleinkinder zu komplex.

GEWA Glockenspiel 847000: chromatisches Schul-Glockenspiel im Etui

Gewa Glockenspiel – Modell 847000 – 25 Metallklangplatten – chromatisch G5-G...
  • Das Gewa Glockenspiel verfügt über 25 Metallklangplatten in chromatischer Anordnung mit...

Das GEWA-Modell 847000 ist ein chromatisches Glockenspiel mit 25 Metallklangplatten im Tonumfang von G5 bis G7, also zwei Oktaven im hohen Bereich. Laut Produktbezeichnung liegt es in einem blauen Kunststoffetui mit Griff, zwei Schlägel sind enthalten. Diese Bauform ist in vielen Schulen verbreitet, weil sie leicht, transportabel und robust ist.

Im Vergleich zum Alysée-Metallophon richtet sich das GEWA-Glockenspiel mit seinem klar benannten Tonumfang besonders an Schüler, die nach Schulnoten spielen. Durch die hohe Lage klingt ein Glockenspiel sehr hell und durchsetzungsfähig. Für das Üben zu Hause sind weichere Schlägel eine Überlegung wert.

Einsatzprofil: Musikunterricht in der Schule, Notenlernen mit Halbtönen und Üben zu Hause.

  • Vorteile: 25 chromatische Platten mit angegebenem Tonumfang, leichtes Etui mit Griff, zwei Schlägel.
  • Nachteile: sehr heller, durchdringender Klang; mit 25 Platten für Einsteiger zunächst unübersichtlich.

Sonor GP: Orff-Sopran-Glockenspiel mit Stahlplatten

Das Sonor GP stammt aus der Primary-Reihe des Orff-Instrumentenherstellers Sonor. Laut Hersteller besitzt es 14 Stahlklangplatten im Format 20 × 2 Millimeter in Sopranlage ab c3. Die Grundreihe ist in C-Dur aufgebaut und wird durch die Zusatzplatten fis, b und ein hohes fis ergänzt. So lassen sich neben C-Dur auch Stücke in G-Dur und F-Dur spielen. Der Resonanzkasten besteht aus Buchenholz, ein Paar Schlägel vom Typ SCH 40 ist enthalten.

Auf den Platten sind laut Hersteller Notenlinien aufgedruckt. Das erleichtert die Zuordnung von Notenbild und Ton im Unterricht. Laut Fachhandel lassen sich Platten austauschen. Wie bei Orff-Instrumenten üblich, können Lehrkräfte so nicht benötigte Töne entfernen, damit sich Kinder auf die richtigen Platten konzentrieren. Das Instrument ist bewusst als Glockenspiel ausgelegt: Es klingt höher und heller als ein Orff-Metallophon im engeren Sinn.

Einsatzprofil: Kita, Grundschule, Musikschule und Familien, die ein Orff-Instrument mit Resonanzkasten und pädagogischer Plattenanordnung suchen.

  • Vorteile: Stahlplatten auf Buchen-Resonanzkasten, C-Dur mit drei Zusatztönen, Notenlinien-Aufdruck, austauschbare Platten.
  • Nachteile: nicht vollchromatisch; lose Platten erfordern bei kleinen Kindern Aufsicht.

HABA Klang-Kroko: pentatonisches Kinder-Metallophon mit Trommel

HABA Klang-Kroko: Metallophon & Kindertrommel für Kleinkinder
412 Bewertungen
HABA Klang-Kroko: Metallophon & Kindertrommel für Kleinkinder
  • VIELSEITIGES MUSIKSPIELZEUG: Das Klangspielzeug aus Holz vereint Rassel, Kindertrommel und...

Das HABA Klang-Kroko verbindet ein pentatonisch gestimmtes Metallophon mit einer Trommel. Laut Fachhandel kommen eine Rassel an der Schnauze und eine Glocke am Schwanz hinzu, zwei Schlägel ermöglichen das gemeinsame Spielen. Das Spielzeug besteht aus Metall, Birken- und Buchenholz und ist ab 24 Monaten vorgesehen. Durch die pentatonische Stimmung klingt jede Tonfolge harmonisch, auch wenn kleine Kinder einfach drauflos spielen.

Das Klang-Kroko ist das einzige Instrument im Vergleich, das sich ausdrücklich an Kleinkinder richtet. Es dient eher dem Entdecken von Klängen, Rhythmen und Lautstärken als dem gezielten Melodiespiel nach Noten. Für Kinderlieder mit festen Melodien fehlen die Töne einer vollständigen Tonleiter. Wer später gezielt Lieder spielen möchte, kann auf ein diatonisches Instrument umsteigen.

Einsatzprofil: Kleinkinder ab dem angegebenen Alter, freies Spiel, Rhythmus- und Klangerfahrungen in Familie und Krippe.

  • Vorteile: pentatonische Stimmung ohne „falsche“ Töne, Trommel und weitere Klangelemente, zwei Schlägel für gemeinsames Spielen.
  • Nachteile: kein vollständiges Melodieinstrument; mehrere Klangquellen können vom Melodiespiel ablenken.

Die vier Metallophone auf einen Blick

ModellBauformPlattenTonvorratLieferumfang
Alysée MT25-C-RDMetallophon im Koffer25, MetallchromatischKoffer mit Griff, Schlägel
GEWA 847000Schul-Glockenspiel im Etui25, Metallchromatisch, G5–G7Kunststoffetui, 2 Schlägel
Sonor GPOrff-Sopran-Glockenspiel14, Stahl, 20 × 2 mmC-Dur ab c3 mit fis, b, fisBuchen-Resonanzkasten, 1 Paar Schlägel
HABA Klang-KrokoKinder-Metallophon mit TrommelMetallpentatonischTrommel, Rassel, Glocke, 2 Schlägel

Kaufberatung: Worauf es beim Metallophon ankommt

Plattenmaterial und Plattenbreite

Die meisten Metallophone haben Platten aus Aluminium oder Stahl. Stahl klingt meist heller und glockenartiger, breite Aluminiumplatten wärmer und tiefer. Dünne, schmale Platten findest Du vor allem bei Glockenspielen. Bei einfachen Kinderinstrumenten fehlt oft eine genaue Materialangabe. Wichtig ist, dass die Platten tatsächlich aus Metall bestehen und nicht aus Kunststoff, da dieser kaum nachklingt.

Farbig lackierte Platten helfen Kindern bei der Orientierung. Die Lackierung sollte gleichmäßig und ohne Abplatzungen sein. Unbeschichtete Platten mit Notennamen oder Notenlinien sind für Unterricht und Notenlernen langfristig praktischer.

Tonumfang und Stimmung

Ein Metallophon für Kinderlieder braucht meist acht Töne einer Dur-Tonleiter. Für Lieder über eine Oktave hinaus oder mit Vorzeichen werden zusätzliche Platten nötig. Achte darauf, ob der Hersteller den Tonumfang nennt und ob dieser zum Notenmaterial passt. Schul-Glockenspiele mit 25 Platten decken häufig zwei Oktaven ab, Orff-Instrumente gibt es in Sopran-, Alt- und Basslage.

Gute Stimmung ist für gemeinsames Musizieren entscheidender als die Zahl der Platten. Verstimmte Töne fallen bei Metallinstrumenten durch den langen Nachhall besonders auf. Eine Stimm-App gibt einen groben Anhaltspunkt, ob einzelne Platten deutlich abweichen. Bei Spielzeugen für Kleinkinder stehen dagegen Robustheit und Sicherheit im Vordergrund.

Herausnehmbare Klangplatten

Herausnehmbare Platten sind ein Kennzeichen des Orff-Instrumentariums. Für Begleitmuster, Bordun oder einfache Lieder nimmt man nur die benötigten Töne auf das Instrument. Das verhindert falsche Töne und erleichtert Kindern das Treffen. Gleichzeitig lassen sich bei manchen Instrumenten Halbtonplatten einsetzen, um weitere Tonarten spielbar zu machen.

Für sehr kleine Kinder können lose Platten und Haltestifte dagegen ein Risiko sein. Hier sind Instrumente mit fest montierten Platten die sicherere Wahl. Prüfe die Altersangabe und bewahre lose Teile außerhalb der Reichweite von Kleinkindern auf.

Resonanzkasten, Koffer und Etui

Ein Resonanzkasten aus Holz verstärkt den Ton und verleiht ihm mehr Volumen. Orff-Instrumente nutzen diese Bauweise. Chromatische Schulinstrumente liegen dagegen oft in einem Koffer oder Etui, das zugleich als Unterbau dient. Das ist praktisch für den Transport, klingt aber etwas dünner als ein Instrument mit eigenem Resonanzkasten.

Der Unterbau sollte stabil stehen und nicht wackeln. Platten dürfen nicht klappern oder am Rahmen scheppern. Bei Koffern und Etuis lohnt sich ein Blick auf Verschlüsse und Griff, wenn das Instrument regelmäßig zur Schule oder Musikgruppe getragen wird.

Schlägel

Die Schlägel prägen den Klang mindestens so stark wie das Instrument selbst. Harte Köpfe aus Kunststoff, Holz oder Messing erzeugen einen hellen, präzisen Anschlag. Gummi-, Filz- und Wollköpfe klingen runder und leiser. Für Kinder und das Üben in der Wohnung sind weichere Schlägel meist die angenehmere Wahl. Ersatzschlägel sind im Musikfachhandel einzeln erhältlich.

Alter und Sicherheit

Die Altersangabe des Herstellers berücksichtigt Form, Bauteile und vorgesehene Nutzung. Kleinkinder spielen nur unter Aufsicht. Vor jedem Spielen sollten Schlägel, Platten und Befestigungen kontrolliert werden. Beschädigte Teile werden sofort entfernt. Ein Kind sollte beim Spielen sitzen oder sicher stehen und Schlägel nicht beim Laufen mitnehmen.

Symbolbild Kind beim Musizieren mit einem Stabspiel
Symbolbild: Musizieren mit einem Stabspiel.

Metallophon spielen: Haltung, Anschlag und erste Übungen

Setze oder stelle Dich so vor das Instrument, dass Du alle Platten bequem erreichst, ohne Dich zu verdrehen. Die Schultern bleiben locker, die Ellenbogen leicht vom Körper entfernt. Halte die Schlägel zwischen Daumen und Zeigefinger, die übrigen Finger umschließen den Stiel nur locker. Der Handrücken zeigt nach oben.

Schlage die Platte in der Mitte an und lass den Schlägel sofort zurückfedern. Bleibt der Kopf auf der Platte liegen, wird der Ton gedämpft. Ein kurzer, lockerer Anschlag aus dem Handgelenk klingt voller als ein kräftiges Schlagen aus dem Arm. Wechsle bei Tonfolgen die Hände ab, statt alles mit einer Hand zu spielen.

  1. Nachhall hören: Eine Platte anschlagen und zuhören, bis der Ton vollständig verklungen ist.
  2. Abdämpfen üben: Den Ton nach dem Anschlag mit einem Finger der freien Hand bewusst stoppen.
  3. Abwechselnd spielen: Zwei benachbarte Platten im gleichmäßigen Wechsel von linker und rechter Hand anschlagen.
  4. Tonleiter: Eine Tonleiter langsam auf- und abwärts spielen.
  5. Bordun: Mit zwei Schlägeln gleichzeitig Grundton und Quinte anschlagen, etwa C und G, als Begleitung zu einem Lied.
  6. Echo-Spiel: Eine Person spielt eine kurze Tonfolge vor, die andere spielt sie nach.

Kurze, regelmäßige Übungseinheiten sind wirksamer als seltenes langes Spielen. Wer mehrere Instrumente für Kinder kombinieren möchte, findet bei ExpertMensch auch Ratgeber zu Kindertrommeln und zur Triangel.

Noten und Lieder für das Metallophon

Viele Kinder-Metallophone werden mit einem Liederheft geliefert, das mit Farben oder Zahlen arbeitet. Das erleichtert den Einstieg, bindet das Spiel aber an genau dieses Instrument. Sinnvoll ist es, parallel die Notennamen zu lernen. So kann ein Kind später auch mit anderen Liederbüchern und Instrumenten spielen.

Für Glockenspiele und Orff-Instrumente gibt es im Musikalienhandel eigene Schulen und Liederhefte, häufig mit Hinweisen für den Unterricht. Achte darauf, dass Tonumfang und Tonart der Lieder zu Deinem Instrument passen. Ein Lied, das ein fis verlangt, lässt sich auf einem rein diatonischen C-Dur-Instrument nicht vollständig spielen. Mit einem chromatischen Instrument bist Du hier flexibler.

Pflege, Lautstärke und Aufbewahrung

Metallplatten sind pflegeleicht. Wische sie nach dem Spielen mit einem weichen, trockenen Tuch ab, um Fingerabdrücke und Staub zu entfernen. Reinigungsmittel nur verwenden, wenn der Hersteller sie ausdrücklich freigibt. Resonanzkästen aus Holz sollten nicht neben Heizkörpern oder in feuchten Räumen stehen. Schlägel gehören in die vorgesehene Halterung oder ins Fach des Koffers, nicht lose auf die Platten.

Metallophone klingen lange nach und tragen weit. Für Rücksicht auf Mitbewohner und Nachbarn helfen feste Übungszeiten, weiche Schlägel und ein moderater Anschlag. Textile Flächen im Raum dämpfen den Hall. Das Instrument selbst sollte aber nicht auf eine zu weiche Unterlage gestellt werden, damit es stabil steht und frei schwingen kann. Wenn der Klang als unangenehm laut empfunden wird, wird leiser gespielt oder eine Pause eingelegt.

Verschlissene Auflagen, lockere Haltestifte oder eine verbogene Platte führen zu Nebengeräuschen. Bei Orff-Instrumenten lassen sich solche Teile oft über den Hersteller oder Fachhandel ersetzen. Improvisierte Reparaturen mit Klebstoff können den Klang beeinträchtigen.

Welches Metallophon passt zu welchem Ziel?

Für Kleinkinder, die Klänge und Rhythmen erst entdecken, ist ein pentatonisches Instrument wie das HABA Klang-Kroko ein niedrigschwelliger Einstieg. Es verzeiht jede Tonfolge und bietet mit Trommel, Rassel und Glocke zusätzliche Spielanreize. Für das gezielte Spielen von Liedern ist es dagegen weniger geeignet.

Für Kita, Grundschule und Familien, die gemeinsam musizieren möchten, passt ein Orff-Instrument wie das Sonor GP. Resonanzkasten, Notenlinien-Aufdruck und austauschbare Platten unterstützen pädagogisches Arbeiten. Wer im Schulunterricht nach Noten spielt oder Halbtöne braucht, ist mit einem chromatischen Instrument wie dem GEWA-Glockenspiel oder dem Alysée-Metallophon besser bedient. Beide werden mit Koffer beziehungsweise Etui geliefert.

Wenn Dir ein warmer, kurzer Holzklang wichtiger ist als der helle Nachhall des Metalls, lohnt sich der Blick auf echte Xylophone. Diese findest Du im oben verlinkten Xylophon-Vergleich.

FAQ zu Metallophonen

Ist ein Glockenspiel ein Metallophon?

Ja. Metallophon ist der Oberbegriff für Stabspiele mit Klangplatten aus Metall. Das Glockenspiel ist eine kleine, hoch klingende Bauform mit schmalen Stahl- oder Metallplatten. Im Orff-Instrumentarium unterscheidet man zusätzlich das Glockenspiel vom Metallophon im engeren Sinn, das breitere Platten und eine tiefere, weichere Klangfarbe hat.

Warum heißen viele Metallophone im Handel Xylophon?

Xylophon ist der bekanntere Suchbegriff, deshalb nutzen ihn viele Anbieter auch für Kinderinstrumente mit Metallplatten. Fachlich ist das ungenau, denn beim Xylophon bestehen die Klangstäbe aus Holz. Achte beim Kauf auf das Material der Klangplatten, nicht auf den Produktnamen.

Wie viele Klangplatten sollte ein Metallophon für Anfänger haben?

Für Kinderlieder genügt oft eine diatonische Reihe mit acht Tönen. Pentatonische Instrumente mit fünf bis sieben Tönen eignen sich besonders für freies Spiel, weil jede Kombination harmonisch klingt. 25 chromatische Platten lohnen sich, wenn nach Noten mit Vorzeichen gespielt werden soll.

Kann ich ein Metallophon leiser spielen?

Ja, vor allem über die Schlägel. Köpfe aus Gummi, Filz oder Wolle klingen deutlich weicher als harte Kunststoff- oder Holzköpfe. Ein lockerer Anschlag in der Plattenmitte und kurze Übungseinheiten helfen zusätzlich. Platten mit der Hand abzudämpfen verkürzt den Nachhall, ersetzt aber keine angemessene Spielweise.

Was ist der Unterschied zwischen Metallophon und Vibraphon?

Das Vibraphon ist ein großes Metallophon mit Aluminiumplatten, Resonanzröhren und einem Pedal zum Dämpfen. Drehende Klappen in den Röhren erzeugen ein Vibrato. Es wird vor allem im Jazz und im Orchester gespielt. Kinder- und Schulmetallophone sind deutlich kleiner und haben weder Pedal noch Motor.

Müssen Metallophone nachgestimmt werden?

Metallplatten halten ihre Stimmung in der Regel sehr lange und müssen im normalen Gebrauch nicht nachgestimmt werden. Klingt ein Ton plötzlich falsch oder scheppert, liegt das häufig an einer verrutschten Platte, einer verschlissenen Auflage oder einer Beschädigung. Dann helfen Hersteller oder Fachhandel weiter.

Bildnachweis:

  • https://pixabay.com/de/photos/musik-kinder-spielen-xylophon-818459/
  • https://pixabay.com/de/photos/musik-metallophon-st%C3%A4bchen-1122342/
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Letzte Aktualisierung am 11.10.2026 um 12:35 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API